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	<title>Johannes Calvin &#187; Buch 1 Kapitel 17</title>
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	<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Johannes Calvin &#187; Buch 1 Kapitel 17</title>
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		<title>Gott führt unentwegt seinen Plan aus (Institutio 1-17-14)</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 00:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung die Beispiele von Jona in Ninive und von König Hiskia veranschaulichen nicht Veränderungen in Gottes Plan, sondern Gottes Drohungen, auf dass die Menschen umkehren und somit seinen Willen folgen und seinen Beschlüsse ausführen. dies kann auch am Beispiel des Abrahams und des Königs Abimelech gesehen werden Text Wenn nun die heilige Erzählung (sacra historia) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>die Beispiele von Jona in Ninive und von König Hiskia veranschaulichen nicht Veränderungen in Gottes Plan, sondern Gottes Drohungen, auf dass die Menschen umkehren und somit seinen Willen folgen und seinen Beschlüsse ausführen.</li>
<li>dies kann auch am Beispiel des Abrahams und des Königs Abimelech gesehen werden</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Wenn nun die heilige Erzählung (sacra historia) berichtet, wie den Niniviten der bereits verkündete Untergang erlassen (Jona 3,10) und dem Hiskia sein Leben trotz erfolgter Ankündigung des Todes noch einmal verlängert worden sei (Jes. 38,5), so behauptet sie damit nicht, Gottes Beschlüsse seien aufgehoben worden. Wer das meint, der macht sich Wahnvorstellungen von diesen Drohungen; diese scheinen zwar einfach eine Behauptung zu enthalten, aber der Ausgang zeigt, daß sie trotzdem eine stillschweigende Bedingung in sich tragen. Denn weshalb sandte der Herr den Jona zu den Einwohnern von Ninive, damit er ihnen die Zerstörung der Stadt ankündigte? Weshalb ließ er dem Hiskia durch Jesaja seinen Tod ansagen? Er konnte doch jene und auch diesen zugrunde richten, ohne das Unheil anzukündigen! Er hatte also etwas anderes im Auge, als daß diese Menschen von ihrem Tod zuvor wüssten und ihn dann von ferne kommen sahen. Er wollte eben, daß sie nicht zugrunde gingen, sondern sich besserten, um dem Untergang zu entrinnen! Wenn also Jona weissagt, die Stadt Ninive werde nach vierzig Tagen zerstört werden, so geschieht das, damit sie nicht untergehe! Wenn dem Hiskia die Hoffnung auf ein weiteres Leben abgeschnitten wird, so geschieht das, damit er ein weiteres Leben erlange! Wer sieht denn nicht, daß der Herr durch solche Drohungen die Menschen, die er schreckte, zur Reue erwecken wollte, damit sie dem Gericht entgingen, das sie mit ihren Sünden verdient hatten! Wenn es sich so verhält, dann führt uns die Sache selbst dazu, aus der einfachen Ankündigung eine stillschwei­gende Bedingung herauszuhören. Das wird denn auch durch ähnliche Beispiele be­stätigt. So wirft der Herr dem Könige Abimelech vor, er habe dem Abraham sein Weib genommen, und braucht dabei die Worte: „Du bist des Todes um des Weibes willen, das du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Eheweib“ (Gen. 20,3). Nachdem er sich nun aber entschuldigt hat, sagt Gott zu ihm: „Gib dem Manne sein Weib wieder; denn er ist ein Prophet, und lass ihn für dich bitten, so wirst du leben­dig bleiben, wo du sie aber nicht wiedergibst, so wisse, daß du des Todes sterben mußt und alles, was dein ist“ (Gen. 20,7). Da sieht man, wie er in dem ersten Worte sein Herz heftig erschüttert, um ihn zur Genugtuung bereit zu machen, aber dann in dem zweiten seinen Willen klar ausspricht! Mit anderen Stellen verhält es sich ebenso, und deshalb darf man nun nicht meinen, es sei dem früheren Ratschlüsse des Herrn etwas entzogen, da er nicht durchführte, was er angekündigt hatte. Nein, der Herr bahnt vielmehr seiner ewigen Anordnung den Weg, wenn er durch An­drohung von Strafe Menschen zur Reue antreibt, die er verschonen will, und zwar, ohne daß er an seinem Willen oder auch nur an seinem Worte etwas änderte, nur daß er nicht gerade buchstäblich ausdrückt, was doch ganz klar zu begreifen ist. So muß denn doch das Wort des Jesaja wahr bleiben: „Der Herr der Heerscharen hat es beschlossen, und wer will es wehren? Seine Hand ist ausgestreckt, und wer will sie wenden?“ (Jes. 14,27).</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  die Beispiele von Jona in Ninive und von König Hiskia veranschaulichen nicht Veränderungen in Gottes Plan, sondern Gottes Drohungen, auf dass die Menschen umkehren und somit seinen Willen folgen und seinen Beschlüsse ausführen. </itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	die Beispiele von Jona in Ninive und von König Hiskia veranschaulichen nicht Veränderungen in Gottes Plan, sondern Gottes Drohungen, auf dass die Menschen umkehren und somit seinen Willen folgen und seinen Beschlüsse ausführen.
	dies kann auch am Beispiel des Abrahams und des Königs Abimelech gesehen werden

Text

Wenn nun die heilige Erzählung (sacra historia) berichtet, wie den Niniviten der bereits verkündete Untergang erlassen (Jona 3,10) und dem Hiskia sein Leben trotz erfolgter Ankündigung des Todes noch einmal verlängert worden sei (Jes. 38,5), so behauptet sie damit nicht, Gottes Beschlüsse seien aufgehoben worden. Wer das meint, der macht sich Wahnvorstellungen von diesen Drohungen; diese scheinen zwar einfach eine Behauptung zu enthalten, aber der Ausgang zeigt, daß sie trotzdem eine stillschweigende Bedingung in sich tragen. Denn weshalb sandte der Herr den Jona zu den Einwohnern von Ninive, damit er ihnen die Zerstörung der Stadt ankündigte? Weshalb ließ er dem Hiskia durch Jesaja seinen Tod ansagen? Er konnte doch jene und auch diesen zugrunde richten, ohne das Unheil anzukündigen! Er hatte also etwas anderes im Auge, als daß diese Menschen von ihrem Tod zuvor wüssten und ihn dann von ferne kommen sahen. Er wollte eben, daß sie nicht zugrunde gingen, sondern sich besserten, um dem Untergang zu entrinnen! Wenn also Jona weissagt, die Stadt Ninive werde nach vierzig Tagen zerstört werden, so geschieht das, damit sie nicht untergehe! Wenn dem Hiskia die Hoffnung auf ein weiteres Leben abgeschnitten wird, so geschieht das, damit er ein weiteres Leben erlange! Wer sieht denn nicht, daß der Herr durch solche Drohungen die Menschen, die er schreckte, zur Reue erwecken wollte, damit sie dem Gericht entgingen, das sie mit ihren Sünden verdient hatten! Wenn es sich so verhält, dann führt uns die Sache selbst dazu, aus der einfachen Ankündigung eine stillschwei­gende Bedingung herauszuhören. Das wird denn auch durch ähnliche Beispiele be­stätigt. So wirft der Herr dem Könige Abimelech vor, er habe dem Abraham sein Weib genommen, und braucht dabei die Worte: „Du bist des Todes um des Weibes willen, das du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Eheweib“ (Gen. 20,3). Nachdem er sich nun aber entschuldigt hat, sagt Gott zu ihm: „Gib dem Manne sein Weib wieder; denn er ist ein Prophet, und lass ihn für dich bitten, so wirst du leben­dig bleiben, wo du sie aber nicht wiedergibst, so wisse, daß du des Todes sterben mußt und alles, was dein ist“ (Gen. 20,7). Da sieht man, wie er in dem ersten Worte sein Herz heftig erschüttert, um ihn zur Genugtuung bereit zu machen, aber dann in dem zweiten seinen Willen klar ausspricht! Mit anderen Stellen verhält es sich ebenso, und deshalb darf man nun nicht meinen, es sei dem früheren Ratschlüsse des Herrn etwas entzogen, da er nicht durchführte, was er angekündigt hatte. Nein, der Herr bahnt vielmehr seiner ewigen Anordnung den Weg, wenn er durch An­drohung von Strafe Menschen zur Reue antreibt, die er verschonen will, und zwar, ohne daß er an seinem Willen oder auch nur an seinem Worte etwas änderte, nur daß er nicht gerade buchstäblich ausdrückt, was doch ganz klar zu begreifen ist. So muß denn doch das Wort des Jesaja wahr bleiben: „Der Herr der Heerscharen hat es beschlossen, und wer will es wehren? Seine Hand ist ausgestreckt, und wer will sie wenden?“ (Jes. 14,27).</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Die Schrift spricht von der &#8220;Reue Gottes&#8221; in Anpassung an unser Verständnis (Institutio 1-17-13)</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 00:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 17]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung auf Grund unserer Begrenztheit und Schwachheit unseres Verstandes können wir nicht begreifen, was Gott an sich ist daher offenbart Gott sich uns nicht wie er an sich ist, sondern wie er uns sich zu offenbaren geben will Gefühle, Umkehr und ähnliche menschliche Eigenschaften, die Reue erfordern, sollte Gott nicht angedichtet werden, der doch über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>auf Grund unserer Begrenztheit und Schwachheit unseres Verstandes können wir nicht begreifen, was Gott an sich ist</li>
<li>daher offenbart Gott sich uns nicht wie er an sich ist, sondern wie er uns sich zu offenbaren geben will</li>
<li>Gefühle, Umkehr und ähnliche menschliche Eigenschaften, die Reue erfordern, sollte Gott nicht angedichtet werden, der doch über allem steht; jedoch dem Mensch, der mit sich nicht zufrieden ist.</li>
<li>daher bleibt Gottes Plan in alle Ewigkeit unveränderlich.</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Was bedeutet nun also der Ausdruck „Reue“? Sicherlich nichts anderes als all die anderen Redeformen, die uns Gott nach Menschenweise beschreiben. Weil nämlich unsere Schwachheit nicht zu seiner Höhe empordringt, so muß die Beschreibung sei­nes Wesens, die uns zuteil wird, unserer Fassungskraft angepasst sein, um von uns begriffen zu werden. Das geschieht aber so, daß er sich uns darstellt, nicht wie er an sich selber ist, sondern wie er von uns erfahren wird. So ist er frei von aller inne­ren Erschütterung durch Leidenschaft &#8211; und bezeugt doch, daß er den Sündern zürnt! Wenn wir also hören, daß Gott zürnt, so müssen wir uns dabei nicht eine Erregung in ihm selber vorstellen; wir müssen vielmehr bedenken, daß diese Redeweise aus un­serer Erfahrung genommen ist, weil uns ja Gott dem Anschein nach als Entrüsteter und Zorniger begegnet, sooft er sein Gericht vollzieht. So dürfen wir auch unter dem Wort „Reue“ nichts anderes verstehen als eine Abänderung seiner Werke und Taten; denn die Menschen bezeugen ja, indem sie ihre Taten abändern, daß sie ihnen missfallen. Jede Abänderung ist unter Menschen die Verbesserung einer Sache, die Missfallen erregt; diese Verbesserung aber kommt aus Reue; und so will der Ausdruck „Reue“ besagen: Gott ändert etwas an seinen Werken! Unterdessen aber wird weder sein Ratschluss noch sein Wille verändert, noch seine Neigung (affectus) verwandelt; sondern was er von Ewigkeit her vorgesehen, für richtig befunden und beschlossen hat, das führt er in stetem Gleichmaße durch, so jähen Wechsel der Mensch auch vor Augen haben mag!</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  auf Grund unserer Begrenztheit und Schwachheit unseres Verstandes können wir nicht begreifen, was Gott an sich ist   daher offenbart Gott sich uns nicht wie er an sich ist, sondern wie er uns sich zu offenbaren geben will   Gefühle,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	auf Grund unserer Begrenztheit und Schwachheit unseres Verstandes können wir nicht begreifen, was Gott an sich ist
	daher offenbart Gott sich uns nicht wie er an sich ist, sondern wie er uns sich zu offenbaren geben will
	Gefühle, Umkehr und ähnliche menschliche Eigenschaften, die Reue erfordern, sollte Gott nicht angedichtet werden, der doch über allem steht; jedoch dem Mensch, der mit sich nicht zufrieden ist.
	daher bleibt Gottes Plan in alle Ewigkeit unveränderlich.

