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	<title>Johannes Calvin &#187; Dreieinigkeit</title>
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	<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Johannes Calvin &#187; Dreieinigkeit</title>
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		<title>Alle anerkannten Kirchenväter bestätigen die Dreieinigkeitslehre (Institutio 1-13-29)</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 00:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung in der gleichen Weise missbrauchten sie Justin der Märtyrer und Hilarius von Poitiers, um ihre Irrlehren zu untermauern das Zitat von Ignatius von Antiochien ist eine Fälschung Augustinus, den unsere Gegner ablehnen, kannte die vorherigen Kirchenväter und behauptete, dass der Name &#8220;Gott&#8221; vor allem für Gott Vater gebraucht wurde, weil wenn der Anfang nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>in der gleichen Weise missbrauchten sie <a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Justin der Märtyrer' target='_blank'>Justin der Märtyrer</a> und <a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Hilarius von Poitiers' target='_blank'>Hilarius von Poitiers,</a> um ihre Irrlehren zu untermauern</li>
<li>das Zitat von <a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius von Antiochien' target='_blank'>Ignatius von Antiochien</a> ist eine Fälschung</li>
<li><a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus' target='_blank'>Augustinus,</a> den unsere Gegner ablehnen, kannte die vorherigen Kirchenväter und behauptete, dass der Name &#8220;Gott&#8221; vor allem für Gott Vater gebraucht wurde, weil wenn der Anfang nicht von ihm stammt, dann die simple Einheit nicht verstanden werden kann.</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Wer die Schriften der Alten sorgfältig untereinander vergleicht, der wird sicher bei Irenäus nichts anderes finden als bei den anderen, die nach ihm gekommen sind. Justinus ist einer der ältesten Lehrer der Kirche; er stimmt in allen Stücken mit uns überein. Man macht den Einwand, bei ihm wie bei den anderen werde der Vater Christi der einige Gott genannt. Aber dasselbe sagt auch Hilarius, ja, er braucht den harten Ausdruck, die Ewigkeit sei in dem Vater. Will er aber damit dem Sohne Gottes Wesen absprechen? Er steht doch ganz in der Verteidigung des Glaubens, den wir bekennen! Aber trotzdem gibt es Leute, die sich nicht schämen, wer weiß was für auseinandergerissene Aussprüche zusammenzuklauben, um den Beweis zu er­bringen, Hilarius sei ein Schutzpatron ihres Irrtums!</p>
<p lang="de-CH">Man will den Ignatius für sich in Anspruch nehmen. Aber wenn man will, daß darauf irgendwelcher Wert gelegt wird, dann muß man zuvor beweisen, die Apostel hätten ein Gesetz über das vierzigtägige Fasten oder dergleichen Irrtümer gegeben. Es ist doch nichts beschämender als das Geschwätz, das unter dem Namen des Ignatius herausgekommen ist. Um so unerträglicher aber ist die Schamlosigkeit solcher Leute, die sich solcher Larven zum Truge bedienen! Es geht doch die Übereinstim­mung der Alten schon daraus deutlich hervor, daß auf dem Konzil zu Nicäa Arius nicht wagte, sich hinter der Autorität irgendeines anerkannten Schriftstellers zu ver­stecken, und daß keiner von den Griechen oder Lateinern sich entschuldigt, daß er von den Alten abweiche. Es bedarf nicht der Ausführung, wie sorgsam Augustin, den diese Windbeutel über alles hassen, die Schriften aller Väter durchforscht, wie ehr­fürchtig er sie behandelt hat! Er pflegt doch wahrhaftig bei den geringsten Bedenk­lichkeiten anzugeben, warum er von ihnen abzuweichen genötigt ist. Auch verhehlt er es durchaus nicht, wenn er etwa bei anderen in dieser Frage etwas Zweideutiges oder Dunkles gefunden hat. Aber was die Lehre betrifft, die diese Leute bestreiten wollen, so nimmt er als allgemeinbekannt an, daß sie seit der ältesten Zeit ohne Streit be­standen habe. Und daß ihm nicht verborgen war, was andere vor ihm gelehrt hatten, das geht schon aus einem einzigen Wort hervor: er sagt an einer Stelle, im Vater sei die Einheit (Von der christlichen Unterweisung, Buch I). Will man nun kläffen, er habe sich (mit dieser Formel) selbst vergessen? Aber an anderer Stelle reinigt er sich von diesem Vorwurf, wenn er den Vater den Anfang der ganzen Gottheit nennt, weil er ja niemandem sein Dasein verdankt; dabei überlegt er weislich, daß dem Vater der Name „Gott“ in besonderer Weise beigelegt werde, da ja die einfache Einheit Gottes nicht begriffen werden kann, wenn man nicht bei ihm den Anfang macht.</p>
<p lang="de-CH">Aus dem allen wird nun hoffentlich der fromme Leser erkennen, wie all die Schmähungen, mit denen der Teufel bislang die Reinheit unseres Glaubens zu ver­drehen und zu verdunkeln versucht hat, zunichte sind. Kurz, ich hoffe, den Hauptinhalt dieser Lehre treulich dargestellt zu haben — nur müssen die Leser ihre Neugierde im Zaum halten, um sich nicht über Gebühr in mühsame und verworrene Streitfragen einzulassen. Denn wer sich an unmäßiger Spekulation erfreut — den zufriedenzustellen ist nicht meines Amtes. Jedenfalls habe ich nichts mit List über­gangen, wovon ich meinte, es könnte gegen mich stehen. Da ich aber um die Aufer­bauung der Kirche mich mühe, so erschien es mir geraten, vieles nicht zu berühren, was nur wenig hätte nutzen können und die Leser bloß mit überflüssiger Mühsal be­lastet hätte. Was nützt zum Beispiel der Streit darüber, ob der Vater noch immer den Sohn zeuge? Denn es ist töricht, ein fortwährendes Erzeugen zu erfinden, nachdem nun einmal klar ist, daß in Gott von Ewigkeit her drei Personen gewesen sind!</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  in der gleichen Weise missbrauchten sie {de:Justin der Märtyrer} und {de:Hilarius von Poitiers}, um ihre Irrlehren zu untermauern   das Zitat von {de:Ignatius von Antiochien} ist eine Fälschung   {de:Augustinus},</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	in der gleichen Weise missbrauchten sie {de:Justin der Märtyrer} und {de:Hilarius von Poitiers}, um ihre Irrlehren zu untermauern
