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Die Gewissheit um Gottes Vorsehung hilft uns in allen Widerwärtigkeiten

  1. in Anfechtung, lasst uns Gott in unseren Herzen loben und wir erhalten Geduld und Frieden im Herzen
  2. wie zahllose Bespiele in der Heiligen Schrift lehren, sollen wir uns daran erinnern: “Der Herr hat es gewollt, deshalb muss ich es tragen, nicht nur, weil ich nicht widerstreben soll, sondern auch weil er ja nichts will, als was recht und heilsam ist!”
    1. dies gilt auch für Ungerechtigkeiten von Mitmenschen
    2. und für Missgeschicke, die ohne menschliches Tun geschehen

Gottes Vorsehung im Wohlstand

  1. das Zeugnis der Bibel zeigt, dass alle Menschen, gut oder böse, unter Gottes Herrschaft sind; seine Fürsorge besteht darin, für das Wohl und Sicherheit aller Geschöpfe zu sorgen.
  2. der Nutzen, welche wir von dieser Kenntnis ziehen:
    1. Dankbarkeit im Wohlstand (Sekt. 7)
    2. Geduld in Anfechtung (Sekt. 8)
    3. Freiheit von Sorge über die Zukunft (Sekt. 10 bis 11)

Gottes Vorsehung als Trost der Gläubigen

  1. das Nachdenken über Gottes Vorsehung ist ein rechtes und trostreiches Gegenmittel gegen die oben-erwähnten Vorwürfe
  2. das Zeugnis der Bibel von Gottes besonderer (nicht verallgemeinert) Fürsorge für alle seine Geschöpfe, besonders für den Menschen und in einer einzigartigen Weise, für seine Kirche

Gottes Vorsehung entschuldigt unsere Bosheit nicht

  1. der Vorwurf: dass alle begangenen Taten, selbst jene, die böse waren, nur geschahen, weil es Gottes Wille war und daher sollten sie nicht bestraft werden
  2. die Antwort:
    1. in seinem Wort fordert Gott von uns nur, was er befiehlt, wenn wir gegen seinen Willen handeln, so sind wir widerspenstig und ungehorsam; trotzdem gebraucht Gott selbst unsere böse Taten für seinen guten Zweck
    2. die Schuld, jedoch, liegt auf uns: da wenn wir das böse tun, so verurteilt uns das Gewissen, doch in Gott gibt es nur den rechtmässigen Gebrauch unserer bösen Absichten: die Analogie des stinkenden Kadavers in der Sonne; der Kadavers stinkt nicht wegen der Sonnnenstrahlen.

Gottes Vorsehung überhebt uns nicht der eigenen Vorsicht

  1. Gott setzt uns Grenzen für unser Leben durch seine ewigen Ratsschlüsse
  2. dies hindert jedoch uns nicht, die Mittel zu gebrauchen, die Er uns gegeben hat, um unsere Leben zu erhalten
  3. daher sind Torheit und Besonnenheit Instrumente des göttlichen Waltens
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