Text

Was bedeutet nun also der Ausdruck „Reue“? Sicherlich nichts anderes als all die anderen Redeformen, die uns Gott nach Menschenweise beschreiben. Weil nämlich unsere Schwachheit nicht zu seiner Höhe empordringt, so muß die Beschreibung sei­nes Wesens, die uns zuteil wird, unserer Fassungskraft angepasst sein, um von uns begriffen zu werden. Das geschieht aber so, daß er sich uns darstellt, nicht wie er an sich selber ist, sondern wie er von uns erfahren wird. So ist er frei von aller inne­ren Erschütterung durch Leidenschaft - und bezeugt doch, daß er den Sündern zürnt! Wenn wir also hören, daß Gott zürnt, so müssen wir uns dabei nicht eine Erregung in ihm selber vorstellen; wir müssen vielmehr bedenken, daß diese Redeweise aus un­serer Erfahrung genommen ist, weil uns ja Gott dem Anschein nach als Entrüsteter und Zorniger begegnet, sooft er sein Gericht vollzieht. So dürfen wir auch unter dem Wort „Reue“ nichts anderes verstehen als eine Abänderung seiner Werke und Taten; denn die Menschen bezeugen ja, indem sie ihre Taten abändern, daß sie ihnen missfallen. Jede Abänderung ist unter Menschen die Verbesserung einer Sache, die Missfallen erregt; diese Verbesserung aber kommt aus Reue; und so will der Ausdruck „Reue“ besagen: Gott ändert etwas an seinen Werken! Unterdessen aber wird weder sein Ratschluss noch sein Wille verändert, noch seine Neigung (affectus) verwandelt; sondern was er von Ewigkeit her vorgesehen, für richtig befunden und beschlossen hat, das führt er in stetem Gleichmaße durch, so jähen Wechsel der Mensch auch vor Augen haben mag!</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Von der &#8220;Reue&#8221; Gottes (Institutio 1-17-12)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/von-der-reue-gottes-institutio-1-17-12/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 00:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 17]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung die &#8220;Gotte reute es&#8221; Stellen im Alten Testament lassen einige folgern, dass Gott nicht durch ewige Beschlüsse die Menschengeschicke bestimmt hat, sondern das als gut und gerecht erachtet, was sich an jenem Moment ereignet. Gott wird nicht nur der Reue beschuldigt, sondern auch der Unwissenheit, des Fehlers oder der Ohnmacht einige Bibelstellen, die von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>die &#8220;Gotte reute es&#8221; Stellen im Alten Testament lassen einige folgern, dass Gott nicht durch ewige Beschlüsse die Menschengeschicke bestimmt hat, sondern das als gut und gerecht erachtet, was sich an jenem Moment ereignet.</li>
<li>Gott wird nicht nur der Reue beschuldigt, sondern auch der Unwissenheit, des Fehlers oder der Ohnmacht</li>
<li>einige Bibelstellen, die von Gottes Reue sprechen, handeln auch von seiner Unveränderlichkeit jenseits aller Reue</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Über die Vorsehung Gottes ist damit an sich genug gesagt. Freilich nur soviel, wie es zur sicheren Unterweisung und zum Trost der Gläubigen von Nutzen ist; denn, um die Neugier eitler Menschen zu befriedigen, kann nichts ausreichen, und es ist auch nicht einmal zu wünschen, daß es geschähe! &#8211; Aber es gibt einige wenige Stel­len, die den Eindruck zu erwecken scheinen, der Ratschluss Gottes sei &#8211; gegen das, was wir oben ausführten &#8211; doch nicht beständig fest und unabänderlich, sondern entsprechend den Verhältnissen untergeordneter Dinge veränderlich. Da wird zunächst zuweilen die Reue Gottes erwähnt. So hat es ihn „gereut, daß er den Menschen gemacht hatte“ (Gen. 6,6), daß er Saul zur Königsherrschaft erhoben hatte (1. Sam. 15,11). Oder es reute ihn das Übel, das er seinem Volke zuzufügen beschlossen, sobald er bei ihm irgendwelche Umkehr gewahrte (Jer. 18,8). Ferner hören wir gelegentlich, wie er seine Beschlüsse ändert. So hatte er durch Jona den Niniviten angedroht, Ninive werde nach Ablauf von vierzig Tagen zugrunde gehen, ließ sich aber alsbald durch deren Buße zu einem milderen Spruch bewegen (Jona 3,4.10). So hatte er dem Hiskia durch den Mund des Jesaja den Tod ankündigen las­sen; aber des Königs Tränen und Gebete bewogen ihn dann doch, den Tod hinaus­zuschieben (Jes. 38,1.5; 2. Kön. 20,1.5).</p>
<p lang="de-CH">Von hier aus schließen nun manche, Gott habe gar nicht in ewigem Beschluss die menschlichen Geschicke bestimmt, sondern er entscheide nach eines jeden Verdienst, oder je, wie er es für billig und gerecht hält, über die einzelnen Jahre, Tage und Stun­den bald so, bald anders!</p>
<p lang="de-CH">Was die Reue betrifft, so kann diese Gott ebenso wenig beigelegt werden wie etwa die Unwissenheit, der Irrtum oder die Machtlosigkeit. Denn es begibt sich keiner mit Wissen und Wollen in die Notwendigkeit, eine Sache zu bereuen; wir könnten also Gott die Reue nicht beimessen, ohne zugleich zu sagen, er wisse die Zukunft nicht, oder er könne ihr nicht entgehen, oder er stürze sich aufs Geratewohl und unbedacht in einen Beschluss hinein, der ihn gleich darauf reue. Das aber liegt vom Sinn des Heiligen Geistes soweit ab, daß dieser gerade in einem Zusammenhang, wo solche „Reue“ Gottes erwähnt wird (1. Sam. 15,11!), doch leugnet, Gott könne sich von der Reue leiten lassen, weil er doch nicht ein Mensch ist, den etwas gereue (1. Sam. 15,29). Es ist da zu beachten, wie in dem gleichen Kapitel beide Aus­sagen so verbunden sind, daß wir merken, wie hier ein Vergleich vorliegt, der den Anschein des Widerspruchs ausgezeichnet behebt. Es ist eine bildliche Darstellung der eingetretenen Veränderung, wenn wir hören, daß es Gott „reue“, den Saul zum Kö­nig gemacht zu haben. Gleich darauf heißt es dann auch: „Der Starke in Israel lügt nicht, und ihn bringt nicht Reue von seinem Weg; denn er ist kein Mensch, daß ihn etwas gereue.“ In diesen Worten wird offen, ohne Bild, Gottes Unveränderlichkeit behauptet. So ist also Gottes Anordnung in der Leitung der Menschengeschicke gewiss dauernd und über alle Reue erhaben. Und damit seine Beständigkeit außer Zweifel stehe, wurden selbst seine Feinde gezwungen, sie zu bezeugen. Denn Bileam mußte, obwohl wider Willen, in die Worte ausbrechen: „Denn Gott ist nicht ein Mensch, daß er lüge, noch eines Menschen Kind, daß er sich wandle. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?“ (Num. 23,19; nicht ganz Luthertext).</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  die &quot;Gotte reute es&quot; Stellen im Alten Testament lassen einige folgern, dass Gott nicht durch ewige Beschlüsse die Menschengeschicke bestimmt hat, sondern das als gut und gerecht erachtet, was sich an jenem Moment ereignet. </itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	die &quot;Gotte reute es&quot; Stellen im Alten Testament lassen einige folgern, dass Gott nicht durch ewige Beschlüsse die Menschengeschicke bestimmt hat, sondern das als gut und gerecht erachtet, was sich an jenem Moment ereignet.
	Gott wird nicht nur der Reue beschuldigt, sondern auch der Unwissenheit, des Fehlers oder der Ohnmacht
	einige Bibelstellen, die von Gottes Reue sprechen, handeln auch von seiner Unveränderlichkeit jenseits aller Reue

Text
Über die Vorsehung Gottes ist damit an sich genug gesagt. Freilich nur soviel, wie es zur sicheren Unterweisung und zum Trost der Gläubigen von Nutzen ist; denn, um die Neugier eitler Menschen zu befriedigen, kann nichts ausreichen, und es ist auch nicht einmal zu wünschen, daß es geschähe! - Aber es gibt einige wenige Stel­len, die den Eindruck zu erwecken scheinen, der Ratschluss Gottes sei - gegen das, was wir oben ausführten - doch nicht beständig fest und unabänderlich, sondern entsprechend den Verhältnissen untergeordneter Dinge veränderlich. Da wird zunächst zuweilen die Reue Gottes erwähnt. So hat es ihn „gereut, daß er den Menschen gemacht hatte“ (Gen. 6,6), daß er Saul zur Königsherrschaft erhoben hatte (1. Sam. 15,11). Oder es reute ihn das Übel, das er seinem Volke zuzufügen beschlossen, sobald er bei ihm irgendwelche Umkehr gewahrte (Jer. 18,8). Ferner hören wir gelegentlich, wie er seine Beschlüsse ändert. So hatte er durch Jona den Niniviten angedroht, Ninive werde nach Ablauf von vierzig Tagen zugrunde gehen, ließ sich aber alsbald durch deren Buße zu einem milderen Spruch bewegen (Jona 3,4.10). So hatte er dem Hiskia durch den Mund des Jesaja den Tod ankündigen las­sen; aber des Königs Tränen und Gebete bewogen ihn dann doch, den Tod hinaus­zuschieben (Jes. 38,1.5; 2. Kön. 20,1.5).
Von hier aus schließen nun manche, Gott habe gar nicht in ewigem Beschluss die menschlichen Geschicke bestimmt, sondern er entscheide nach eines jeden Verdienst, oder je, wie er es für billig und gerecht hält, über die einzelnen Jahre, Tage und Stun­den bald so, bald anders!
Was die Reue betrifft, so kann diese Gott ebenso wenig beigelegt werden wie etwa die Unwissenheit, der Irrtum oder die Machtlosigkeit. Denn es begibt sich keiner mit Wissen und Wollen in die Notwendigkeit, eine Sache zu bereuen; wir könnten also Gott die Reue nicht beimessen, ohne zugleich zu sagen, er wisse die Zukunft nicht, oder er könne ihr nicht entgehen, oder er stürze sich aufs Geratewohl und unbedacht in einen Beschluss hinein, der ihn gleich darauf reue. Das aber liegt vom Sinn des Heiligen Geistes soweit ab, daß dieser gerade in einem Zusammenhang, wo solche „Reue“ Gottes erwähnt wird (1. Sam. 15,11!), doch leugnet, Gott könne sich von der Reue leiten lassen, weil er doch nicht ein Mensch ist, den etwas gereue (1. Sam. 15,29). Es ist da zu beachten, wie in dem gleichen Kapitel beide Aus­sagen so verbunden sind, daß wir merken, wie hier ein Vergleich vorliegt, der den Anschein des Widerspruchs ausgezeichnet behebt. Es ist eine bildliche Darstellung der eingetretenen Veränderung, wenn wir hören, daß es Gott „reue“, den Saul zum Kö­nig gemacht zu haben. Gleich darauf heißt es dann auch: „Der Starke in Israel lügt nicht, und ihn bringt nicht Reue von seinem Weg; denn er ist kein Mensch, daß ihn etwas gereue.“ In diesen Worten wird offen, ohne Bild, Gottes Unveränderlichkeit behauptet. So ist also Gottes Anordnung in der Leitung der Menschengeschicke gewiss dauernd und über alle Reue erhaben. Und damit seine Beständigkeit außer Zweifel stehe, wurden selbst seine Feinde gezwungen, sie zu bezeugen. Denn Bileam mußte, obwohl wider Willen, in die Worte ausbrechen: „Denn Gott ist nicht ein Mensch, daß er lüge, noch eines Menschen Kind, daß er sich wandle. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?“ (Num. 23,19; nicht ganz Luthertext).</itunes:summary>
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		<title>Die Gewissheit um Gottes Vorsehung gibt uns fröhliches Gottvertrauen ins Herz (Institutio 1-17-11)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/die-gewissheit-um-gottes-vorsehung-gibt-uns-frohliches-gottvertrauen-ins-herz-institutio-1-17-11/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 00:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung die göttliche Vorsehung befreit uns von Furcht und Angst und gibt uns Trost und Zuversicht die Vorsehung lehrt uns, dass selbst der Teufel und seine Engel sich Gottes Macht nicht entziehen können (Beispiele in der Bibel) Unwissenheit der Vorsehung ist der Gipfel des Elendes; die Kenntnis der Vorsehung ist die höchste Seligkeit Text Aber [...]]]></description>
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<ol>
<li>die göttliche Vorsehung befreit uns von Furcht und Angst und gibt uns Trost und Zuversicht</li>
<li>die Vorsehung lehrt uns, dass selbst der Teufel und seine Engel sich Gottes Macht nicht entziehen können (Beispiele in der Bibel)</li>
<li>Unwissenheit der Vorsehung ist der Gipfel des Elendes; die Kenntnis der Vorsehung ist die höchste Seligkeit</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Aber sobald das Licht der göttlichen Vorsehung einem frommen Menschen auf­geht, wird er nicht nur von jener furchtbarsten Not und Furcht, die ihn zuvor drückte, sondern von aller Sorge befreit und erlöst. Denn wie er mit Recht vor dem „Zufall“ Schauder empfindet, so wagt er sich nun Gott in Gewissheit anzuver­trauen. Das ist eben, sage ich, der Trost, daß er erkennt: der himmlische Vater hält mit seiner Macht alles zusammen, regiert alles mit seinem Befehl und Wink, ordnet alles mit seiner Weisheit, so daß nichts vorfällt ohne seine Bestimmung. Das ist der Trost, daß der Glaubende, seinem Schutz übergeben, der Fürsorge der Engel an­vertraut, nun weiß: kein Schaden von Wasser, Feuer oder Schwert kann ihn an­tasten, als nur soweit es Gott, der im Regimente sitzt, gefallen hat, ihnen Raum zu geben. So singt doch der Psalm: „Er errettet dich vom Strick des Jägers und von der schädlichen Pestilenz. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zu­versicht wird sein unter seinen Flügeln; seine Wahrheit ist Schirm und Schild, daß du nicht erschrecken mögest vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Ta­ges fliegen, vor der Pestilenz, die im Finsteren schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt“ (Ps. 91,3ff.). Daher haben die Heiligen solche frohlockende Zu­versicht: „Der Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht, was können mir Men­schen tun? Der Herr ist mein Helfer, warum sollte ich zittern? Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, wenn ich auch mitten im Schatten des Todes wandle, so will ich doch nicht aufhören, zu hoffen“ (Ps. 118,6; 27,3; 56,5 u.a. St.). Woher haben sie, frage ich, diese unerschütterliche Gewissheit? Daher, daß sie, wo doch dem An­schein nach die Welt vom Zufall bewegt wird, doch wissen, daß der Herr überall am Werk ist, und zuversichtlich glauben, sein Werk werde ihnen heilsam sein! Wird ihr Heil vom Teufel oder von verruchten Menschen bedroht, so mußten sie sogleich zusammensinken, wenn nicht die Erinnerung und der Gedanke an die Vorsehung sie aufrechterhielte. Aber gewaltigen Trost empfangen sie, wenn sie daran denken: der Teufel mit der ganzen Rotte der Gottlosen wird ja von allen Seiten von Gottes Hand wie am Zügel gehalten; er kann deshalb gegen uns gar keine Übeltat beschlie­ßen, noch das Geplante ins Werk setzen, noch mit äußerster Anstrengung auch nur einen Finger rühren, um es durchzuführen, sofern Gott es nicht erlaubt, ja soweit er es ihm nicht aufgetragen hat; er liegt ja in seinen Banden gefesselt, wird mit dem Zaum gezwungen, ihm Gehorsam zu leisten! Denn wie es bei dem Herrn steht, der Wut der Feinde Waffen zu geben, sie zu wenden und zu lenken, wohin er will, so setzt er auch Maß und Ziel, damit sie nicht nach ihrer Lust ungebändigt losbrechen! Auf dieser Gewissheit beruht es, wenn Paulus von einer Reise an der einen Stelle sagt, sie sei vom Satan verhindert worden, und an der anderen, sie sei von Gottes Zulassung abhängig (1. Thess. 2,18; 1. Kor. 16,7). Hätte er bloß geschrie­ben, das Hindernis sei vom Satan gewesen, so hätte er scheinbar dem Satan zuviel Macht beigemessen, als ob es gar in dessen Hand stünde, Gottes Pläne zunichte zu machen; nun aber stellt er fest, daß Gott der Herrscher ist, von dessen Zulassung alle Wege abhängen, und zeigt damit: der Satan kann nur auf seinen Wink etwas erreichen, was er auch ins Werk setzen mag! Ebenso denkt David, wenn er sich an­gesichts der vielerlei Wechselfälle, von denen das Menschenleben immerzu gewendet und wie ein Rad gedreht wird, sich auf diese Zuflucht zurückzieht: „Meine Zeiten stehn in deinen Händen“ (Ps. 31,16). Er konnte gewiss auch „Lebenslauf“ sagen oder „Zeit“ in der Einzahl setzen; aber mit dem Ausdruck „Zeiten“ wollte er zeigen, daß, wie unbeständig auch die Lage des Menschen sei, aller Wechsel, der vorkommen mag, doch von Gott her gelenkt wird. Deshalb werden auch Rezin und der König von Israel, die mit ihren zur Vernichtung Judas verbundenen Streitkräften wie bren­nende Fackeln erschienen, das Land zu verderben und zu verzehren, von dem Propheten rauchende Feuerbrände genannt, die bloß ein wenig Rauch ausstoßen können (Jes. 7,4). So wird gar der Pharao, der doch durch Macht, Stärke und Heeres­größe allen furchtbar war, mit einem Meerungeheuer und sein Heer mit Fischen verglichen (Ez. 29,4). Und Gott kündigt an, er werde den Anführer und das Heer mit der Angel fangen und es ziehen, wohin er wolle. Kurzum, ich will mich nicht länger damit aufhalten; man kann es leicht durchschauen, wenn man es betrachtet: das schlimmste Elend ist es, die Vorsehung nicht zu kennen, das höchste Glück aber, von ihr Kunde zu haben.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  die göttliche Vorsehung befreit uns von Furcht und Angst und gibt uns Trost und Zuversicht   die Vorsehung lehrt uns, dass selbst der Teufel und seine Engel sich Gottes Macht nicht entziehen können (Beispiele in der Bibel) </itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	die göttliche Vorsehung befreit uns von Furcht und Angst und gibt uns Trost und Zuversicht
	die Vorsehung lehrt uns, dass selbst der Teufel und seine Engel sich Gottes Macht nicht entziehen können (Beispiele in der Bibel)
	Unwissenheit der Vorsehung ist der Gipfel des Elendes; die Kenntnis der Vorsehung ist die höchste Seligkeit