	das Zitat von {de:Ignatius von Antiochien} ist eine Fälschung
	{de:Augustinus}, den unsere Gegner a...</itunes:summary>
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		<title>Auch die Berufung auf Tertullian verfängt nicht (Institutio 1-13-28)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/auch-die-berufung-auf-tertullian-verfangt-nicht-institutio-1-13-28/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 00:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung kurz gesagt, Tertullian bestand auf die wesentliche Einheit der Gottheit, aber er sah im göttliche Handeln die Unterscheidung unter den Personen Tertullians Unterordnung des Sohnes ist also nicht in Bezug auf sein Wesen, sondern sein Wirken Text Ebensowenig wahrheitsgemäß machen sie auch den Tertullian zu ihrem Patron. Denn obwohl er zuweilen in seiner Redeweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>kurz gesagt, <a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian' target='_blank'>Tertullian</a> bestand auf die wesentliche Einheit der Gottheit, aber er sah im göttliche Handeln die Unterscheidung unter den Personen</li>
<li>Tertullians Unterordnung des Sohnes ist also nicht in Bezug auf sein Wesen, sondern sein Wirken</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Ebensowenig wahrheitsgemäß machen sie auch den Tertullian zu ihrem Patron. Denn obwohl er zuweilen in seiner Redeweise rauh und verworren ist, so bringt er den Hauptinhalt der Lehre, die wir hier verteidigen, völlig eindeutig vor: nämlich daß ein Gott sei, und daß doch nach gewisser Ordnung sein Wort da sei, daß er ein einiger Gott sei durch die Einheit des Grundwesens (substantia), und daß doch die Einheit im Geheimnis ihrer Wirkung zur Dreieinigkeit sich ordne. Drei seien es nicht dem Stande, sondern dem Grade nach, nicht der Substanz, sondern der Form nach, nicht der Gewalt, sondern der Zahl der Personen nach, sagt er. Er be­hauptet zwar zu verteidigen, daß der Sohn dem Vater nachstehe, aber er sieht ihn deshalb nicht für einen anderen an, sondern macht nur eine Unterscheidung. Gelegentlich nennt er den Sohn sichtbar; aber nachdem er dafür und dawider geredet hat, schließt er doch, er sei unsichtbar, sofern er das Wort ist. Endlich stellt er den Satz auf, der Vater werde durch seine eigene Person bestimmt — und beweist damit, wie fern er dem Einfall steht, den wir hier bekämpfen. Gewiß: er erkennt keinen an­deren Gott an als den Vater. Aber gleich darauf setzt er dann doch seine eigene Mei­nung auseinander und zeigt, daß er den Sohn nicht ausschließt; denn er leugnet ja eben, daß er ein vom Vater verschiedener Gott sei, und zeigt also, daß durch Un­terscheidung der Personen die Einherrschaft (monarchia) Gottes gewahrt werde. Aber man kann den Sinn seiner Worte aus der dauernden Absicht erkennen, die er verfolgt. Denn er kämpft gegen Praxeas und behauptet ihm gegenüber: wenn auch Gott in drei Personen unterschieden ist, so entstehen dadurch nicht mehrere Götter, und die Einheit Gottes wird nicht zerrissen. Und weil nach der Phantasterei des Praxeas Christus nur dann Gott sein könnte, wenn er zugleich auch der Vater wäre, so macht sich Tertullian mit der Unterscheidung solche Mühe. Daß er dabei das Wort und den Geist als Teile des Ganzen bezeichnet, ist zwar eine harte Redeweise, aber immerhin zu entschuldigen. Denn er bezieht diesen Ausdruck nach seinem eigenen Zeugnis nicht auf das Grundwesen (ad substantiam), sondern will damit nur eine Anordnung und Wirkungsgestalt (dispensatio) bezeichnen, die den einzelnen Perso­nen zukommt. Daher kommt auch das Wort: „Du verdrehter Praxeas, wieviel &#8216;Per­sonen&#8217; gibt es eigentlich nach deiner Ansicht? Sind es nicht ebensoviele, wie es Na­men gibt?“ Oder ähnlich kurz danach: „Man soll an den Vater und den Sohn glau­ben, an jeden in seinem Namen und seiner Person.“ Mit diesen Ausführungen kann man nach meiner Meinung in ausreichender Weise solchen Leuten entgegentreten, die in ihrer Unverschämtheit mit der Autorität des Tertullian Einfältige zu täuschen versuchen.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  kurz gesagt, {de:Tertullian} bestand auf die wesentliche Einheit der Gottheit, aber er sah im göttliche Handeln die Unterscheidung unter den Personen   Tertullians Unterordnung des Sohnes ist also nicht in Bezug auf sein Wesen,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	kurz gesagt, {de:Tertullian} bestand auf die wesentliche Einheit der Gottheit, aber er sah im göttliche Handeln die Unterscheidung unter den Personen
	Tertullians Unterordnung des Sohnes ist also nicht in Bezug auf sein Wesen, sondern sein Wirken

Text

Ebensowenig wahrheitsgemäß machen sie auch den Tertullian zu ihrem Patron. Denn obwohl er zuweilen in seiner Redeweise rauh und verworren ist, so bringt er den Hauptinhalt der Lehre, die wir hier verteidigen, völlig eindeutig vor: nämlich daß ein Gott sei, und daß doch nach gewisser Ordnung sein Wort da sei, daß er ein einiger Gott sei durch die Einheit des Grundwesens (substantia), und daß doch die Einheit im Geheimnis ihrer Wirkung zur Dreieinigkeit sich ordne. Drei seien es nicht dem Stande, sondern dem Grade nach, nicht der Substanz, sondern der Form nach, nicht der Gewalt, sondern der Zahl der Personen nach, sagt er. Er be­hauptet zwar zu verteidigen, daß der Sohn dem Vater nachstehe, aber er sieht ihn deshalb nicht für einen anderen an, sondern macht nur eine Unterscheidung. Gelegentlich nennt er den Sohn sichtbar; aber nachdem er dafür und dawider geredet hat, schließt er doch, er sei unsichtbar, sofern er das Wort ist. Endlich stellt er den Satz auf, der Vater werde durch seine eigene Person bestimmt — und beweist damit, wie fern er dem Einfall steht, den wir hier bekämpfen. Gewiß: er erkennt keinen an­deren Gott an als den Vater. Aber gleich darauf setzt er dann doch seine eigene Mei­nung auseinander und zeigt, daß er den Sohn nicht ausschließt; denn er leugnet ja eben, daß er ein vom Vater verschiedener Gott sei, und zeigt also, daß durch Un­terscheidung der Personen die Einherrschaft (monarchia) Gottes gewahrt werde. Aber man kann den Sinn seiner Worte aus der dauernden Absicht erkennen, die er verfolgt. Denn er kämpft gegen Praxeas und behauptet ihm gegenüber: wenn auch Gott in drei Personen unterschieden ist, so entstehen dadurch nicht mehrere Götter, und die Einheit Gottes wird nicht zerrissen. Und weil nach der Phantasterei des Praxeas Christus nur dann Gott sein könnte, wenn er zugleich auch der Vater wäre, so macht sich Tertullian mit der Unterscheidung solche Mühe. Daß er dabei das Wort und den Geist als Teile des Ganzen bezeichnet, ist zwar eine harte Redeweise, aber immerhin zu entschuldigen. Denn er bezieht diesen Ausdruck nach seinem eigenen Zeugnis nicht auf das Grundwesen (ad substantiam), sondern will damit nur eine Anordnung und Wirkungsgestalt (dispensatio) bezeichnen, die den einzelnen Perso­nen zukommt. Daher kommt auch das Wort: „Du verdrehter Praxeas, wieviel &#039;Per­sonen&#039; gibt es eigentlich nach deiner Ansicht? Sind es nicht ebensoviele, wie es Na­men gibt?“ Oder ähnlich kurz danach: „Man soll an den Vater und den Sohn glau­ben, an jeden in seinem Namen und seiner Person.“ Mit diesen Ausführungen kann man nach meiner Meinung in ausreichender Weise solchen Leuten entgegentreten, die in ihrer Unverschämtheit mit der Autorität des Tertullian Einfältige zu täuschen versuchen.</itunes:summary>
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		<item>
		<title>Die Gegner berufen sich fälschlich auf Irenäus (Institutio 1-13-27)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/die-gegner-berufen-sich-falschlich-auf-irenaus-institutio-1-13-27/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 00:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung Irenäus von Lyon bestand darauf, dass der Vater Christi der alleinige und ewige Gott Israels sei: diese Aussage verwenden sie gegen uns wir müssen dabei bedenken, dass Irenäus gegen die Irrlehrer kämpfte, die behaupteten, dass der Gott des Alten Testaments und der Vater Christi nicht die gleiche Person sei; unser Einwand bezieht sich auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li><a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus von Lyon' target='_blank'>Irenäus von Lyon</a> bestand darauf, dass der Vater Christi der alleinige und ewige Gott Israels sei: diese Aussage verwenden sie gegen uns</li>
<li>wir müssen dabei bedenken, dass Irenäus gegen die Irrlehrer kämpfte, die behaupteten, dass der Gott des Alten Testaments und der Vater Christi nicht die gleiche Person sei; unser Einwand bezieht sich auf die, die die Gottheit Christi in Abrede stellen</li>
<li>viele Passagen bei Irenäus beweisen, dass er Christus als den alleinigen und gleichen Gott wie den Vater ansah</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Nun häufen die Gegner der Dreieinigkeitslehre eine Menge Stellen aus Irenäus an, wo dieser behauptet, der Vater Jesu Christi sei der einige, ewige Gott Israels. Aber das geschieht aus beschämender Unwissenheit oder höchster Gottlosigkeit. Denn sie hätten doch bemerken müssen, daß dieser rechtschaffene Mann mit Schwindel­köpfen zu tun und zu streiten hatte, die behaupteten, nicht der Vater Christi sei der Gott, der einst durch Mose und die Propheten geredet hatte, sondern ich weiß nicht was für ein aus dem Verfall der Welt entsprungenes Gespenst. Deshalb besteht seine ganze Mühe darin, zu zeigen, daß in der Schrift kein anderer Gott verkündigt wird als der Vater Christi, und daß es Unsinn sei, sich einen anderen auszudenken. Aus diesem Grunde ist es auch nicht verwunderlich, daß er so oft feststellt, der Gott Israels sei kein anderer als der, den Christus und die Apostel verherrlichten! So werden wir doch auch jetzt, wo wir dem umgekehrten Irrtum entgegentreten müssen, in Wahrheit sagen, der Gott, der einst den Vätern erschien, sei kein anderer gewesen als Christus. Und wenn dann einer einwenden wollte, es sei der Vater ge­wesen, so werden wir ihm sofort antworten: wenn wir für Christi Gottheit kämpfen, so schließen wir doch die des Vaters nicht im mindesten aus. Wenn der Leser auf die dargelegte Absicht des Irenäus achtet, so wird aller Streit aufhören. Aber auch aus dem sechsten Kapitel des dritten Buches wird der Zwist leicht geschlichtet: denn da stellt der fromme Mann mit Nachdruck das eine fest: Der wahre, einige Gott ist der, welcher in der Schrift schlechthin und ohne nähere Bestimmung Gott ge­nannt wird — Christus aber wird schlechthin Gott genannt. Wir wollen uns aber erinnern, daß dies der Hauptpunkt der Erörterung war — wie aus dem ganzen Ge­dankengang und insbesondere aus dem 46. Kapitels des zweiten Buches deutlich wird: nämlich daß die Schrift den Vater nicht etwa figürlich oder gleichnisweise so nennt, als ob er in Wirklichkeit nicht Gott wäre. Auch stellt er doch die Behauptung auf, der Sohn wie der Vater würden miteinander von den Propheten und Aposteln „Gott“ genannt (Buch III, Kap. 9). Danach setzt er auseinander, wie Christus, der der Herr, König, Gott und Richter über alles sei, von dem, der der Gott über alles sei, seine Macht empfangen habe — natürlich hinsichtlich seiner Erniedrigung, weil er ja erniedrigt wurde bis zum Tode am Kreuz (Buch III, Kap. 12). Kurz danach behauptet er indes, der Sohn sei der Schöpfer Himmels und der Erden, der durch Moses Hand das Gesetz gegeben habe und den Vätern erschienen sei (Buch III, Kap. 15). Wenn auch jetzt noch jemand schwatzt, für Irenäus sei der Gott Israels einzig und allein der Vater, dann werde ich ihm entgegenhalten, was derselbe Schrift­steller offen lehrt, nämlich daß das gleiche auch von Jesus Christus gilt — wie denn auch Irenäus auf ihn die Weissagung des Habakuk bezieht: „Gott wird von Süden kommen.“ (Hab. 3,3; Irenäus Buch III, Kap. 16 und 20). Dahin gehört auch, was man im neunten Kapitel des vierten Buches lesen kann: Er, Christus ist mit dem Vater der eine Gott der Lebendigen. Und im zwölften Kapitel desselben Buches setzt er auseinander, Abraham habe Gott geglaubt; denn Christus sei der Schöpfer Himmels und der Erde und der einige Gott!</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  {de:Irenäus von Lyon} bestand darauf, dass der Vater Christi der alleinige und ewige Gott Israels sei: diese Aussage verwenden sie gegen uns   wir müssen dabei bedenken, dass Irenäus gegen die Irrlehrer kämpfte, die behaupteten,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	{de:Irenäus von Lyon} bestand darauf, dass der Vater Christi der alleinige und ewige Gott Israels sei: diese Aussage verwenden sie gegen uns
	wir müssen dabei bedenken, dass Irenäus gegen die Irrlehrer kämpfte, die behaupteten, dass der Gott des Alten Testaments und der Vater Christi nicht die gleiche Person sei; unser Einwand bezieht sich auf die, die die Gottheit Christi in Abrede stellen
	viele Passagen bei Irenäus beweisen, dass er Christus als den alleinigen und gleichen Gott wie den Vater ansah