Text

Aber sobald das Licht der göttlichen Vorsehung einem frommen Menschen auf­geht, wird er nicht nur von jener furchtbarsten Not und Furcht, die ihn zuvor drückte, sondern von aller Sorge befreit und erlöst. Denn wie er mit Recht vor dem „Zufall“ Schauder empfindet, so wagt er sich nun Gott in Gewissheit anzuver­trauen. Das ist eben, sage ich, der Trost, daß er erkennt: der himmlische Vater hält mit seiner Macht alles zusammen, regiert alles mit seinem Befehl und Wink, ordnet alles mit seiner Weisheit, so daß nichts vorfällt ohne seine Bestimmung. Das ist der Trost, daß der Glaubende, seinem Schutz übergeben, der Fürsorge der Engel an­vertraut, nun weiß: kein Schaden von Wasser, Feuer oder Schwert kann ihn an­tasten, als nur soweit es Gott, der im Regimente sitzt, gefallen hat, ihnen Raum zu geben. So singt doch der Psalm: „Er errettet dich vom Strick des Jägers und von der schädlichen Pestilenz. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zu­versicht wird sein unter seinen Flügeln; seine Wahrheit ist Schirm und Schild, daß du nicht erschrecken mögest vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Ta­ges fliegen, vor der Pestilenz, die im Finsteren schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt“ (Ps. 91,3ff.). Daher haben die Heiligen solche frohlockende Zu­versicht: „Der Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht, was können mir Men­schen tun? Der Herr ist mein Helfer, warum sollte ich zittern? Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, wenn ich auch mitten im Schatten des Todes wandle, so will ich doch nicht aufhören, zu hoffen“ (Ps. 118,6; 27,3; 56,5 u.a. St.). Woher haben sie, frage ich, diese unerschütterliche Gewissheit? Daher, daß sie, wo doch dem An­schein nach die Welt vom Zufall bewegt wird, doch wissen, daß der Herr überall am Werk ist, und zuversichtlich glauben, sein Werk werde ihnen heilsam sein! Wird ihr Heil vom Teufel oder von verruchten Menschen bedroht, so mußten sie sogleich zusammensinken, wenn nicht die Erinnerung und der Gedanke an die Vorsehung sie aufrechterhielte. Aber gewaltigen Trost empfangen sie, wenn sie daran denken: der Teufel mit der ganzen Rotte der Gottlosen wird ja von allen Seiten von Gottes Hand wie am Zügel gehalten; er kann deshalb gegen uns gar keine Übeltat beschlie­ßen, noch das Geplante ins Werk setzen, noch mit äußerster Anstrengung auch nur einen Finger rühren, um es durchzuführen, sofern Gott es nicht erlaubt, ja soweit er es ihm nicht aufgetragen hat; er liegt ja in seinen Banden gefesselt, wird mit dem Zaum gezwungen, ihm Gehorsam zu leisten! Denn wie es bei dem Herrn steht, der Wut der Feinde Waffen zu geben, sie zu wenden und zu lenken, wohin er will, so setzt er auch Maß und Ziel, damit sie nicht nach ihrer Lust ungebändigt losbrechen! Auf dieser Gewissheit beruht es, wenn Paulus von einer Reise an der einen Stelle sagt, sie sei vom Satan verhindert worden, und an der anderen, sie sei von Gottes Zulassung abhängig (1. Thess. 2,18; 1. Kor. 16,7). Hätte er bloß geschrie­ben, das Hindernis sei vom Satan gewesen, so hätte er scheinbar dem Satan zuviel Macht beigemessen, als ob es gar in dessen Hand stünde, Gottes Pläne zunichte zu machen; nun aber stellt er fest, daß Gott der Herrscher ist, von dessen Zulassung alle Wege abhängen, und zeigt damit: der Satan kann nur auf seinen Wink etwas erreichen, was er auch ins Werk setzen mag! Ebenso denkt David, wenn er sich an­gesichts der vielerlei Wechselfälle, von denen das Menschenleben immerzu gewendet und wie ein Rad gedreht wird, sich auf diese Zuflucht zurückzieht: „Meine Zeiten stehn in deinen Händen“ (Ps. 31,16).</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<item>
		<title>Ohne die Gewissheit um Gottes Vorsehung wäre das Leben unerträglich (Institutio 1-17-10)</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 00:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 17]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung die Gefahr von unzähligen Missgeschicken begegnet uns an allen Ecken, selbst wenn sie nur sehr selten sind, oder wenigstens nicht für alle oder zur gleichen Zeit was für ein armseliges Leben des Bangens müssten wir ertragen, wenn wir vom blinden Schicksal hin und her geworfen würden. Text Hier aber bewährt sich das unbeschreibliche Glück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>die Gefahr von unzähligen Missgeschicken begegnet uns an allen Ecken, selbst wenn sie nur sehr selten sind, oder wenigstens nicht für alle oder zur gleichen Zeit</li>
<li>was für ein armseliges Leben des Bangens müssten wir ertragen, wenn wir vom blinden Schicksal hin und her geworfen würden.</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Hier aber bewährt sich das unbeschreibliche Glück eines frommen Herzens. Un­zählig sind die Übel, die unser menschliches Leben belagern, stets lauert in ihnen der Tod. Wir brauchen nicht über uns hinauszugehen: unser Leib ist ein Nest von tau­send Krankheiten, und wie viel Krankheitsursachen trägt und nährt er in sich! Der Mensch kann sich nicht regen, ohne in vielerlei Gestalt sein Verderben in sich zu tra­gen, und er führt sein Leben sozusagen stets verwoben mit dem Tod! Wie soll man es anders ausdrücken &#8211; wo er doch ohne Gefahr weder Frost noch Schweiß erträgt? Und wohin man sich auch wendet: alles, was uns umgibt, ist nicht nur von zweifel­hafter Zuverlässigkeit, sondern steht uns schier mit offener Drohung gegenüber und scheint uns des Todes Nähe anzukündigen. Steige in ein Schiff &#8211; und du bist nur einen Schritt vom Tode! Setze dich zu Pferd &#8211; am Straucheln eines Fußes hängt dein Leben! Gehe durch die Straßen der Stadt &#8211; soviel Ziegel auf den Dächern sind, soviel Gefahren bist du ausgesetzt! Ist eine Waffe in deiner oder deines Freundes Hand &#8211; der Schade lauert auf dich! Wie viel wilde Tiere du siehst &#8211; sie sind gerüstet, dich zu verderben! Und wenn du dich auch in einen ummauerten Gar­ten einschließen willst, wo nichts als Lieblichkeit dir erscheint &#8211; auch da lauert zu­weilen eine Schlange! Immerzu ist dein Haus der Feuersbrunst ausgesetzt, alle Tage kann es dich arm machen, alle Nächte kann es dich erschlagen! Der Acker ist in Ge­fahr vor Hagel, Reif, Dürre und anderem Unwetter &#8211; und das bedeutet für dich Mißwachs und Hunger! Ich übergehe Vergiftungen, Heimtücke, Räuberei, offene Gewalt, die uns im eigenen Haus oder auch draußen nachstellen! Müsste nicht unter solchen Ängsten der Mensch ganz elend sein, der sein Lebtag halbtot ist und seinen geängstigten und matten Geist ärmlich und kränklich erhält, als ob immerzu über sei­nem Nacken ein Schwert hinge? Du magst sagen, das alles geschehe immerhin selten oder wenigstens doch nicht immer und nicht allen Leuten, außerdem doch niemals alles zusammen. Das gebe ich zu; aber das Beispiel anderer lehrt uns, daß es auch uns zustoßen kann, und unser Leben macht nicht mehr als das ihrige eine Aus­nahme; deshalb müssen auch wir notwendig Furcht und Schrecken empfinden, es könnte auch uns begegnen! Was ist aber unseliger als solches Zagen? Außerdem würde es doch nicht ohne Verachtung Gottes abgehen, wenn man sagen wollte, er habe den Menschen, das edelste seiner Geschöpfe, den blinden und zufälligen Stößen des Schicksals ausgesetzt! Aber ich wollte ja hier bloß vom Elend des Menschen re­den, wie er es empfinden müßte, wenn er der Herrschaft des Zufalls unterworfen wäre.</p>
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		<itunes:summary>Zusammenfassung

	die Gefahr von unzähligen Missgeschicken begegnet uns an allen Ecken, selbst wenn sie nur sehr selten sind, oder wenigstens nicht für alle oder zur gleichen Zeit
	was für ein armseliges Leben des Bangens müssten wir ertragen, wenn wir vom blinden Schicksal hin und her geworfen würden.

Text

Hier aber bewährt sich das unbeschreibliche Glück eines frommen Herzens. Un­zählig sind die Übel, die unser menschliches Leben belagern, stets lauert in ihnen der Tod. Wir brauchen nicht über uns hinauszugehen: unser Leib ist ein Nest von tau­send Krankheiten, und wie viel Krankheitsursachen trägt und nährt er in sich! Der Mensch kann sich nicht regen, ohne in vielerlei Gestalt sein Verderben in sich zu tra­gen, und er führt sein Leben sozusagen stets verwoben mit dem Tod! Wie soll man es anders ausdrücken - wo er doch ohne Gefahr weder Frost noch Schweiß erträgt? Und wohin man sich auch wendet: alles, was uns umgibt, ist nicht nur von zweifel­hafter Zuverlässigkeit, sondern steht uns schier mit offener Drohung gegenüber und scheint uns des Todes Nähe anzukündigen. Steige in ein Schiff - und du bist nur einen Schritt vom Tode! Setze dich zu Pferd - am Straucheln eines Fußes hängt dein Leben! Gehe durch die Straßen der Stadt - soviel Ziegel auf den Dächern sind, soviel Gefahren bist du ausgesetzt! Ist eine Waffe in deiner oder deines Freundes Hand - der Schade lauert auf dich! Wie viel wilde Tiere du siehst - sie sind gerüstet, dich zu verderben! Und wenn du dich auch in einen ummauerten Gar­ten einschließen willst, wo nichts als Lieblichkeit dir erscheint - auch da lauert zu­weilen eine Schlange! Immerzu ist dein Haus der Feuersbrunst ausgesetzt, alle Tage kann es dich arm machen, alle Nächte kann es dich erschlagen! Der Acker ist in Ge­fahr vor Hagel, Reif, Dürre und anderem Unwetter - und das bedeutet für dich Mißwachs und Hunger! Ich übergehe Vergiftungen, Heimtücke, Räuberei, offene Gewalt, die uns im eigenen Haus oder auch draußen nachstellen! Müsste nicht unter solchen Ängsten der Mensch ganz elend sein, der sein Lebtag halbtot ist und seinen geängstigten und matten Geist ärmlich und kränklich erhält, als ob immerzu über sei­nem Nacken ein Schwert hinge? Du magst sagen, das alles geschehe immerhin selten oder wenigstens doch nicht immer und nicht allen Leuten, außerdem doch niemals alles zusammen. Das gebe ich zu; aber das Beispiel anderer lehrt uns, daß es auch uns zustoßen kann, und unser Leben macht nicht mehr als das ihrige eine Aus­nahme; deshalb müssen auch wir notwendig Furcht und Schrecken empfinden, es könnte auch uns begegnen! Was ist aber unseliger als solches Zagen? Außerdem würde es doch nicht ohne Verachtung Gottes abgehen, wenn man sagen wollte, er habe den Menschen, das edelste seiner Geschöpfe, den blinden und zufälligen Stößen des Schicksals ausgesetzt! Aber ich wollte ja hier bloß vom Elend des Menschen re­den, wie er es empfinden müßte, wenn er der Herrschaft des Zufalls unterworfen wäre.</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Keine Geringschätzung der &#8220;Mittelursachen&#8221; (Institutio 1-17-09)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/keine-geringschatzung-der-mittelursachen-institutio-1-17-09/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 00:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 17]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung in Bezug auf vergangene Ereignisse für Freundlichkeiten sollten wir uns diesen Menschen dankbar zeigen, aber in erster Linie gegenüber Gott, der Quell aller Güte für erlittenen Verlust sollten wir es annehmen, da es Gott so gewollt hat, aber wir müssen es auch uns zuschreiben bei allen Verbrechen sollten wir immer jene beiden Wahrheiten bedenken: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>in Bezug auf vergangene Ereignisse
<ol>
<li>für Freundlichkeiten sollten wir uns diesen Menschen dankbar zeigen, aber in erster Linie gegenüber Gott, der Quell aller Güte</li>
<li>für erlittenen Verlust sollten wir es annehmen, da es Gott so gewollt hat, aber wir müssen es auch uns zuschreiben</li>
<li>bei allen Verbrechen sollten wir immer jene beiden Wahrheiten bedenken: Gottes Gerechtigkeit und die Sündhaftigkeit des Menschen</li>
</ol>
</li>
<li>in Bezug auf künftige Ereignisse
<ol>
<li>wir sollten uns die menschlichen Hilfsmittel zunutze machen, aber uns der rechtmässigen Mittel der göttlichen Vorsehung bedienen, die er uns anbietet</li>
<li>wir sollten nach dem eifern, was uns als nützlich erscheint, aber uns letztendlich auf Gottes Weisheit als Führer und nicht auf andere Hilfen verlassen</li>
</ol>
</li>
<li>wir sind daher fähig, alle Hast und Vermessenheit abzulegen und fortwährend zu Gott zurufen</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Unterdessen wird aber der Fromme die untergeordneten Ursachen (causas inferiores) nicht außer acht lassen. Er wird nicht etwa aus der Einsicht, daß die, welche ihm wohl tun, ja Diener der Güte Gottes sind, den Schluss ziehen, er könne sie (mit Undank) übergehen, als ob sie für ihre Freundlichkeit (humanitas) keinen Dank verdient hätten, sondern er wird sich ihnen von Herzen verpflichtet fühlen, sich gerne als den Beschenkten bekennen und ihnen nach Fähigkeit den Dank auch durch die Tat abzustatten sich bemühen. Kurz, er wird gewiss Gott als den vornehmsten Urheber beim Empfang guter Gaben loben und preisen, aber er wird die Menschen eben als seine Diener ehren und wird, wie es doch tatsächlich der Fall ist, einsehen, daß er durch Gottes Willen denen zu Dank verpflichtet ist, durch deren Hand Gott sich hat wohltätig erweisen wollen! Hat er aus Nachlässigkeit oder Unvorsichtigkeit ei­nen Schaden erlitten, so wird er zwar feststellen, daß dies aus Gottes Willen ihm zugestoßen sei, aber er wird es doch auch sich selbst zuschreiben! Ist einer an einer Krankheit gestorben, welchen er zu pflegen verpflichtet war, aber nachlässig behan­delt hat, so wird er zwar durchaus wissen, daß der Betreffende zu dem Ende gekom­men sei, dem er nicht entgehen konnte, aber er wird doch darüber seine Sünde nicht gering achten; im Gegenteil: er hat gegen jenen Menschen sein Amt nicht treu er­füllt und wird deshalb die Sache so ansehen, als ob er durch Schuld seiner Nach­lässigkeit gestorben wäre. Noch viel weniger wird er bei einem Mord oder Dieb­stahl die dabei wirksame Verruchtheit und Bosheit seines Herzens mit dem Vorwand göttlicher Vorsehung entschuldigen; er wird vielmehr in der gleichen Tat Gottes Gerechtigkeit und des Menschen Bosheit, wie sie sich beide offenba­ren, in ihrer Verschiedenheit betrachten. Und ganz besonders wird er hin­sichtlich der Zukunft auf dergleichen untergeordnete Ursachen Acht haben. Denn er soll es zu den Segnungen des Herrn rechnen, wenn es ihm nicht an menschlicher Hilfe fehlt, die er zu seinem Wohlergehen in Anspruch nehmen kann. Aus dem Grunde wird er nicht ablassen, Rat zu suchen, wird auch nicht träge werden, die Hilfe solcher Menschen anzurufen, die ihn wohl unterstützen können; nein, er wird bedenken, daß ihm alle Geschöpfe, die ihm hilfreich sein können, von dem Herrn an die Hand ge­geben werden, und deshalb wird er diese als rechte Werkzeuge der göttlichen Vor­sehung zu seinem Besten gebrauchen. Und obwohl er unsicher ist, welchen Erfolg seine Unternehmungen haben werden &#8211; abgesehen davon, daß er weiß: der Herr wird in allem sein Bestes im Auge haben! -, wird er doch mit Eifer das erstreben, was ihm nützlich erscheint, soweit er es durch Verstand und Nachdenken schaffen kann. Und doch wird er bei seinen Entschlüssen nicht dem eigenen Sinn verfallen sein, sondern sich der Weisheit Gottes anbefehlen und sich durch seine Führung zum rech­ten Ziel leiten lassen. Auch wird er sein Vertrauen nicht dermaßen an die äußeren Hilfen hängen, daß er in ihnen sicher ruht, wenn sie vorhanden sind, aber alsbald wie ein Verlorener erzittert, wenn sie fehlen. Er wird eben sein Herz stets auf Gottes Vorsehung allein richten und sich vom festen Blick auf sie nicht durch die Betrachtung der jeweiligen Lage abbringen lassen. So wusste auch Joab sehr wohl, daß der Ausgang der Schlacht in Gottes Hand und Willen stehe; aber er ergab sich darüber doch nicht der Untätigkeit, sondern führte mit Fleiß aus, was seines Amtes war, überließ indessen dem Herrn den Ausgang: „Lasset uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes; der Herr aber tue, was in seinen Augen gut ist“ (2. Sam. 10,12). Wenn wir so denken, werden wir uns von allem Vorwitz, allem falschen Vertrauen auf uns selbst und jede andere Kreatur fernhalten und uns immerfort zur Anrufung Gottes getrieben sehen. In dieser Denkweise wird aber auch unser Herz in guter Zuversicht gestärkt werden, so daß wir ohne Zaudern auf alle Gefahren, die uns auch umgeben mögen, mutig und tapfer herunterblicken.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  in Bezug auf vergangene Ereignisse  für Freundlichkeiten sollten wir uns diesen Menschen dankbar zeigen, aber in erster Linie gegenüber Gott, der Quell aller Güte   für erlittenen Verlust sollten wir es annehmen,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	in Bezug auf vergangene Ereignisse

	für Freundlichkeiten sollten wir uns diesen Menschen dankbar zeigen, aber in erster Linie gegenüber Gott, der Quell aller Güte
	für erlittenen Verlust sollten wir es annehmen, da es Gott so gewollt hat, aber wir müssen es auch uns zuschreiben
	bei allen Verbrechen sollten wir immer jene beiden Wahrheiten bedenken: Gottes Gerechtigkeit und die Sündhaftigkeit des Menschen


	in Bezug auf künftige Ereignisse

	wir sollten uns die menschlichen Hilfsmittel zunutze machen, aber uns der rechtmässigen Mittel der göttlichen Vorsehung bedienen, die er uns anbietet
	wir sollten nach dem eifern, was uns als nützlich erscheint, aber uns letztendlich auf Gottes Weisheit als Führer und nicht auf andere Hilfen verlassen


	wir sind daher fähig, alle Hast und Vermessenheit abzulegen und fortwährend zu Gott zurufen

Text

Unterdessen wird aber der Fromme die untergeordneten Ursachen (causas inferiores) nicht außer acht lassen. Er wird nicht etwa aus der Einsicht, daß die, welche ihm wohl tun, ja Diener der Güte Gottes sind, den Schluss ziehen, er könne sie (mit Undank) übergehen, als ob sie für ihre Freundlichkeit (humanitas) keinen Dank verdient hätten, sondern er wird sich ihnen von Herzen verpflichtet fühlen, sich gerne als den Beschenkten bekennen und ihnen nach Fähigkeit den Dank auch durch die Tat abzustatten sich bemühen. Kurz, er wird gewiss Gott als den vornehmsten Urheber beim Empfang guter Gaben loben und preisen, aber er wird die Menschen eben als seine Diener ehren und wird, wie es doch tatsächlich der Fall ist, einsehen, daß er durch Gottes Willen denen zu Dank verpflichtet ist, durch deren Hand Gott sich hat wohltätig erweisen wollen! Hat er aus Nachlässigkeit oder Unvorsichtigkeit ei­nen Schaden erlitten, so wird er zwar feststellen, daß dies aus Gottes Willen ihm zugestoßen sei, aber er wird es doch auch sich selbst zuschreiben! Ist einer an einer Krankheit gestorben, welchen er zu pflegen verpflichtet war, aber nachlässig behan­delt hat, so wird er zwar durchaus wissen, daß der Betreffende zu dem Ende gekom­men sei, dem er nicht entgehen konnte, aber er wird doch darüber seine Sünde nicht gering achten; im Gegenteil: er hat gegen jenen Menschen sein Amt nicht treu er­füllt und wird deshalb die Sache so ansehen, als ob er durch Schuld seiner Nach­lässigkeit gestorben wäre. Noch viel weniger wird er bei einem Mord oder Dieb­stahl die dabei wirksame Verruchtheit und Bosheit seines Herzens mit dem Vorwand göttlicher Vorsehung entschuldigen; er wird vielmehr in der gleichen Tat Gottes Gerechtigkeit und des Menschen Bosheit, wie sie sich beide offenba­ren, in ihrer Verschiedenheit betrachten. Und ganz besonders wird er hin­sichtlich der Zukunft auf dergleichen untergeordnete Ursachen Acht haben. Denn er soll es zu den Segnungen des Herrn rechnen, wenn es ihm nicht an menschlicher Hilfe fehlt, die er zu seinem Wohlergehen in Anspruch nehmen kann. Aus dem Grunde wird er nicht ablassen, Rat zu suchen, wird auch nicht träge werden, die Hilfe solcher Menschen anzurufen, die ihn wohl unterstützen können; nein, er wird bedenken, daß ihm alle Geschöpfe, die ihm hilfreich sein können, von dem Herrn an die Hand ge­geben werden, und deshalb wird er diese als rechte Werkzeuge der göttlichen Vor­sehung zu seinem Besten gebrauchen. Und obwohl er unsicher ist, welchen Erfolg seine Unternehmungen haben werden - abgesehen davon, daß er weiß: der Herr wird in allem sein Bestes im Auge haben! -, wird er doch mit Eifer das erstreben, was ihm nützlich erscheint, soweit er es durch Verstand und Nachdenken schaffen kann. Und doch wird er bei seinen Entschlüssen nicht dem eigenen Sinn verfallen sein, sondern sich der Weisheit Gottes anbefehlen und sich durch seine Führung zum rech­ten Ziel leiten lassen. Auch wird er sein Vertrauen nicht dermaßen an die äußeren Hilfen hängen, daß er in ihnen sicher ruht, wenn sie vorhanden sind, aber alsbald wie ein Verlorener erzittert,</itunes:summary>
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		<item>
		<title>Die Gewissheit um Gottes Vorsehung hilft uns in allen Widerwärtigkeiten (Institutio 1-17-08)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/die-gewissheit-um-gottes-vorsehung-hilft-uns-in-allen-widerwartigkeiten-institutio-1-17-08/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 00:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 17]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung in Anfechtung, lasst uns Gott in unseren Herzen loben und wir erhalten Geduld und Frieden im Herzen wie zahllose Bespiele in der Heiligen Schrift lehren, sollen wir uns daran erinnern: &#8220;Der Herr hat es gewollt, deshalb muss ich es tragen, nicht nur, weil ich nicht widerstreben soll, sondern auch weil er ja nichts will, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>in Anfechtung, lasst uns Gott in unseren Herzen loben und wir erhalten Geduld und Frieden im Herzen</li>
<li>wie zahllose Bespiele in der Heiligen Schrift lehren, sollen wir uns daran erinnern: &#8220;Der Herr hat es gewollt, deshalb muss ich es tragen, nicht nur, weil ich nicht widerstreben soll, sondern auch weil er ja nichts will, als was recht und heilsam ist!&#8221;
<ol>
<li>dies gilt auch für Ungerechtigkeiten von Mitmenschen</li>
<li>und für Missgeschicke, die ohne menschliches Tun geschehen</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Trifft einen solchen Menschen etwas Widerwärtiges, so wird er auch dann als­bald das Herz zu Gott erheben; denn seine Hand vermag am besten, uns Geduld und Lindigkeit des Herzens zu verleihen. Wäre Joseph dabei stehen geblieben, die Treulosigkeit seiner Brüder zu bedenken, so hätte er ihnen gegenüber nie mehr eine brüderliche Gesinnung gewinnen können. Aber er schaute auf den Herrn, und da vergaß er das Unrecht und wurde zu Sanftmut und Barmherzigkeit geneigt, so daß er gar aus freien Stücken die Brüder tröstete und sagte: „Nicht ihr habt mich nach Ägypten verkauft, sondern Gottes Wille hat mich vor euch hergesandt, damit ich euch das Leben erhielte!“ (Gen. 45,7ff.; summarisch). „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, Gott aber gedachte es gut zu machen!“ (Gen. 50,20). Hätte Hiob die Chaldäer angesehen, die ihn quälten, so wäre er sofort zur Rache entflammt wor­den. Aber er erkennt doch (in dem Geschehen) des Herrn Werk, und da kann er sich mit dem herrlichen Satz trösten: „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genom­men, der Name des Herrn sei gelobt!“ (Hiob 1,21). Hätte David, als ihn Simei mit Schmähungen und Steinwürfen angriff, seine Augen auf den Menschen ge­richtet, so hätte er die Seinen aufgefordert, für das (ihm geschehene) Unrecht Rache zu nehmen; aber weil er einsah, daß dieser nicht ohne des Herrn bewegende Kraft handelte, darum besänftigte er sie vielmehr und sagte: „Laßt ihn, denn der Herr hat’s ihn geheißen: fluche David!“ (2. Sam. 16,10). Mit dem gleichen Zügel bän­digt er auch an anderer Stelle seinen unmäßigen Schmerz: „Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun, denn du hast’s getan“ (Ps. 39,10). Es gibt keine kräfti­gere Arznei gegen Zorn und Ungeduld als diese; so hat der gewiss schon viel erreicht, der in diesem Stück Gottes Vorsehung zu betrachten gelernt hat, so daß er sich immer wieder sagen kann: Der Herr hat es gewollt, deshalb muß ich es tragen, nicht nur, weil ich nicht widerstreben soll, sondern auch weil er ja nichts will, als was recht und heilsam ist! Kurz, wenn wir von Menschen unbillig verletzt worden sind, so sollen wir ihre Bosheit nicht weiter beachten, &#8211; sie würde nur unseren Schmerz verschärfen und unser Herz zur Rache anreizen! &#8211; sondern uns zu Gott erheben und lernen, aufs gewisseste daran festzuhalten: was der Feind uns in seiner Bosheit zu­gefügt hat. das hat Gott in gerechter Fügung zugelassen, ja geschickt! Paulus er­innert uns, um uns von der Wiedervergeltung des Bösen abzuschrecken, mit Recht daran, daß wir „nicht mit Fleisch und Blut“ zu kämpfen haben, sondern mit dem geistlichen Feinde, dem Teufel; gegen den sollen wir uns zum Kampfe rüsten! (Eph. 6,12). Das aber ist die beste Ermahnung zum Dämpfen aller aufwallenden Rachsucht: daß Gott selbst den Teufel wie auch alle Gottlosen zum Kampfe rüstet und wie ein Kampfrichter thront, um uns in der Geduld zu üben!</p>
<p lang="de-CH">Treffen uns ohne Zutun von Menschen Unglück und Elend, die uns drücken, so sollen wir an die Lehre des Gesetzes gedenken: alles Heilsame fließt aus der Quelle des Segens Gottes, alles Widerwärtige ist sein Fluch (Dtn. 28,20ff.), und es soll uns jene furchtbare Ankündigung schrecken: „Werdet ihr von ungefähr mir ‘zuwider wandeln’, so werde auch ich von ungefähr euch zuwider wandeln’!“ (Lev. 26,15ff., besonders V. 24). Mit diesen Worten wird unsere Trägheit gestraft, wenn wir nach gemeiner Fleischesart alles für zufällig halten, was uns Gutes oder Böses begegnet, und uns weder von Gottes Wohltaten zu seiner Verehrung ermuntern, noch durch seine Schläge zur Buße leiten lassen. Aus diesem Grunde schalten ja auch Jeremia und Amos so bitterlich mit den Juden, weil diese meinten, Gutes wie Böses ge­schehe ohne Anordnung Gottes (Klgl. 3,38; Amos 3,6). Darauf bezieht sich auch das Wort des Jesaja: „Ich bin der Gott, der das Licht macht und die Finsternis schafft, ich gebe Frieden und schaffe das Übel, ich bin der Herr, der solches alles tut“ (Jes. 45,7).</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  in Anfechtung, lasst uns Gott in unseren Herzen loben und wir erhalten Geduld und Frieden im Herzen   wie zahllose Bespiele in der Heiligen Schrift lehren, sollen wir uns daran erinnern: &quot;Der Herr hat es gewollt,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	in Anfechtung, lasst uns Gott in unseren Herzen loben und wir erhalten Geduld und Frieden im Herzen
	wie zahllose Bespiele in der Heiligen Schrift lehren, sollen wir uns daran erinnern: &quot;Der Herr hat es gewollt, deshalb muss ich es...</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Gottes Vorsehung im Wohlstand (Institutio 1-17-07)</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 00:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 17]]></category>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung das Zeugnis der Bibel zeigt, dass alle Menschen, gut oder böse, unter Gottes Herrschaft sind; seine Fürsorge besteht darin, für das Wohl und Sicherheit aller Geschöpfe zu sorgen. der Nutzen, welche wir von dieser Kenntnis ziehen: Dankbarkeit im Wohlstand (Sekt. 7) Geduld in Anfechtung (Sekt. 8) Freiheit von Sorge über die Zukunft (Sekt. 10 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>das Zeugnis der Bibel zeigt, dass alle Menschen, gut oder böse, unter Gottes Herrschaft sind; seine Fürsorge besteht darin, für das Wohl und Sicherheit aller Geschöpfe zu sorgen.</li>
<li>der Nutzen, welche wir von dieser Kenntnis ziehen:
<ol>
<li>Dankbarkeit im Wohlstand (Sekt. 7)</li>
<li>Geduld in Anfechtung (Sekt. 8)</li>
<li>Freiheit von Sorge über die Zukunft (Sekt. 10 bis 11)</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Durch solche Verheißungen und Beispiele gestärkt, wird der Diener Gottes auch der Zeugnisse gedenken, welche lehren, daß unter Gottes Macht alle Menschen stehen, ob nun ihr Herz uns günstig gestimmt werden soll oder ihre Bosheit in Schranken gebracht werden muß, damit sie nicht Schaden tue. Denn es ist der Herr, der uns Gnade gibt, nicht nur bei denen, die uns wohlgesinnt sind, sondern auch „in den Au­gen der Ägypter“ (Ex. 3,21); die Frechheit unserer Feinde aber weiß er auf mancher­lei Weise zu brechen. Zuweilen nimmt er ihnen den Verstand, damit sie nichts Kluges und Besonnenes unternehmen können. So sendet er den Satan, um zur Täuschung des Ahab den Mund aller Propheten mit Lüge zu erfüllen (1. Kön. 22,22). Oder er führt den Rehabeam durch den Rat der Jungen in die Irre, damit er durch seine Torheit der Herrschaft verlustig ginge (1. Kön. 12,10.15). Manchmal läßt er ihnen den Verstand, versetzt sie aber derart in Schrecken und Betäubung, daß sie nicht mehr wollen oder vollbringen, was sie sich vorgenommen haben. Mitunter auch ge­stattet er ihnen zu versuchen, was ihnen Lust und Wut eingegeben haben, und hemmt dann doch zur rechten Zeit ihr Ungestüm, läßt sie nicht zum Ziele führen, was sie ge­plant! So machte er den Rat des Ahitophel, der dem David hätte verderblich werden können, vor der Zeit zunichte (2. Sam. 17,7.14). So ist es seine Sorge, alle Ge­schöpfe den Seinen zugut und zum Heil zu leiten, und wir sehen, wie selbst der Teu­fel ohne seine Erlaubnis (permissio) oder Anordnung nicht wagte, den Hiob zu ver­suchen (Hiob 1,12).</p>
<p lang="de-CH">Wer das erkennt, bei dem wird sich notwendig herzliche Dankbarkeit bei glück­lichem Erfolg, Geduld im Leiden und eine unglaubliche Gewissheit für die Zukunft einstellen. Er wird alles, was glücklich und nach seines Herzens Wunsch ihm gelingt, Gott allein zuschreiben, ob er nun seine Wohltätigkeit durch den Dienst von Men­schen erfahren hat oder ob ihm von den leblosen Geschöpfen Hilfe zuteil wurde. Er wird sich in seinem Herzen sagen: Es ist gewiss der Herr, der mir ihre Seele zuge­neigt und sie mir zugeführt hat, damit sie an mir zu Werkzeugen seiner Freund­lichkeit würden! Er wird bei reicher Ernte denken: der Herr ist es, der den Himmel „erhört“ hat, damit der Himmel die Erde „erhöre“ und diese wieder ihre Spröss­linge (vgl. Hos. 2,23ff.). So wird er auch in anderen Dingen nicht zweifeln, daß alles nur durch des Herrn Segen gedeiht &#8211; und, durch soviel Ursachen ermuntert, wird er nicht undankbar sein können!</p>
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	das Zeugnis der Bibel zeigt, dass alle Menschen, gut oder böse, unter Gottes Herrschaft sind; seine Fürsorge besteht darin, für das Wohl und Sicherheit aller Geschöpfe zu sorgen.
	der Nutzen, welche wir von dieser Kenntnis ziehen:

	Dankbarkeit im Wohlstand (Sekt. 7)
	Geduld in Anfechtung (Sekt. 8)
	Freiheit von Sorge über die Zukunft (Sekt. 10 bis 11)



Text
Durch solche Verheißungen und Beispiele gestärkt, wird der Diener Gottes auch der Zeugnisse gedenken, welche lehren, daß unter Gottes Macht alle Menschen stehen, ob nun ihr Herz uns günstig gestimmt werden soll oder ihre Bosheit in Schranken gebracht werden muß, damit sie nicht Schaden tue. Denn es ist der Herr, der uns Gnade gibt, nicht nur bei denen, die uns wohlgesinnt sind, sondern auch „in den Au­gen der Ägypter“ (Ex. 3,21); die Frechheit unserer Feinde aber weiß er auf mancher­lei Weise zu brechen. Zuweilen nimmt er ihnen den Verstand, damit sie nichts Kluges und Besonnenes unternehmen können. So sendet er den Satan, um zur Täuschung des Ahab den Mund aller Propheten mit Lüge zu erfüllen (1. Kön. 22,22). Oder er führt den Rehabeam durch den Rat der Jungen in die Irre, damit er durch seine Torheit der Herrschaft verlustig ginge (1. Kön. 12,10.15). Manchmal läßt er ihnen den Verstand, versetzt sie aber derart in Schrecken und Betäubung, daß sie nicht mehr wollen oder vollbringen, was sie sich vorgenommen haben. Mitunter auch ge­stattet er ihnen zu versuchen, was ihnen Lust und Wut eingegeben haben, und hemmt dann doch zur rechten Zeit ihr Ungestüm, läßt sie nicht zum Ziele führen, was sie ge­plant! So machte er den Rat des Ahitophel, der dem David hätte verderblich werden können, vor der Zeit zunichte (2. Sam. 17,7.14). So ist es seine Sorge, alle Ge­schöpfe den Seinen zugut und zum Heil zu leiten, und wir sehen, wie selbst der Teu­fel ohne seine Erlaubnis (permissio) oder Anordnung nicht wagte, den Hiob zu ver­suchen (Hiob 1,12).
Wer das erkennt, bei dem wird sich notwendig herzliche Dankbarkeit bei glück­lichem Erfolg, Geduld im Leiden und eine unglaubliche Gewissheit für die Zukunft einstellen. Er wird alles, was glücklich und nach seines Herzens Wunsch ihm gelingt, Gott allein zuschreiben, ob er nun seine Wohltätigkeit durch den Dienst von Men­schen erfahren hat oder ob ihm von den leblosen Geschöpfen Hilfe zuteil wurde. Er wird sich in seinem Herzen sagen: Es ist gewiss der Herr, der mir ihre Seele zuge­neigt und sie mir zugeführt hat, damit sie an mir zu Werkzeugen seiner Freund­lichkeit würden! Er wird bei reicher Ernte denken: der Herr ist es, der den Himmel „erhört“ hat, damit der Himmel die Erde „erhöre“ und diese wieder ihre Spröss­linge (vgl. Hos. 2,23ff.). So wird er auch in anderen Dingen nicht zweifeln, daß alles nur durch des Herrn Segen gedeiht - und, durch soviel Ursachen ermuntert, wird er nicht undankbar sein können!</itunes:summary>
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		<title>Gottes Vorsehung als Trost der Gläubigen (Institutio 1-17-06)</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 00:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung das Nachdenken über Gottes Vorsehung ist ein rechtes und trostreiches Gegenmittel gegen die oben-erwähnten Vorwürfe das Zeugnis der Bibel von Gottes besonderer (nicht verallgemeinert) Fürsorge für alle seine Geschöpfe, besonders für den Menschen und in einer einzigartigen Weise, für seine Kirche Text Aber dergleichen Lästerungen, ja wahnsinnige Hirngespinste wird eine fromme und heilige Betrachtung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>das Nachdenken über Gottes Vorsehung ist ein rechtes und trostreiches Gegenmittel gegen die oben-erwähnten Vorwürfe</li>
<li>das Zeugnis der Bibel von Gottes besonderer (nicht verallgemeinert) Fürsorge für alle seine Geschöpfe, besonders für den Menschen und in einer einzigartigen Weise, für seine Kirche</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Aber dergleichen Lästerungen, ja wahnsinnige Hirngespinste wird eine fromme und heilige Betrachtung der Vorsehung zunichte machen, wie sie uns die Richt­schnur der Frömmigkeit gebietet: so wird uns daraus die beste und lieblichste Frucht erwachsen! Da der Christ in seinem Herzen die unumstößlich gewisse Überzeugung hat, daß alles aus Gottes Führung, nichts aber aus Zufall geschieht, so wird er auf ihn als die höchste Ursache der Dinge stets die Augen richten, die untergeordneten Gründe (causas inferiores) aber an der ihnen zukommenden Stelle nicht außer acht lassen. Außerdem wird er nicht zweifeln, daß Gottes besondere Vorsehung auf der wacht ist, ihn zu erhalten; sie wird ja nichts geschehen lassen, was ihm nicht zum Guten und zum Heil gereicht! Da er es aber zunächst mit Menschen, dann auch mit den übrigen Geschöpfen zu tun hat, so wird er gewiss sein: beide regiert Gottes Vorsehung! Was die Menschen, seien sie gut oder böse, betrifft, so wird er aner­kennen: ihr Beschließen und Wollen, Versuchen und Vermögen ist in Gottes Hand, und es liegt bei seinem Wohlgefallen, das alles zu wenden, wohin er will, und auch zu hemmen, wenn immer er will!</p>
<p lang="de-CH">Dass Gottes besondere Vorsehung über dem Heil der Gläubigen wacht, bezeugen sehr viele ganz klare Verheißungen: „Wirf dein Anliegen auf den Herrn, der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen“ (Ps. 55,23). „Denn er sorgt für uns!“ (1. Petr. 5,7). „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet, der bleibt unter dem Schutz Gottes, der im Himmel ist“ (Ps. 91,1; nicht Luthertext), „Wer euch antastet, der tastet seinen (Gottes) Augapfel an!“ (Sach. 2,12). „Ich will dein Schild sein (Gen. 15,1), deine eherne Mauer“ (Jes. 26,1; Jer. 1,18). „Ich will feind sein denen, die dir feind sind“ (Jes. 49,25). „Und ob auch eine Mutter ihres Kindleins vergäße, so will ich dich doch nicht vergessen“ (Jes. 49,15). Ist es doch der wichtigste Gesichtspunkt in den Erzählungen der Bibel, zu lehren: der Herr behütet die Wege der Heiligen mit solchem Fleiß, „daß sie ihren Fuß nicht an einen Stein stoßen“ (vgl. Ps. 91,12). Wir haben nun oben (XVI,4) mit Recht die Meinung derer abgelehnt, die bloß an eine „allgemeine“ Vorsehung Gottes den­ken, die sich nicht in besonderer Weise zur Fürsorge für jede einzelne Kreatur herab­lasse. Deshalb ist es erst recht der Mühe wert, diese „besondere“ Fürsorge an uns zu erkennen. So behauptet ja Christus, nicht einmal der geringste Sperling falle zur Erde ohne den Willen des Vaters (Matth. 10,29), und er wendet das sofort so. da wir ja mehr sind als Sperlinge, so sollen wir uns auch um so mehr der beson­deren Fürsorge Gottes versichert halten; er dehnt diese Fürsorge soweit aus, daß wir zuversichtlich glauben sollen, auch die Haare auf unserem Haupte seien alle gezählt (Matth. 10,30). Was sollen wir uns denn noch anders wünschen, wenn doch nicht einmal ein Haar von unserem Haupte fallen kann ohne seinen Willen? Ich rede hier nicht nur (allgemein) vom Menschengeschlecht, sondern weil sich Gott die Kirche zur Wohnung erlesen hat, so erweist er unzweifelhaft in ihrer Leitung seine väterliche Fürsorge durch besondere Zeugnisse.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  das Nachdenken über Gottes Vorsehung ist ein rechtes und trostreiches Gegenmittel gegen die oben-erwähnten Vorwürfe   das Zeugnis der Bibel von Gottes besonderer (nicht verallgemeinert) Fürsorge für alle seine Geschöpfe,</itunes:subtitle>
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	das Nachdenken über Gottes Vorsehung ist ein rechtes und trostreiches Gegenmittel gegen die oben-erwähnten Vorwürfe
	das Zeugnis der Bibel von Gottes besonderer (nicht verallgemeinert) Fürsorge für alle seine Geschöpfe, besonders für den Menschen und in einer einzigartigen Weise, für seine Kirche