Text

Nun häufen die Gegner der Dreieinigkeitslehre eine Menge Stellen aus Irenäus an, wo dieser behauptet, der Vater Jesu Christi sei der einige, ewige Gott Israels. Aber das geschieht aus beschämender Unwissenheit oder höchster Gottlosigkeit. Denn sie hätten doch bemerken müssen, daß dieser rechtschaffene Mann mit Schwindel­köpfen zu tun und zu streiten hatte, die behaupteten, nicht der Vater Christi sei der Gott, der einst durch Mose und die Propheten geredet hatte, sondern ich weiß nicht was für ein aus dem Verfall der Welt entsprungenes Gespenst. Deshalb besteht seine ganze Mühe darin, zu zeigen, daß in der Schrift kein anderer Gott verkündigt wird als der Vater Christi, und daß es Unsinn sei, sich einen anderen auszudenken. Aus diesem Grunde ist es auch nicht verwunderlich, daß er so oft feststellt, der Gott Israels sei kein anderer als der, den Christus und die Apostel verherrlichten! So werden wir doch auch jetzt, wo wir dem umgekehrten Irrtum entgegentreten müssen, in Wahrheit sagen, der Gott, der einst den Vätern erschien, sei kein anderer gewesen als Christus. Und wenn dann einer einwenden wollte, es sei der Vater ge­wesen, so werden wir ihm sofort antworten: wenn wir für Christi Gottheit kämpfen, so schließen wir doch die des Vaters nicht im mindesten aus. Wenn der Leser auf die dargelegte Absicht des Irenäus achtet, so wird aller Streit aufhören. Aber auch aus dem sechsten Kapitel des dritten Buches wird der Zwist leicht geschlichtet: denn da stellt der fromme Mann mit Nachdruck das eine fest: Der wahre, einige Gott ist der, welcher in der Schrift schlechthin und ohne nähere Bestimmung Gott ge­nannt wird — Christus aber wird schlechthin Gott genannt. Wir wollen uns aber erinnern, daß dies der Hauptpunkt der Erörterung war — wie aus dem ganzen Ge­dankengang und insbesondere aus dem 46. Kapitels des zweiten Buches deutlich wird: nämlich daß die Schrift den Vater nicht etwa figürlich oder gleichnisweise so nennt, als ob er in Wirklichkeit nicht Gott wäre. Auch stellt er doch die Behauptung auf, der Sohn wie der Vater würden miteinander von den Propheten und Aposteln „Gott“ genannt (Buch III, Kap. 9). Danach setzt er auseinander, wie Christus, der der Herr, König, Gott und Richter über alles sei, von dem, der der Gott über alles sei, seine Macht empfangen habe — natürlich hinsichtlich seiner Erniedrigung, weil er ja erniedrigt wurde bis zum Tode am Kreuz (Buch III, Kap. 12). Kurz danach behauptet er indes, der Sohn sei der Schöpfer Himmels und der Erden, der durch Moses Hand das Gesetz gegeben habe und den Vätern erschienen sei (Buch III, Kap. 15). Wenn auch jetzt noch jemand schwatzt, für Irenäus sei der Gott Israels einzig und allein der Vater, dann werde ich ihm entgegenhalten, was derselbe Schrift­steller offen lehrt, nämlich daß das gleiche auch von Jesus Christus gilt — wie denn auch Irenäus auf ihn die Weissagung des Habakuk bezieht: „Gott wird von Süden kommen.“ (Hab. 3,3; Irenäus Buch III, Kap. 16 und 20). Dahin gehört auch, was man im neunten Kapitel des vierten Buches lesen kann: Er, Christus ist mit dem Vater der eine Gott der Lebendigen. Und im zwölften Kapitel desselben Buches setzt er auseinander, Abraham habe Gott geglaubt; denn Christus sei der Schöpfer Himmels und der Erde und der einige Gott!</itunes:summary>
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		<title>Die Unterordnung des fleischgewordenen Wortes unter den Vater ist kein Gegenbeweis (Institutio 1-13-26)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/die-unterordnung-des-fleischgewordenen-wortes-unter-den-vater-ist-kein-gegenbeweis-institutio-1-13-26/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 07:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung sie behaupten dass Christus, wäre er wirklich Gott, zu Unrecht &#8220;Sohn&#8221; genannt wird als Christus Gott in Johannes 17:3 anredet, so spricht er in der Funktion des Mittlers, aber seine Gottheit wird auf keine Weise verringert, obwohl sie in dieser Welt verborgen ist: im Wort &#8220;Gott&#8221; schliesst er sich mit ein die höhere Stellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>sie behaupten dass Christus, wäre er wirklich Gott, zu Unrecht &#8220;Sohn&#8221; genannt wird</li>
<li>als Christus Gott in Johannes 17:3 anredet, so spricht er in der Funktion des Mittlers, aber seine Gottheit wird auf keine Weise verringert, obwohl sie in dieser Welt verborgen ist: im Wort &#8220;Gott&#8221; schliesst er sich mit ein</li>