Text
Aber dergleichen Lästerungen, ja wahnsinnige Hirngespinste wird eine fromme und heilige Betrachtung der Vorsehung zunichte machen, wie sie uns die Richt­schnur der Frömmigkeit gebietet: so wird uns daraus die beste und lieblichste Frucht erwachsen! Da der Christ in seinem Herzen die unumstößlich gewisse Überzeugung hat, daß alles aus Gottes Führung, nichts aber aus Zufall geschieht, so wird er auf ihn als die höchste Ursache der Dinge stets die Augen richten, die untergeordneten Gründe (causas inferiores) aber an der ihnen zukommenden Stelle nicht außer acht lassen. Außerdem wird er nicht zweifeln, daß Gottes besondere Vorsehung auf der wacht ist, ihn zu erhalten; sie wird ja nichts geschehen lassen, was ihm nicht zum Guten und zum Heil gereicht! Da er es aber zunächst mit Menschen, dann auch mit den übrigen Geschöpfen zu tun hat, so wird er gewiss sein: beide regiert Gottes Vorsehung! Was die Menschen, seien sie gut oder böse, betrifft, so wird er aner­kennen: ihr Beschließen und Wollen, Versuchen und Vermögen ist in Gottes Hand, und es liegt bei seinem Wohlgefallen, das alles zu wenden, wohin er will, und auch zu hemmen, wenn immer er will!
Dass Gottes besondere Vorsehung über dem Heil der Gläubigen wacht, bezeugen sehr viele ganz klare Verheißungen: „Wirf dein Anliegen auf den Herrn, der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen“ (Ps. 55,23). „Denn er sorgt für uns!“ (1. Petr. 5,7). „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet, der bleibt unter dem Schutz Gottes, der im Himmel ist“ (Ps. 91,1; nicht Luthertext), „Wer euch antastet, der tastet seinen (Gottes) Augapfel an!“ (Sach. 2,12). „Ich will dein Schild sein (Gen. 15,1), deine eherne Mauer“ (Jes. 26,1; Jer. 1,18). „Ich will feind sein denen, die dir feind sind“ (Jes. 49,25). „Und ob auch eine Mutter ihres Kindleins vergäße, so will ich dich doch nicht vergessen“ (Jes. 49,15). Ist es doch der wichtigste Gesichtspunkt in den Erzählungen der Bibel, zu lehren: der Herr behütet die Wege der Heiligen mit solchem Fleiß, „daß sie ihren Fuß nicht an einen Stein stoßen“ (vgl. Ps. 91,12). Wir haben nun oben (XVI,4) mit Recht die Meinung derer abgelehnt, die bloß an eine „allgemeine“ Vorsehung Gottes den­ken, die sich nicht in besonderer Weise zur Fürsorge für jede einzelne Kreatur herab­lasse. Deshalb ist es erst recht der Mühe wert, diese „besondere“ Fürsorge an uns zu erkennen. So behauptet ja Christus, nicht einmal der geringste Sperling falle zur Erde ohne den Willen des Vaters (Matth. 10,29), und er wendet das sofort so. da wir ja mehr sind als Sperlinge, so sollen wir uns auch um so mehr der beson­deren Fürsorge Gottes versichert halten; er dehnt diese Fürsorge soweit aus, daß wir zuversichtlich glauben sollen, auch die Haare auf unserem Haupte seien alle gezählt (Matth. 10,30). Was sollen wir uns denn noch anders wünschen, wenn doch nicht einmal ein Haar von unserem Haupte fallen kann ohne seinen Willen? Ich rede hier nicht nur (allgemein) vom Menschengeschlecht, sondern weil sich Gott die Kirche zur Wohnung erlesen hat, so erweist er unzweifelhaft in ihrer Leitung seine väterliche Fürsorge durch besondere Zeugnisse.</itunes:summary>
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		<title>Gottes Vorsehung entschuldigt unsere Bosheit nicht (Institutio 1-17-05)</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 00:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 17]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung der Vorwurf: dass alle begangenen Taten, selbst jene, die böse waren, nur geschahen, weil es Gottes Wille war und daher sollten sie nicht bestraft werden die Antwort: in seinem Wort fordert Gott von uns nur, was er befiehlt, wenn wir gegen seinen Willen handeln, so sind wir widerspenstig und ungehorsam; trotzdem gebraucht Gott selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>der <strong>Vorwurf</strong>: dass alle begangenen Taten, selbst jene, die böse waren, nur geschahen, weil es Gottes Wille war und daher sollten sie nicht bestraft werden</li>
<li>die <strong>Antwort</strong>:
<ol>
<li>in seinem Wort fordert Gott von uns nur, was er befiehlt, wenn wir gegen seinen Willen handeln, so sind wir widerspenstig und ungehorsam; trotzdem gebraucht Gott selbst unsere böse Taten für seinen guten Zweck</li>
<li>die Schuld, jedoch, liegt auf uns: da wenn wir das böse tun, so verurteilt uns das Gewissen, doch in Gott gibt es nur den rechtmässigen Gebrauch unserer bösen Absichten: die Analogie des stinkenden Kadavers in der Sonne; der Kadavers stinkt nicht wegen der Sonnenstrahlen.</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Dieselben Leute beziehen in verkehrter, unbedachter Weise auch die Ereignisse der Vergangenheit auf die „bloße“ Vorsehung Gottes. Weil alles, was geschieht, von dieser abhängt, so folgern sie: „Also werden weder Diebstahl, noch Ehebruch, noch Mord vollbracht, ohne daß Gottes Wille dabei wirke.“ „Weshalb also“, fragen sie, „soll ein Dieb bestraft werden, der doch einen Menschen ausplünderte, den der Herr mit Armut schlagen wollte? Weshalb soll man den Meuchelmörder bestrafen; er hat doch nur einen Menschen getötet, dessen Leben der Herr ein Ende gesetzt hatte? Wenn derartige Verbrecher allesamt dem Willen Gottes dienen — weshalb bestraft man sie denn?“ Aber ich bestreite ja eben, daß sie dem Willen Gottes dienen. Denn wir werden nicht zugeben, daß ein Mensch, der seinem schlechten Trieb folgt, dem Befehl Gottes seinen Dienst zuteil werden lasse; er dient doch nur seiner bos­haften Begierde. Vielmehr leistet der Gott Gehorsam, der seinen Willen kennen gelernt hat und dann dahin strebt, wohin er von ihm gerufen wird! Woher aber empfangen wir solche Belehrung anders als aus seinem Wort? Deshalb müssen wir in unserem Handeln den Willen Gottes so ins Auge fassen, wie er ihn uns in seinem Worte zeigt! Nur eins fordert Gott von uns: nämlich, was er geboten hat! Be­schließen wir etwas wider sein Gebot, so ist das eben nicht Gehorsam, sondern Ver­achtung und Übertretung! „Aber wir würden doch gar nicht handeln, wenn er es nicht wollte!“ Ich gebe es zu. Aber sollen wir das Böse tun, um ihm auf diese Weise zu ge­horchen? Er gebietet uns dergleichen keineswegs; vielmehr lassen wir uns hin­reißen und bedenken dabei nicht, was er will, sondern sind der Unmäßigkeit unserer Begierden so wütend hingegeben, daß wir uns in festem Entschluss gegen seinen Willen stemmen! „Wir dienen doch eben deshalb mit unserem Übeltun seiner gerech­ten Anordnung; denn er weiß doch in seiner großen Weisheit schlechte Werkzeuge wohl und klug zum Guten zu benutzen!“ Nun sieh doch zu, wie abgeschmackt ihre Schlussfolgerung ist: sie wollen, daß der Frevel seinem Urheber ungestraft durch­gehe, weil er ja nur durch Gottes Leitung zustande käme! Ich gebe noch mehr zu: Diebe und Mörder und andere Übeltäter sind tatsächlich Werkzeuge der göttlichen Vorsehung, die der Herr zur Durchführung der Gerichte gebraucht, die er bei sich beschlossen hat. Aber ich bestreite, daß deshalb die Übeltaten dieser Leute irgendeine Entschuldigung verdienen. Denn wie sollten sie eigentlich Gott mit sich in ihre Bos­heit verwickeln oder mit seiner Gerechtigkeit ihre Bosheit decken? Sie können doch beides nicht! Damit sie sich nicht reinwaschen können, straft sie ihr eigenes Ge­wissen; damit sie nicht Gott beschuldigen, finden sie, daß das Böse ganz in ihnen steckt, bei Gott dagegen nur die rechte Benutzung ihrer Bosheit liegt! „Ja, aber er wirkt doch durch sie!“ Da frage ich nun aber: woher kommt denn der Gestank eines Aases, das von der Wärme der Sonne in Fäulnis versetzt und aufgelöst wurde? Jedermann sieht: das rufen die Sonnenstrahlen hervor; aber es wird doch deshalb kein Mensch sagen, die Sonnenstrahlen seien stinkend! Wenn also ein schlechter Mensch die Ursache und die Schuld für das Böse in sich trägt, wie soll sich dann Gott irgendeine Befleckung zuziehen, wenn er ein solches Werkzeug nach seinem Wohlgefallen benutzt? Hinweg also mit der Hundefrechheit, die Gottes Gerechtigkeit zwar anbellen, ihr aber nichts anhaben kann!</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  der Vorwurf: dass alle begangenen Taten, selbst jene, die böse waren, nur geschahen, weil es Gottes Wille war und daher sollten sie nicht bestraft werden   die Antwort:  in seinem Wort fordert Gott von uns nur, was er befiehlt,</itunes:subtitle>
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	der Vorwurf: dass alle begangenen Taten, selbst jene, die böse waren, nur geschahen, weil es Gottes Wille war und daher sollten sie nicht bestraft werden
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		<item>
		<title>Gottes Vorsehung überhebt uns nicht der eigenen Vorsicht (Institutio 1-17-04)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/gottes-vorsehung-uberhebt-uns-nicht-der-eigenen-vorsicht-institutio-1-17-04/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 00:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 17]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung Gott setzt uns Grenzen für unser Leben durch seine ewigen Ratsschlüsse dies hindert jedoch uns nicht, die Mittel zu gebrauchen, die Er uns gegeben hat, um unsere Leben zu erhalten daher sind Torheit und Besonnenheit Instrumente des göttlichen Waltens Text Was das Zukünftige angeht, so bringt Salomo die Überlegungen der Menschen mit Gottes Vorsehung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>Gott setzt uns Grenzen für unser Leben durch seine ewigen Ratsschlüsse</li>
<li>dies hindert jedoch uns nicht, die Mittel zu gebrauchen, die Er uns gegeben hat, um unsere Leben zu erhalten</li>
<li>daher sind Torheit und Besonnenheit Instrumente des göttlichen Waltens</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Was das Zukünftige angeht, so bringt Salomo die Überlegungen der Menschen mit Gottes Vorsehung leicht zusammen. Er verspottet zwar die Torheit solcher Leute, die unüberlegt ohne den Herrn alles Mögliche angreifen, als ob sie nicht von seiner Hand regiert würden. Aber ebenso sagt er an anderer Stelle: „Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; und der Herr allein gibt, daß er fortgehe“ (Spr. 16,9). Damit zeigt er, daß uns Gottes ewige Bestimmung in keiner Weise hindert, unter seinem Willen für uns zu sorgen und alle unsere Dinge zu beschicken. Dafür gibt es auch einen leicht erkennbaren Grund. Denn der, der unserem Leben seine Grenzen gesetzt hat, der hat zugleich uns die Sorge darum anvertraut, hat uns Verstand und Mittel gegeben, es zu erhalten, uns mit den Gefahren bekannt gemacht, die es be­drohen, und uns Vorsicht und Schutzmittel an die Hand gegeben, damit uns jene Gefahren nicht unversehens überfallen. Nun ist klar, was wir für eine Verpflichtung haben: wenn der Herr uns aufgetragen hat, unser Leben zu schützen, so sollen wir es schützen, wenn er uns Hilfsmittel darreicht, so sollen wir sie anwenden, wenn er uns die Gefahren vorher zeigt, so sollen wir nicht unbedacht hineinrennen, wenn er uns mit Heilmitteln zu Hilfe kommt, so sollen wir sie nicht gering schätzen! „Aber“ &#8211; so wirft man ein &#8211; „alle Gefahr, die mir begegnet, ist doch schicksalhaft (fatale), und da helfen keine Mittel!“ Wie aber, wenn die Gefahren deshalb nicht unvermeidlich sind, weil der Herr dir Mittel gegeben hat, ihnen entgegentreten und sie zu überwinden? Sieh nur zu, wie willst du eine derartige Schlussfol­gerung mit der Ordnung göttlicher Leitung vereinigen? Du meinst, man solle sich vor der Gefahr nicht in acht nehmen; denn wenn sie nicht schicksalhaft (zum bösen Ausgang) bestimmt sei, dann würden wir ihr auch ohne Vorsicht entgehen. Der Herr aber macht dir die Vorsicht eben deshalb zur Pflicht, weil er nicht will, daß das Unglück dich schicksalhaft überfalle! Solche Narren ziehen eben nicht in Betracht, was doch vor Augen ist, nämlich daß der Herr dem Menschen die Fähigkeit, sich vor­zusehen und in acht zu nehmen eingegeben hat, mit der er seiner Vorsehung in der Erhaltung seines Lebens dienen soll! Ebenso zieht sich der Mensch selbst durch Nach­lässigkeit und Trägheit die Übel zu, die Gott damit verbunden hat. Ein vorsorglicher Mensch, der sich Hilfe sucht, entzieht sich dadurch auch drohenden Gefahren, der Narr dagegen kommt in seiner Unbedachtsamkeit um. Woher kommt das anders, als daß auch Torheit und Klugheit Werkzeuge der göttlichen Leitung sind, jede in ihrer Weise? Gott hat uns alles Zukünftige verborgen sein lassen, aber so, daß wir ihm gerade als Zweifelhaftem entgegengehen und nicht aufhören, ihm die bereiteten Mittel entgegenzustellen, bis es entweder überwunden ist oder aber sich stärker er­wiesen hat als alle Sorgfalt! So habe ich ja auch schon bemerkt, daß uns Gottes Vorsehung nicht immer „bloß“ begegnet, sondern Gott bekleidet sie gewissermaßen mit den dazu angewandten Mitteln.</p>
]]></content:encoded>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  Gott setzt uns Grenzen für unser Leben durch seine ewigen Ratsschlüsse   dies hindert jedoch uns nicht, die Mittel zu gebrauchen, die Er uns gegeben hat, um unsere Leben zu erhalten   daher sind Torheit und Besonnenheit Instrumente ...</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	Gott setzt uns Grenzen für unser Leben durch seine ewigen Ratsschlüsse
	dies hindert jedoch uns nicht, die Mittel zu gebrauchen, die Er uns gegeben hat, um unsere Leben zu erhalten
	daher sind Torheit und Besonnenheit Instrumente des göttlichen Waltens