<li>die höhere Stellung des Vater hinsichtlich des Sohnes bedeutet nicht, dass die Unterordnung des Sohnes ihn auf den zweiten Rang unter den Vater bezüglich der himmlischen Herrlichkeit stellt: Christus erniedrigt sich bis zu uns, um uns bis zum Vater und zu ihm zu erheben, da er eins mit Gott ist.</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Der Einwand, Christus trage, wenn er im eigentlichen Sinne Gott sei, die Be­zeichnung Gottes Sohn zu Unrecht, ist bereits beantwortet worden: Wo eine Per­son mit der anderen verglichen wird, da wird der Name „Gott“ nicht allgemein, schlechthin gebraucht, sondern auf den Vater beschränkt, weil er ja der Anfang der Gottheit ist, und zwar nicht — wie die Schwärmer schwatzen — seinem Wesen, sondern der Ordnung nach. In diesem Sinne ist Christi Anrede an den Vater auf­zufassen: „Das ist das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, erkennen, und den du gesandt hast &#8230;“ (Joh. 17,3). Denn wenn er als der Mittler redet, so steht er mitten zwischen Gott und den Menschen — aber darüber wird seine Majestät doch nicht verringert. Denn obwohl er sich entäußert hat, so hat er doch seine Herrlichkeit, die vor der Welt verborgen wurde, beim Va­ter nicht verloren. So scheut sich auch der Verfasser des Hebräerbriefs, obwohl er bekennt, Christus sei eine Zeitlang unter die Engel erniedrigt worden (Hebr. 2,7.9), doch nicht, gleichzeitig zu behaupten, er sei der ewige Gott, der die Erde gegründet hat (Hebr. 1,10).</p>
<p lang="de-CH">Man muß also festhalten: sooft Christus als unser Mittler den Vater anredet, versteht er unter dem Namen „Gott“ die Gottheit, die ihm auch selber zukommt. Wenn er zu den Aposteln sagt: „Es ist gut, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich“ (Joh. 16,7; 14,28), so schreibt er sich damit nicht eine Art „Neben-Gottheit“ zu, als ob er auch hinsichtlich der ewigen Gottheit geringer sei als der Vater, sondern er sagt es, weil er, im Besitz seiner himmlischen Herrlichkeit, auch die Gläubigen zur Teilnahme an dieser Herrlichkeit führt. Er gibt dem Vater den hö­heren Platz, sofern sich die sichtbare Vollkommenheit des Glanzes, die im Himmel erscheint, von dem Maß der Herrlichkeit unterscheidet, die an ihm in seiner Fleischgestalt zu sehen war. In diesem Sinne sagt auch Paulus, Christus werde Gott und dem Vater das Reich zurückgeben, auf daß Gott sei alles in allen (1. Kor. 15,24). Es gibt nichts Widersinnigeres, als der Gottheit Christi ihren immerwährenden Be­stand abzusprechen. Denn er wird nie aufhören, der Sohn Gottes zu sein, und er wird stets bleiben, der er von Anbeginn war; daraus folgt, daß hier unter dem „Va­ter“ das eine Wesen Gottes zu verstehen ist, das dem Vater und dem Sohne ge­meinsam ist. Und Christus ist doch gewiß zur Erde gekommen, damit er uns nicht nur zum Vater ziehe, sondern zugleich zu sich selber, denn er ist ja eins mit dem Vater. Den Namen „Gott“ aber auf den Vater zu beschränken und ihn dem Sohne zu nehmen, das ist weder erlaubt noch richtig. Denn wenn Johannes sagt, er sei wahrer Gott (Joh. 1,1), so hat er damit auch vermeiden wollen, daß jemand meinte, er stehe auf einer zweiten Stufe der Gottheit unter dem Vater. Ich kann mir auch nicht vorstellen, was sich diese Erschaffer neuer Götter eigentlich denken, wenn sie einerseits bekennen, Christus sei wahrer Gott — und ihn dann doch von der Gott­heit des Vaters ausschließen, als ob einer wahrer Gott wäre, der nicht der eine ist, und als ob eine übertragene Gottheit nicht ein neues Trugbild wäre!</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  sie behaupten dass Christus, wäre er wirklich Gott, zu Unrecht &quot;Sohn&quot; genannt wird   als Christus Gott in Johannes 17:3 anredet, so spricht er in der Funktion des Mittlers, aber seine Gottheit wird auf keine Weise verringert,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	sie behaupten dass Christus, wäre er wirklich Gott, zu Unrecht &quot;Sohn&quot; genannt wird
	als Christus Gott in Johannes 17:3 anredet, so spricht er in der Funktion des Mittlers, aber seine Gottheit wird auf keine Weise verringert, obwohl sie in dieser Welt verborgen ist: im Wort &quot;Gott&quot; schliesst er sich mit ein
	die höhere Stellung des Vater hinsichtlich des Sohnes bedeutet nicht, dass die Unterordnung des Sohnes ihn auf den zweiten Rang unter den Vater bezüglich der himmlischen Herrlichkeit stellt: Christus erniedrigt sich bis zu uns, um uns bis zum Vater und zu ihm zu erheben, da er eins mit Gott ist.