Text

Was das Zukünftige angeht, so bringt Salomo die Überlegungen der Menschen mit Gottes Vorsehung leicht zusammen. Er verspottet zwar die Torheit solcher Leute, die unüberlegt ohne den Herrn alles Mögliche angreifen, als ob sie nicht von seiner Hand regiert würden. Aber ebenso sagt er an anderer Stelle: „Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; und der Herr allein gibt, daß er fortgehe“ (Spr. 16,9). Damit zeigt er, daß uns Gottes ewige Bestimmung in keiner Weise hindert, unter seinem Willen für uns zu sorgen und alle unsere Dinge zu beschicken. Dafür gibt es auch einen leicht erkennbaren Grund. Denn der, der unserem Leben seine Grenzen gesetzt hat, der hat zugleich uns die Sorge darum anvertraut, hat uns Verstand und Mittel gegeben, es zu erhalten, uns mit den Gefahren bekannt gemacht, die es be­drohen, und uns Vorsicht und Schutzmittel an die Hand gegeben, damit uns jene Gefahren nicht unversehens überfallen. Nun ist klar, was wir für eine Verpflichtung haben: wenn der Herr uns aufgetragen hat, unser Leben zu schützen, so sollen wir es schützen, wenn er uns Hilfsmittel darreicht, so sollen wir sie anwenden, wenn er uns die Gefahren vorher zeigt, so sollen wir nicht unbedacht hineinrennen, wenn er uns mit Heilmitteln zu Hilfe kommt, so sollen wir sie nicht gering schätzen! „Aber“ - so wirft man ein - „alle Gefahr, die mir begegnet, ist doch schicksalhaft (fatale), und da helfen keine Mittel!“ Wie aber, wenn die Gefahren deshalb nicht unvermeidlich sind, weil der Herr dir Mittel gegeben hat, ihnen entgegentreten und sie zu überwinden? Sieh nur zu, wie willst du eine derartige Schlussfol­gerung mit der Ordnung göttlicher Leitung vereinigen? Du meinst, man solle sich vor der Gefahr nicht in acht nehmen; denn wenn sie nicht schicksalhaft (zum bösen Ausgang) bestimmt sei, dann würden wir ihr auch ohne Vorsicht entgehen. Der Herr aber macht dir die Vorsicht eben deshalb zur Pflicht, weil er nicht will, daß das Unglück dich schicksalhaft überfalle! Solche Narren ziehen eben nicht in Betracht, was doch vor Augen ist, nämlich daß der Herr dem Menschen die Fähigkeit, sich vor­zusehen und in acht zu nehmen eingegeben hat, mit der er seiner Vorsehung in der Erhaltung seines Lebens dienen soll! Ebenso zieht sich der Mensch selbst durch Nach­lässigkeit und Trägheit die Übel zu, die Gott damit verbunden hat. Ein vorsorglicher Mensch, der sich Hilfe sucht, entzieht sich dadurch auch drohenden Gefahren, der Narr dagegen kommt in seiner Unbedachtsamkeit um. Woher kommt das anders, als daß auch Torheit und Klugheit Werkzeuge der göttlichen Leitung sind, jede in ihrer Weise? Gott hat uns alles Zukünftige verborgen sein lassen, aber so, daß wir ihm gerade als Zweifelhaftem entgegengehen und nicht aufhören, ihm die bereiteten Mittel entgegenzustellen, bis es entweder überwunden ist oder aber sich stärker er­wiesen hat als alle Sorgfalt! So habe ich ja auch schon bemerkt, daß uns Gottes Vorsehung nicht immer „bloß“ begegnet, sondern Gott bekleidet sie gewissermaßen mit den dazu angewandten Mitteln.</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Gottes Vorsehung nimmt uns die Verantwortung nicht ab (Institutio 1-17-03)</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 00:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 17]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung wir dürfen nicht unsere Bosheit oder Missgeschicke Gott vorwerfen, wie es einige Dichter tun auch die Freidenker behaupten absurderweise, dass die Vorsehung… jede Vorsichtsmassnahme gegen Gefahr oder Tod völlig überflüssig macht, weil wir ja sowieso nicht dem Schicksal entrinnen können, das Gott bestimmt hat uns von jedem Verbrechen freispricht, da es ja von Gott [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>wir dürfen nicht unsere Bosheit oder Missgeschicke Gott vorwerfen, wie es einige Dichter tun</li>
<li>auch die Freidenker behaupten absurderweise, dass die Vorsehung…
<ol>
<li>jede Vorsichtsmassnahme gegen Gefahr oder Tod völlig überflüssig macht, weil wir ja sowieso nicht dem Schicksal entrinnen können, das Gott bestimmt hat</li>
<li>uns von jedem Verbrechen freispricht, da es ja von Gott vorbestimmt war, dass es geschehen soll und wir daher nicht die Ursache, sondern nur das Instrument sind.</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Wem solche Bescheidenheit zuteil geworden ist, der wird weder um der Widerwär­tigkeiten vergangener Zeiten willen gegen Gott murren, noch auch die Schuld für die Übeltaten auf ihn schieben, wie es Agamemnon bei Homer tut: „Ich bin dessen nicht schuld, sondern Zeus und das Schicksal!“ Er wird sich auch nicht wie jener Jüngling bei Plautus, wie vom Schicksal dahingerissen, verzweifelt ins Verderben stürzen: „Unbeständig ist das Los der Dinge, nach Willkür handelt das Schicksal am Menschen; ich will mich zum Felsen begeben, um mit meinem Leben der Sache ein Ende zu machen!“ Auch wird er nicht nach dem Beispiel eines anderen mit dem Na­men Gottes seine Untaten beschönigen. So spricht es Lyconides in einer anderen Ko­mödie (des Plautus) aus: „Gott war der Anstifter, ich glaube, die Götter haben es so gewollt; denn ich weiß: hätten sie es nicht gewollt, so wäre es nicht geschehen!“ Nein, er wird aus der Schrift forschen und lernen, was Gott gefällt, um unter Führung des Geistes danach sich auszustrecken; er wird zugleich bereit sein, Gott zu folgen, wohin er ihn ruft, und damit zeigen, daß nichts heilsamer ist, als diese Lehre zu kennen.</p>
<p lang="de-CH">Gottlose Leute machen mit ihren Albernheiten einen Aufruhr, so daß sie sozu­sagen beinahe Himmel und Erde durcheinander werfen: „Wenn der Herr doch den Zeitpunkt unseres Todes bestimmt hat, so kann man ihm nicht entgehen, und alle Vorsichtsmaßnahmen sind vergebliche Mühe!“ Wenn also der eine einen Weg mei­det, den er als gefährlich kennt, um nicht von Räubern umgebracht zu werden, &#8211; wenn der andere den Arzt holt und sich um Arzneien bemüht, um sein Leben zu er­halten, &#8211; oder wenn wieder ein anderer sich schwererer Speisen enthält, um seine schwache Gesundheit zu schonen, &#8211; oder wenn einer Bedenken trägt, ein baufälliges Haus zu beziehen, &#8211; oder wenn wir alle miteinander Wege ersinnen und mit großer Anstrengung überlegen, um zu bekommen, was wir begehren &#8211; dann sind das (nach ihrer Meinung) lauter sinnlose Mittel, mit denen man Gottes Willen zu ändern be­gehrt; oder aber Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit, Frieden und Krieg und alles andere, das Menschen erstreben oder hassen und deshalb mit großem Fleiß zu erlangen oder fernzuhalten streben, wird gar nicht von seinem gewissen Entscheid bestimmt! Ja, man hält dann auch die Gebete der Gläubigen für verkehrt, ja für überflüssig — da man ja in ihnen um Gottes Leitung in solchen Dingen bittet, die Gott doch seit aller Ewigkeit festgelegt hat! Kurz, alle Vorkehrungen für die Zukunft hebt man auf, als im Widerspruch zu Gottes Vorsehung stehend &#8211; da diese auch ohne Rücksicht auf sie schon beschlossen habe, was geschehen soll. Und was wirklich geschieht, das schreibt man der Vorsehung Gottes derart zu, daß man dabei den Menschen entschuldigt, der es doch gewiss mit Überlegung angerichtet hat. Da bringt ein Meuchelmörder einen rechtschaffenen Bürger ums Leben &#8211; er hat, so sagt man, Gottes Rat ausgeführt! Da hat jemand gestohlen oder die Ehe gebrochen &#8211; er ist ein Knecht der Vorsehung Gottes, denn er hat getan, was von dem Herrn vorgesehen und bestimmt war! Da läßt ein leichtsinniger Sohn seinen Vater sterben, ohne sich um Heilmittel zu bemühen &#8211; er konnte ja Gott nicht widerstehen, der es von Ewigkeit her so beschlossen hatte! Auf diese Weise heißen dann alle Untaten Lu­genden, weil sie ja angeblich der Anordnung Gottes dienen!</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  wir dürfen nicht unsere Bosheit oder Missgeschicke Gott vorwerfen, wie es einige Dichter tun   auch die Freidenker behaupten absurderweise, dass die Vorsehung…  jede Vorsichtsmassnahme gegen Gefahr oder Tod völlig überflüssig mac...</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	wir dürfen nicht unsere Bosheit oder Missgeschicke Gott vorwerfen, wie es einige Dichter tun
	auch die Freidenker behaupten absurderweise, dass die Vorsehung…

	jede Vorsichtsmassnahme gegen Gefahr oder Tod völlig überflüssig macht, weil wir ja sowieso nicht dem Schicksal entrinnen können, das Gott bestimmt hat
	uns von jedem Verbrechen freispricht, da es ja von Gott vorbestimmt war, dass es geschehen soll und wir daher nicht die Ursache, sondern nur das Instrument sind.



Text
Wem solche Bescheidenheit zuteil geworden ist, der wird weder um der Widerwär­tigkeiten vergangener Zeiten willen gegen Gott murren, noch auch die Schuld für die Übeltaten auf ihn schieben, wie es Agamemnon bei Homer tut: „Ich bin dessen nicht schuld, sondern Zeus und das Schicksal!“ Er wird sich auch nicht wie jener Jüngling bei Plautus, wie vom Schicksal dahingerissen, verzweifelt ins Verderben stürzen: „Unbeständig ist das Los der Dinge, nach Willkür handelt das Schicksal am Menschen; ich will mich zum Felsen begeben, um mit meinem Leben der Sache ein Ende zu machen!“ Auch wird er nicht nach dem Beispiel eines anderen mit dem Na­men Gottes seine Untaten beschönigen. So spricht es Lyconides in einer anderen Ko­mödie (des Plautus) aus: „Gott war der Anstifter, ich glaube, die Götter haben es so gewollt; denn ich weiß: hätten sie es nicht gewollt, so wäre es nicht geschehen!“ Nein, er wird aus der Schrift forschen und lernen, was Gott gefällt, um unter Führung des Geistes danach sich auszustrecken; er wird zugleich bereit sein, Gott zu folgen, wohin er ihn ruft, und damit zeigen, daß nichts heilsamer ist, als diese Lehre zu kennen.
Gottlose Leute machen mit ihren Albernheiten einen Aufruhr, so daß sie sozu­sagen beinahe Himmel und Erde durcheinander werfen: „Wenn der Herr doch den Zeitpunkt unseres Todes bestimmt hat, so kann man ihm nicht entgehen, und alle Vorsichtsmaßnahmen sind vergebliche Mühe!“ Wenn also der eine einen Weg mei­det, den er als gefährlich kennt, um nicht von Räubern umgebracht zu werden, - wenn der andere den Arzt holt und sich um Arzneien bemüht, um sein Leben zu er­halten, - oder wenn wieder ein anderer sich schwererer Speisen enthält, um seine schwache Gesundheit zu schonen, - oder wenn einer Bedenken trägt, ein baufälliges Haus zu beziehen, - oder wenn wir alle miteinander Wege ersinnen und mit großer Anstrengung überlegen, um zu bekommen, was wir begehren - dann sind das (nach ihrer Meinung) lauter sinnlose Mittel, mit denen man Gottes Willen zu ändern be­gehrt; oder aber Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit, Frieden und Krieg und alles andere, das Menschen erstreben oder hassen und deshalb mit großem Fleiß zu erlangen oder fernzuhalten streben, wird gar nicht von seinem gewissen Entscheid bestimmt! Ja, man hält dann auch die Gebete der Gläubigen für verkehrt, ja für überflüssig — da man ja in ihnen um Gottes Leitung in solchen Dingen bittet, die Gott doch seit aller Ewigkeit festgelegt hat! Kurz, alle Vorkehrungen für die Zukunft hebt man auf, als im Widerspruch zu Gottes Vorsehung stehend - da diese auch ohne Rücksicht auf sie schon beschlossen habe, was geschehen soll. Und was wirklich geschieht, das schreibt man der Vorsehung Gottes derart zu, daß man dabei den Menschen entschuldigt, der es doch gewiss mit Überlegung angerichtet hat. Da bringt ein Meuchelmörder einen rechtschaffenen Bürger ums Leben - er hat, so sagt man, Gottes Rat ausgeführt! Da hat jemand gestohlen oder die Ehe gebrochen - er ist ein Knecht der Vorsehung Gottes, denn er hat getan, was von dem Herrn vorgesehen und bestimmt war! Da läßt ein leichtsinniger Sohn seinen Vater sterben, ohne sich um Heilmittel zu bemühen - er konnte ja Gott nicht widerstehen, der es von Ewigkeit her so beschlossen hatte! Auf diese Weise heißen dann alle Untaten Lu­genden, weil sie ja angeblich der Anordnung Gottes dienen!</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<item>
		<title>Gottes Walten will mit Ehrfurcht betrachtet sein (Institutio 1-17-02)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/gottes-walten-will-mit-ehrfurcht-betrachtet-sein-institutio-1-17-02/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 00:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
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		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung die rechte Haltung in Bezug auf Gottes Vorsehung ist die der Ehrfurcht, Ehrerbietung und Demut, nicht die des Hochmuts einiger, die versuchen, Gottes Handeln durch ihre eigene Vernunft zu begrenzen die Bibel beweist unbestreitbar, dass alles, was in diesem Universum geschieht, durch Gottes unfassbaren Plan geleitet wird. der Wille Gottes, wie er sich im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>die rechte Haltung in Bezug auf Gottes Vorsehung ist die der Ehrfurcht, Ehrerbietung und Demut, nicht die des Hochmuts einiger, die versuchen, Gottes Handeln durch ihre eigene Vernunft zu begrenzen</li>
<li>die Bibel beweist unbestreitbar, dass alles, was in diesem Universum geschieht, durch Gottes unfassbaren Plan geleitet wird.
<ol>
<li>der Wille Gottes, wie er sich im Gesetz und im Evangelium offenbart, unterscheidet sich von Gottes verborgenen Willen (siehe 1-18-03 für die Einheit des Willen Gottes)</li>
<li>das Zeugnis Hiobs, besonders, im Bezug auf das</li>
</ol>
</li>
<li>lasst uns also Gottes Allmacht anerkennen, dass sein Wille für uns die einzige Regel der Gerechtigkeit und die wahrhaftige Ursache aller Dinge sei
<ol>
<li>es ist nicht ein absoluter Wille, der von seiner Gerechtigkeit getrennt ist (Sorbonne)</li>
<li>aber die Vorsehung, die Quelle alles Gerechten, jedoch verborgen</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Es wird also niemand Gottes Vorsehung recht und mit Nutzen erwägen, der nicht bedenkt, daß er es mit seinem Schöpfer und dem Wirker der Welt zu tun hat, und sich ihm dementsprechend zu Furcht und Ehrerbietung in gebührender Demut unter­wirft. Daß heutzutage so viele Hunde diese Lehre mit giftigen Bissen oder wenig­stens mit ihrem Gebell angreifen, das kommt daher, daß sie Gott nicht mehr zuge­stehen wollen, als ihnen die eigene Vernunft gebietet. Auch uns bekämpfen sie mit aller ihnen zu Gebote stehenden Frechheit, weil wir mit den Vorschriften des Gesetzes nicht zufrieden wären, in denen doch Gottes Wille niedergelegt ist, sondern auch noch behaupteten, die Welt werde durch seine verborgenen Ratschlüsse regiert. Als ob diese Lehre ein Gebild unseres Hirns wäre, als ob der Heilige Geist das alles nicht überall deutlich zu erkennen gäbe und es mit unzähligen Umschreibungen immer wiederholte! Aber sie haben eine gewisse Scheu, ihre Lasterungen gegen den Himmel auszustoßen, und deshalb geben sie, um desto freier rasen zu können, vor, es handle sich um einen Streit mit uns! Aber wenn sie nicht zugeben, daß alles Geschehen in der Welt durch Gottes unbegreiflichen Ratschluss gelenkt werde, dann sollen sie doch Auskunft geben, weshalb denn die Schrift sagt, Gottes Gerichte seien ein tiefer Abgrund! (Ps. 36,7). Denn wenn Mose ausruft, der Wille Gottes sei nicht fern oben in den Wolken, er sei auch nicht im Abgrund zu suchen, weil er ja im Gesetz ver­ständlich dargelegt sei (Deut. 30,11ff.), so folgt daraus: ein anderer, verborgener Wille wird mit dem Abgrunde verglichen! Davon redet ja auch Paulus, wenn er sagt: „O, welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes; wie unerforschlich sind seine Gerichte und wie unbegreiflich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?“ (Röm. 11,33f.). Es ist wahr: Gesetz und Evangelium enthalten Geheimnisse, die weit über unser Verstehen hinausgehen. Aber Gott erleuchtet das Herz der Seinen mit dem Geiste der Erkenntnis, um diese Geheimnisse zu fassen, die er in seinem Worte zu offenbaren für gut befunden hat; und darum ist hier kein Abgrund mehr, sondern ein Weg, auf dem man sicher gehen kann, und eine Leuchte für unseren Fuß, das Licht des Lebens, die Schule gewisser und deutlicher Wahrheit! Die wundersame Art der Weltregierung dagegen heißt mit Recht Abgrund; denn wir sollen sie in ihrer Ver­borgenheit ehrerbietig anbeten. Beides drückt Mose sehr schön mit wenigen Worten aus: „Das Geheimnis steht bei unserem Gott; aber was hier geschrieben ist, das geht euch und eure Kinder an“ (Deut. 29,29; nicht Luthertext). Da befiehlt er, wie wir sehen, nicht nur, auf die Beobachtung des Gesetzes eifrig zu halten, sondern auch Gottes geheime Vorsehung in Ehrfurcht zu betrachten. Ein Lobpreis dieser Erhaben­heit steht auch im Buche Hiob &#8211; und es ist demütigend für uns, was wir da hören! Nachdem der Verfasser das Weltgebäude droben und hienieden betrachtet und dabei großartig von den Werken Gottes geredet hat, fügt er am Ende hinzu: „Wahrlich, das ist der Umkreis seiner Wege, und wie gar wenig haben wir davon vernommen!“ (Hiob 26,14; nicht Luthertext). In diesem Sinne macht er an anderer Stelle auch einen Unterschied zwischen der Weisheit, die bei Gott wohnt, und der Art des Wei­seseins, die er den Menschen geboten hat. Denn nach einer Rede über die Geheim­nisse der Natur sagt er, die Weisheit sei Gott allein bekannt, und sie entgehe den Augen aller Lebendigen (Hiob 28,21.23). Aber dann fügt er doch gleich hinzu, sie sei kundgetan, damit der Mensch sie erforsche; denn dem Menschen sei ja gesagt: Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit“ (Hiob 28,28). In dieser Richtung geht auch der Ausspruch Augustins: „Weil wir nicht alles wissen, was Gott in bester Ordnung an uns tut, so handeln wir bloß in gutem Willen nach dem Gesetz, und in allem übrigen werden wir nach dem Gesetz getrieben &#8211; denn seine Vorsehung ist ein unabänderliches Gesetz!“ (Verschiedene Fragen 83,27) Da Gott sich das Recht der Weltregierung, das uns nicht bekannt ist, selbst vorbehalten hat, so muß dies das Gesetz unserer Demut und Bescheidenheit sein, an seiner höchsten Befehlsgewalt zu hängen, damit sein Wille für uns die einzige Richtschnur der Gerechtigkeit und die gerechteste Ursache aller Dinge sei! Das ist aber nicht jener „absolute Wille“, von dem die Sophisten schwatzen, die in gottloser und unheiliger Zerspaltung seine Gerechtigkeit von seiner Macht trennen; sondern es ist die Vorsehung, die alle Dinge regiert, von welcher lauter Gutes kommt, so verborgen uns ihre Gründe auch sein mögen!</p>
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	die rechte Haltung in Bezug auf Gottes Vorsehung ist die der Ehrfurcht, Ehrerbietung und Demut, nicht die des Hochmuts einiger, die versuchen, Gottes Handeln durch ihre eigene Vernunft zu begrenzen
	die Bibel beweist unbestreitbar, dass alles, was in diesem Universum geschieht, durch Gottes unfassbaren Plan geleitet wird.