Text
Der Einwand, Christus trage, wenn er im eigentlichen Sinne Gott sei, die Be­zeichnung Gottes Sohn zu Unrecht, ist bereits beantwortet worden: Wo eine Per­son mit der anderen verglichen wird, da wird der Name „Gott“ nicht allgemein, schlechthin gebraucht, sondern auf den Vater beschränkt, weil er ja der Anfang der Gottheit ist, und zwar nicht — wie die Schwärmer schwatzen — seinem Wesen, sondern der Ordnung nach. In diesem Sinne ist Christi Anrede an den Vater auf­zufassen: „Das ist das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, erkennen, und den du gesandt hast ...“ (Joh. 17,3). Denn wenn er als der Mittler redet, so steht er mitten zwischen Gott und den Menschen — aber darüber wird seine Majestät doch nicht verringert. Denn obwohl er sich entäußert hat, so hat er doch seine Herrlichkeit, die vor der Welt verborgen wurde, beim Va­ter nicht verloren. So scheut sich auch der Verfasser des Hebräerbriefs, obwohl er bekennt, Christus sei eine Zeitlang unter die Engel erniedrigt worden (Hebr. 2,7.9), doch nicht, gleichzeitig zu behaupten, er sei der ewige Gott, der die Erde gegründet hat (Hebr. 1,10).
Man muß also festhalten: sooft Christus als unser Mittler den Vater anredet, versteht er unter dem Namen „Gott“ die Gottheit, die ihm auch selber zukommt. Wenn er zu den Aposteln sagt: „Es ist gut, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich“ (Joh. 16,7; 14,28), so schreibt er sich damit nicht eine Art „Neben-Gottheit“ zu, als ob er auch hinsichtlich der ewigen Gottheit geringer sei als der Vater, sondern er sagt es, weil er, im Besitz seiner himmlischen Herrlichkeit, auch die Gläubigen zur Teilnahme an dieser Herrlichkeit führt. Er gibt dem Vater den hö­heren Platz, sofern sich die sichtbare Vollkommenheit des Glanzes, die im Himmel erscheint, von dem Maß der Herrlichkeit unterscheidet, die an ihm in seiner Fleischgestalt zu sehen war. In diesem Sinne sagt auch Paulus, Christus werde Gott und dem Vater das Reich zurückgeben, auf daß Gott sei alles in allen (1. Kor. 15,24). Es gibt nichts Widersinnigeres, als der Gottheit Christi ihren immerwährenden Be­stand abzusprechen. Denn er wird nie aufhören, der Sohn Gottes zu sein, und er wird stets bleiben, der er von Anbeginn war; daraus folgt, daß hier unter dem „Va­ter“ das eine Wesen Gottes zu verstehen ist, das dem Vater und dem Sohne ge­meinsam ist. Und Christus ist doch gewiß zur Erde gekommen, damit er uns nicht nur zum Vater ziehe, sondern zugleich zu sich selber, denn er ist ja eins mit dem Vater. Den Namen „Gott“ aber auf den Vater zu beschränken und ihn dem Sohne zu nehmen, das ist weder erlaubt noch richtig. Denn wenn Johannes sagt, er sei wahrer Gott (Joh. 1,1), so hat er damit auch vermeiden wollen, daß jemand meinte, er stehe auf einer zweiten Stufe der Gottheit unter dem Vater. Ich kann mir auch nicht vorstellen, was sich diese Erschaffer neuer Götter eigentlich denken, wenn sie einerseits bekennen, Christus sei wahrer Gott — und ihn dann doch von der Gott­heit des Vaters ausschließen, als ob einer wahrer Gott wäre, der nicht der eine ist, und als ob eine übertragene Gottheit nicht ein neues Trugbild wäre!</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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	</item>
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		<title>1. Johannesbrief 5:6-9</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/neues-testament/1-johannesbrief/1-johannesbrief-56-9/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 17:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[1.Johannesbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Dreieinigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[6 Dieser ist&#8217;s, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut; und der Geist ist&#8217;s, der da zeuget, denn der Geist ist die Wahrheit. 7 Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der heilige Geist; und diese drei sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em><strong>6 Dieser ist&#8217;s, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut; und der Geist ist&#8217;s, der da zeuget, denn der Geist ist die Wahrheit.<br />
7 Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der heilige Geist; und diese drei sind eins;<br />
8 und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei zielen auf einen Punkt.<br />
9 So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis grösser; denn Gottes Zeugnis das, das er gezeugt hat von seinem Sohn.</strong></em></p></blockquote>
<blockquote><p><strong><em>V. 6 Dieser ist&#8217;s, der da kommt</em></strong></p></blockquote>
<ol>
<li>Was das Alte Testament nur schattenhaft ankündigte, ist uns in Christus in Klarheit offenbart.</li>
<li>&#8220;Wasser und Blut&#8221; deuten auf alttestamentliche Praktiken der Thora hin</li>
<li>Man sollte nicht unnötig einen Gegensatz zwischen dem Alten und Neuen Testament machen, denn Christus hat das Alte erfüllt und nicht abgeschafft.</li>
<li>Wasser symbolisiert das Abwaschen von Schuld, auf dass der Mensch rein sei und Gott nahen kann</li>
<li>Blut dient der Sühnung und ist Pfand der Versöhnung. Durch das Blut wird Gott gnädig</li>
<li>Das Wasser kann nicht auf die Taufe bezogen werden</li>
<li>Das Wasser und Blut aus Christi Seite ist ein Wunder, dass die wahre Reinigung darstellt</li>
<li>Alles zielt das dies ab: die Menschen wurden gereinigt von der Sünde und erlöst von der Strafe, Gott ist ihnen gnädig</li>
<li>Christus ist die Wahrheit, das Gesetz war nur Schattenbilder</li>
</ol>
<blockquote><p><em><strong>Der Geist ist&#8217;s, der da zeuget&#8230;</strong></em></p></blockquote>
<ol>
<li>Der Geist Gottes macht gewiss, auf das wir einen starken Glauben haben</li>
<li>Der Geist wird als Wahrheit bezeichnet, weil seine Autorität unzweifelhaft ist</li>
</ol>
<blockquote><p><em><strong> V.7 Drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der heilige Geist</strong></em></p></blockquote>
<ol>
<li>Dieser Satz fehlt in einige Manuskripten, aber passt gut in den Kontext</li>
<li>Um unseren Glauben in Christus zu stärken, will Gott ihn uns auf dreifache Weise bezeugen</li>
<li>Vater, das ewige Wort und der Heilige Geist erkennen in Übereinstimmung Christus an</li>
<li>Der Geist wird zweimal genannt, weil er Christus auf so mannigfache Weise bezeugt, im Himmel wie auch als Pfand und Siegel in unseren Herzen</li>
</ol>
<blockquote><p><em><strong> V.8 Drei sind, die da zeugen auf Erden</strong></em></p></blockquote>
<ol>
<li>Durch diese Zeugen wird jede Verwerfung Christi unentschuldbar, da durch das Blut und das Wasser das Pfand und die Wirkung des Heils bezeugt wird</li>
<li>Der Heilige Geist versiegelt das Zeugnis des Wassers und des Blutes in den Herzen</li>
<li>Durch seine Kraft kommt die Frucht des Todes Christi zu uns</li>
<li>Alle göttliche Herrlichkeit würde doch uns verschlossen bleiben, wenn uns nicht der Geist die Augen des Glaubens öffnete.</li>
<li>Das Werk des Heiligen Geist ist es, durch Christi Blut unsere Gewissen zu reinigen und die gebrachte Reinigung in uns wirksam zu machen.</li>
<li>Der Glaube ergreift keinen leeren Christus, sondern die lebendige Kraft von ihm.</li>
<li>Das Blut und das Wasser habe je eine spezielle Rolle zu spielen, obwohl in der Sühne (Blut) schon die Waschung mit eingeschlossen ist.</li>
<li>Es ist wegen unserer menschlichen Schwachheit, dass Gott das Opfer und die Waschung einführte.</li>
<li>Christus gibt uns das ganze Heil, auf das wir nicht anderswo zu suchen haben</li>
</ol>
<blockquote><p><em><strong>V.9 So wir der Menschen Zeugnis annehmen&#8230;</strong></em></p></blockquote>
<ol>
<li>Von kleineren zum grösseren: Gottes Beglaubigung zu schmähen ist viel schlimmer als dies der Menschen</li>
<li>Wenn wir doch den Menschen glauben, die lügen und betrügen, warum da nicht Gott, der doch der höchste Richter ist.</li>
<li>Es ist unsere verkehrte Natur, die uns den Glauben verwehrt</li>
<li>Die Kraft, zu reinigen und zu sühnen, war nicht irdisch, sondern himmlisch.</li>
<li>Darum ist Christi Blut so kostbar, weil es die Kraft hat, Sünden zu tilgen</li>
</ol>
<blockquote><p><strong><em> Denn Gottes Zegnis ist das&#8230;</em></strong></p></blockquote>
<ol>
<li>Gott kann man nur glauben, wenn man an Christus glaubt.</li>
<li>Wir können also mit ruhigen Gewissen Christus glauben, da er durch sein Ansehen unsern Glauben bestätigt.</li>
<li>Gott ist der Urheber dieses Glaubens.</li>
<li>Daher ist es nicht ein Meinen oder Hoffen, sondern eine Gewissheit.</li>
</ol>
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		<itunes:subtitle>6 Dieser ist&#039;s, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut; und der Geist ist&#039;s, der da zeuget, denn der Geist ist die Wahrheit. 7 Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>6 Dieser ist&#039;s, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut; und der Geist ist&#039;s, der da zeuget, denn der Geist ist die Wahrheit.
7 Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der heilige Geist; und diese drei sind eins;
8 und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei zielen auf einen Punkt.
9 So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis grösser; denn Gottes Zeugnis das, das er gezeugt hat von seinem Sohn.
V. 6 Dieser ist&#039;s, der da kommt