	der Wille Gottes, wie er sich im Gesetz und im Evangelium offenbart, unterscheidet sich von Gottes verborgenen Willen (siehe 1-18-03 für die Einheit des Willen Gottes)
	das Zeugnis Hiobs, besonders, im Bezug auf das


	lasst uns also Gottes Allmacht anerkennen, dass sein Wille für uns die einzige Regel der Gerechtigkeit und die wahrhaftige Ursache aller Dinge sei

	es ist nicht ein absoluter Wille, der von seiner Gerechtigkeit getrennt ist (Sorbonne)
	aber die Vorsehung, die Quelle alles Gerechten, jedoch verborgen



Text

Es wird also niemand Gottes Vorsehung recht und mit Nutzen erwägen, der nicht bedenkt, daß er es mit seinem Schöpfer und dem Wirker der Welt zu tun hat, und sich ihm dementsprechend zu Furcht und Ehrerbietung in gebührender Demut unter­wirft. Daß heutzutage so viele Hunde diese Lehre mit giftigen Bissen oder wenig­stens mit ihrem Gebell angreifen, das kommt daher, daß sie Gott nicht mehr zuge­stehen wollen, als ihnen die eigene Vernunft gebietet. Auch uns bekämpfen sie mit aller ihnen zu Gebote stehenden Frechheit, weil wir mit den Vorschriften des Gesetzes nicht zufrieden wären, in denen doch Gottes Wille niedergelegt ist, sondern auch noch behaupteten, die Welt werde durch seine verborgenen Ratschlüsse regiert. Als ob diese Lehre ein Gebild unseres Hirns wäre, als ob der Heilige Geist das alles nicht überall deutlich zu erkennen gäbe und es mit unzähligen Umschreibungen immer wiederholte! Aber sie haben eine gewisse Scheu, ihre Lasterungen gegen den Himmel auszustoßen, und deshalb geben sie, um desto freier rasen zu können, vor, es handle sich um einen Streit mit uns! Aber wenn sie nicht zugeben, daß alles Geschehen in der Welt durch Gottes unbegreiflichen Ratschluss gelenkt werde, dann sollen sie doch Auskunft geben, weshalb denn die Schrift sagt, Gottes Gerichte seien ein tiefer Abgrund! (Ps. 36,7). Denn wenn Mose ausruft, der Wille Gottes sei nicht fern oben in den Wolken, er sei auch nicht im Abgrund zu suchen, weil er ja im Gesetz ver­ständlich dargelegt sei (Deut. 30,11ff.), so folgt daraus: ein anderer, verborgener Wille wird mit dem Abgrunde verglichen! Davon redet ja auch Paulus, wenn er sagt: „O, welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes; wie unerforschlich sind seine Gerichte und wie unbegreiflich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?“ (Röm. 11,33f.). Es ist wahr: Gesetz und Evangelium enthalten Geheimnisse, die weit über unser Verstehen hinausgehen. Aber Gott erleuchtet das Herz der Seinen mit dem Geiste der Erkenntnis, um diese Geheimnisse zu fassen, die er in seinem Worte zu offenbaren für gut befunden hat; und darum ist hier kein Abgrund mehr, sondern ein Weg, auf dem man sicher gehen kann, und eine Leuchte für unseren Fuß, das Licht des Lebens, die Schule gewisser und deutlicher Wahrheit! Die wundersame Art der Weltregierung dagegen heißt mit Recht Abgrund; denn wir sollen sie in ihrer Ver­borgenheit ehrerbietig anbeten. Beides drückt Mose sehr schön mit wenigen Worten aus: „Das Geheimnis steht bei unserem Gott; aber was hier geschrieben ist, das geht euch und eure Kinder an“ (Deut. 29,29; nicht Luthertext). Da befiehlt er, wie wir sehen, nicht nur, auf die Beobachtung des Gesetzes eifrig zu halten, sondern auch Gottes geheime Vorsehung in Ehrfurcht zu betrachten. Ein Lobpreis dieser Erhaben­heit steht auch im Buche Hiob - und es ist demütigend für uns, was wir da hören! Nachdem der Verfasser das Weltgebäude droben und hienieden betrachtet und dabei großartig von den Werken Gottes geredet hat, fügt er am Ende hinzu: „Wahrlich,</itunes:summary>
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		<item>
		<title>Der Sinn der Wege Gottes (Institutio 1-17-01)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/der-sinn-der-wege-gottes-institutio-1-17-01/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 00:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 17]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung drei Sachen sind zu merken Gottes Vorsehung betrifft die Vergangenheit wie auch die Zukunft (siehe Sekt. 3 bis 5) er wirkt… (vor allem in Sekt. 9) manchmal mittelbar manchmal unmittelbar manchmal sogar wider allen Umständen durch die Vorsehung zeigt Gott sein Interesse für das ganze Menschengeschlecht, doch besondere Aufmerksamkeit erweist er seiner Kirche (behandelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>drei Sachen sind zu merken
<ol>
<li>Gottes Vorsehung betrifft die Vergangenheit wie auch die Zukunft (siehe Sekt. 3 bis 5)</li>
<li>er wirkt… (vor allem in Sekt. 9)
<ol>
<li>manchmal mittelbar</li>
<li>manchmal unmittelbar</li>
<li>manchmal sogar wider allen Umständen</li>
</ol>
</li>
<li>durch die Vorsehung zeigt Gott sein Interesse für das ganze Menschengeschlecht, doch besondere Aufmerksamkeit erweist er seiner Kirche (behandelt in Sekt. 6 bis 8)</li>
</ol>
</li>
<li>die gelegentliche Verschleierung von Gottes Vorsehung in seinem Walten mit den Menschen sollte uns nicht dazu führen, alle Geschehnisse dem blinden Zufall zuzuschreiben oder gegen seine geheimen Ratsschlüsse zu rebellieren</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Aber der Menschengeist ist zu leeren Spitzfindigkeiten geneigt, und deshalb müssen notwendig alle, die den guten, rechten Gebrauch dieser Lehre nicht erfassen, sich in verwirrte Knoten verstricken. Deshalb ist es gut, hier noch kurz zu berühren, zu welchem Zweck denn die Schrift lehrt, es werde alles von Gott angeordnet.</p>
<p lang="de-CH">Zunächst ist da zu beachten, daß die Vorsehung Gottes auf die Zukunft wie auch auf die Vergangenheit bezogen werden muß. Ferner müssen wir bemerken, daß sie alle Dinge derart lenkt, daß sie bald unter Einschaltung von Mittelursachen, bald ohne solche, bald gegen alle Mittelursachen wirkt. Und endlich ist als Hauptgesichtspunkt anzusehen, daß Gott zeigen will, wie er für das ganze Menschengeschlecht sorgt, wie er aber besonders über der Regierung der Kirche wacht, die er seines näheren Anschauens würdigt. Zuzufügen ist noch das: Gewiss leuchtet aus dem ganzen Gange der Vorsehung entweder seine väterliche Huld und Wohltätigkeit oder auch der Ernst seines Gerichts oftmals deutlich auf; aber es sind dennoch die Gründe des Geschehens oft unbekannt, so daß die Meinung aufkommt, das menschliche Geschick würde durch den blinden Trieb der Natur gedreht und ge­wendet, oder daß das Fleisch uns zur Einrede reizt, als ob Gott die Menschen wie Bälle daherwürfe und mit ihnen sein Spiel triebe. Aber es ist doch auch wahr, wenn wir mit ruhigem und gelassenem Herzen zum Lernen bereit wären, so würde uns aus dem Ausgang schon klar werden, wie Gott mit seinem Ratschluss stets den besten Weg einschlägt, um die Seinen zur Geduld zu erziehen, oder um ihre bösen Nei­gungen zu bessern und ihre Geilheit zu zähmen, oder um sie zur Selbstverleugnung zu bringen, oder um sie aus dem Schlaf zu erwecken, andererseits aber auch, um die Übermütigen zu Boden zu werfen, die Lücke der Gottlosen zunichte zu machen und ihre Ränke zu zerstreuen. Und mögen uns auch trotzdem seine Gründe verborgen und fern sein, so dürfen wir sicher glauben, daß sie bei ihm verborgen sind, und des­halb mit David ausrufen: „Herr, mein Gott, groß sind deine Wunder, und deine Gedanken, die du an uns beweisest, sind nicht zu begreifen, wenn ich versuche, sie auszureden, so übersteigen sie alles Erzählen (Ps. 40,6; nicht Luthertext). Denn ob­gleich wir in Trübsalen immer unserer Sünden gedenken müssen, und obwohl die Strafe selbst uns zur Buße reizt, so sehen wir doch, wie Christus dem geheimen Ratschluss des Vaters ein noch größeres Recht zuschreibt als bloß, daß er jeden nach seinem Verdienst strafe. Denn er sagt von dem Blindgeborenen: „Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern damit Gottes Herrlichkeit an ihm offenbar werde!“ (Joh. 9,3). Da war das Unglück doch schon vor dem Tage der Geburt da, und das Gefühl sträubt sich, als ob Gott ohne Gnade Unschuldige so hart behandle. Aber Christus bezeugt, daß in diesem Ereignis die Herrlichkeit seines Vaters her­vorleuchte, wenn wir nur klare Augen dazu hätten! Wir müssen eben an der Beschei­denheit festhalten, die Gott nicht zur Rechenschaft zieht; wir sollen vielmehr seine verborgenen Ratschlüsse ehren, damit uns sein Wille der gerechteste Grund aller Dinge sei! Wenn dichte Wolken den Himmel bedecken und heftiger Sturm ausbricht, so sehen unsere Augen nur traurige Finsternis, unsere Ohren betäubt der Donner, und all unsere Sinne erstarren vor Schrecken; deshalb scheint uns alles zusammenzu­brechen und durcheinanderzugeraten &#8211; aber unterdessen bleibt im Himmel stets die gleiche Ruhe und Heiterkeit! So sollen wir auch festhalten: wenn uns in der Welt das Durcheinander alles Urteilen unmöglich machen will, so leitet doch Gott mit dem reinen Lichte seiner Gerechtigkeit und Weisheit selbst alle diese Bewegungen in be­stimmter Ordnung und führt sie zum rechten Ziel. Es ist wahrlich eine merkwürdige Sucht, wenn manche Leute mit so großer Selbstsicherheit Gottes Werke vor ihr Gericht fordern, seine geheimen Ratschläge nachrechnen und über unbekannte Dinge jählings ein Urteil abgeben, mehr, als sie es bei Taten von sterblichen Menschen tun würden! Denn was ist verkehrter, als unsersgleichen gegenüber lieber in Bescheiden­heit mit unserem Urteil zurückzuhalten, als uns den Vorwurf der Übereilung zu­zuziehen, dagegen über Gottes verborgene Gerichte, die wir in Ehrfurcht betrachten sollten, frech abzuurteilen?</p>
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	Gottes Vorsehung betrifft die Vergangenheit wie auch die Zukunft (siehe Sekt. 3 bis 5)
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		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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