	Was das Alte Testament nur schattenhaft ankündigte, ist uns in Christus in Klarheit offenbart.
	&quot;Wasser und Blut&quot; deuten auf alttestamentliche Praktiken der Thora hin
	Man sollte nicht unnötig einen Gegensatz zwischen dem Alten und Neuen Testament machen, denn Christus hat das Alte erfüllt und nicht abgeschafft.
	Wasser symbolisiert das Abwaschen von Schuld, auf dass der Mensch rein sei und Gott nahen kann
	Blut dient der Sühnung und ist Pfand der Versöhnung. Durch das Blut wird Gott gnädig
	Das Wasser kann nicht auf die Taufe bezogen werden
	Das Wasser und Blut aus Christi Seite ist ein Wunder, dass die wahre Reinigung darstellt
	Alles zielt das dies ab: die Menschen wurden gereinigt von der Sünde und erlöst von der Strafe, Gott ist ihnen gnädig
	Christus ist die Wahrheit, das Gesetz war nur Schattenbilder

Der Geist ist&#039;s, der da zeuget...

	Der Geist Gottes macht gewiss, auf das wir einen starken Glauben haben
	Der Geist wird als Wahrheit bezeichnet, weil seine Autorität unzweifelhaft ist

 V.7 Drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der heilige Geist

	Dieser Satz fehlt in einige Manuskripten, aber passt gut in den Kontext
	Um unseren Glauben in Christus zu stärken, will Gott ihn uns auf dreifache Weise bezeugen
	Vater, das ewige Wort und der Heilige Geist erkennen in Übereinstimmung Christus an
	Der Geist wird zweimal genannt, weil er Christus auf so mannigfache Weise bezeugt, im Himmel wie auch als Pfand und Siegel in unseren Herzen

 V.8 Drei sind, die da zeugen auf Erden

	Durch diese Zeugen wird jede Verwerfung Christi unentschuldbar, da durch das Blut und das Wasser das Pfand und die Wirkung des Heils bezeugt wird
	Der Heilige Geist versiegelt das Zeugnis des Wassers und des Blutes in den Herzen
	Durch seine Kraft kommt die Frucht des Todes Christi zu uns
	Alle göttliche Herrlichkeit würde doch uns verschlossen bleiben, wenn uns nicht der Geist die Augen des Glaubens öffnete.
	Das Werk des Heiligen Geist ist es, durch Christi Blut unsere Gewissen zu reinigen und die gebrachte Reinigung in uns wirksam zu machen.
	Der Glaube ergreift keinen leeren Christus, sondern die lebendige Kraft von ihm.
	Das Blut und das Wasser habe je eine spezielle Rolle zu spielen, obwohl in der Sühne (Blut) schon die Waschung mit eingeschlossen ist.
	Es ist wegen unserer menschlichen Schwachheit, dass Gott das Opfer und die Waschung einführte.
	Christus gibt uns das ganze Heil, auf das wir nicht anderswo zu suchen haben

V.9 So wir der Menschen Zeugnis annehmen...

	Von kleineren zum grösseren: Gottes Beglaubigung zu schmähen ist viel schlimmer als dies der Menschen
	Wenn wir doch den Menschen glauben, die lügen und betrügen, warum da nicht Gott, der doch der höchste Richter ist.
	Es ist unsere verkehrte Natur, die uns den Glauben verwehrt
	Die Kraft, zu reinigen und zu sühnen, war nicht irdisch, sondern himmlisch.
	Darum ist Christi Blut so kostbar, weil es die Kraft hat, Sünden zu tilgen

 Denn Gottes Zegnis ist das...

	Gott kann man nur glauben, wenn man an Christus glaubt.
	Wir können also mit ruhigen Gewissen Christus glauben, da er durch sein Ansehen unsern Glauben bestätigt.
	Gott ist der Urheber dieses Glaubens.
	Daher ist es nicht ein Meinen oder Hoffen, sondern eine Gewissheit.</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Das göttliche Wesen ist allen drei Personen gemeinsam (Institutio 1-13-25)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/das-gottliche-wesen-ist-allen-drei-personen-gemeinsam-institutio-1-13-25/</link>
		<comments>http://www.calvinismus.ch/institutio/das-gottliche-wesen-ist-allen-drei-personen-gemeinsam-institutio-1-13-25/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 00:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 13]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Dreieinigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Irrlehre]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung sie teilen die göttliche Wesensart zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist auf, gegen unsere Lehre und das klare Zeugnis der Bibel, dass die Einheit Gottes lehrt sie schreiben uns fälschlicherweise eine &#8220;Quaternität&#8221; (des göttlichen Wesens plus die drei Personen) zu für uns liegt die Einheit im Wesen Gottes, die Dreiheitin den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>sie teilen die göttliche Wesensart zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist auf, gegen unsere Lehre und das klare Zeugnis der Bibel, dass die Einheit Gottes lehrt</li>
<li>sie schreiben uns fälschlicherweise eine &#8220;Quaternität&#8221; (des göttlichen Wesens plus die drei Personen) zu</li>
<li>für uns liegt die Einheit im Wesen Gottes, die Dreiheitin den Personen</li>
<li>die Schlussfolgerung ihres absurden und gottlosen Irrtums wäre, dass die Dreieinigkeit eine Zusammensetzung von einem Gott mit zwei erschaffenen Wesen wäre</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Der Irrtum unserer Gegner besteht darin, daß man sich in Gott drei Einzelwesen erträumt, die je einen Teil des (göttlichen) Wesens hätten. Aus der Schrift heraus aber lehren wir, daß Gott seinem Wesen nach einer ist und daß deshalb das Wesen des Sohnes und des Geistes ungezeugt ist. Freilich, sofern der Vater der Ordnung nach der Erste ist und seine Weisheit aus sich heraus zeugte, heißt er, wie wir oben schon sagten, mit Recht Anfang und Quelle der Gottheit. So ist Gott— ohne nähere Bestimmung — ungezeugt, und der Vater auch hinsichtlich seiner Person ungezeugt. In ihrer Torheit meinen sie aus unserem Satz die Annahme einer Vierheit folgern zu können, weil sie fälschlich und lästerlich uns das Gebild ihres Gehirns unterschieben, als ob wir meinten, die drei Personen gingen in der Weise einer Ableitung aus dem einen Wesen (das dann ein Viertes wäre!) hervor. Und dabei leuchtet doch aus unseren Schriften mit Deutlichkeit ein, daß wir die Personen nicht aus dem Wesen ableiten, sondern eine Unterscheidung setzen, da sie ja in dem Wesen beruhen. Wären die Personen vom Wesen geschieden, so wäre die gegnerische Meinung zu begreifen; aber dann handelte es sich um eine Dreieinig­keit von Göttern, nicht aber von Personen, die der eine Gott in sich um­faßt. So verschwindet auch ihre abgeschmackte Frage, ob denn das göttliche Wesen zur Bildung der Trinität mitwirke — als ob wir uns einbildeten, daß aus dem We­sen drei Götter kämen! Wenn sie sagen, dann sei das ja eine Dreieinigkeit ohne Gott, so stammt das aus der gleichen Unsinnigkeit; denn obwohl das göttliche Wesen nicht als Teil oder Glied mit zur Unterscheidung kommt, so sind doch die Personen weder ohne dies Wesen, noch außerhalb seiner: der Vater könnte nicht der Vater sein, wenn er nicht Gott wäre, und der Sohn ist nur dadurch der Sohn, daß er Gott ist. Die Gottheit schlechthin ist aus sich selber, und so bekennen wir, daß der Sohn als Gott, abgesehen von der Person, aus sich selber ist, daß er aber als Sohn vom Vater her ist. So hat sein Wesen keinen Anfang, aber seine Person hat ihren Anfang in Gott selber. So beziehen auch die rechtgläubigen Schriftsteller, die früher über die Dreieinigkeit gesprochen haben, diesen Begriff ausschließlich auf die Personen; denn es wäre widersinnig, grob und gottlos, das Wesen selbst zum Gegenstand einer Unterscheidung zu machen. Wer also meint, es wirkten die drei zusammen: das (göttliche) Wesen, der Sohn und der Geist, der macht offenkundig das göttliche Wesen des Sohnes und des Geistes selber zunichte! Andernfalls müßten die „Teile“ miteinander vermischt werden und zusammenfallen (also sozusagen alle im „Wesen“ aufgehen!) &#8211; aber damit wäre alle Unterscheidung zunichte! Wenn schließlich „Vater“ und „Gott“ gleichbedeutende Begriffe wären, der Vater also der Gottschöpfer (deificator) wäre, dann bliebe im Sohne nichts übrig als ein Schatten, und die ganze Dreieinigkeit wäre nichts anderes als die Vereinigung Gottes mit — zwei geschaffenen Dingen!</p>
]]></content:encoded>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  sie teilen die göttliche Wesensart zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist auf, gegen unsere Lehre und das klare Zeugnis der Bibel, dass die Einheit Gottes lehrt   sie schreiben uns fälschlicherweise eine &quot;Quaternität&quot; (...</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	sie teilen die göttliche Wesensart zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist auf, gegen unsere Lehre und das klare Zeugnis der Bibel, dass die Einheit Gottes lehrt
	sie schreiben uns fälschlicherweise eine &quot;Quaternität&quot; (des göttlichen Wesens plus die drei Personen) zu
	für uns liegt die Einheit im Wesen Gottes, die Dreiheitin den Personen
	die Schlussfolgerung ihres absurden und gottlosen Irrtums wäre, dass die Dreieinigkeit eine Zusammensetzung von einem Gott mit zwei erschaffenen Wesen wäre

Text

Der Irrtum unserer Gegner besteht darin, daß man sich in Gott drei Einzelwesen erträumt, die je einen Teil des (göttlichen) Wesens hätten. Aus der Schrift heraus aber lehren wir, daß Gott seinem Wesen nach einer ist und daß deshalb das Wesen des Sohnes und des Geistes ungezeugt ist. Freilich, sofern der Vater der Ordnung nach der Erste ist und seine Weisheit aus sich heraus zeugte, heißt er, wie wir oben schon sagten, mit Recht Anfang und Quelle der Gottheit. So ist Gott— ohne nähere Bestimmung — ungezeugt, und der Vater auch hinsichtlich seiner Person ungezeugt. In ihrer Torheit meinen sie aus unserem Satz die Annahme einer Vierheit folgern zu können, weil sie fälschlich und lästerlich uns das Gebild ihres Gehirns unterschieben, als ob wir meinten, die drei Personen gingen in der Weise einer Ableitung aus dem einen Wesen (das dann ein Viertes wäre!) hervor. Und dabei leuchtet doch aus unseren Schriften mit Deutlichkeit ein, daß wir die Personen nicht aus dem Wesen ableiten, sondern eine Unterscheidung setzen, da sie ja in dem Wesen beruhen. Wären die Personen vom Wesen geschieden, so wäre die gegnerische Meinung zu begreifen; aber dann handelte es sich um eine Dreieinig­keit von Göttern, nicht aber von Personen, die der eine Gott in sich um­faßt. So verschwindet auch ihre abgeschmackte Frage, ob denn das göttliche Wesen zur Bildung der Trinität mitwirke — als ob wir uns einbildeten, daß aus dem We­sen drei Götter kämen! Wenn sie sagen, dann sei das ja eine Dreieinigkeit ohne Gott, so stammt das aus der gleichen Unsinnigkeit; denn obwohl das göttliche Wesen nicht als Teil oder Glied mit zur Unterscheidung kommt, so sind doch die Personen weder ohne dies Wesen, noch außerhalb seiner: der Vater könnte nicht der Vater sein, wenn er nicht Gott wäre, und der Sohn ist nur dadurch der Sohn, daß er Gott ist. Die Gottheit schlechthin ist aus sich selber, und so bekennen wir, daß der Sohn als Gott, abgesehen von der Person, aus sich selber ist, daß er aber als Sohn vom Vater her ist. So hat sein Wesen keinen Anfang, aber seine Person hat ihren Anfang in Gott selber. So beziehen auch die rechtgläubigen Schriftsteller, die früher über die Dreieinigkeit gesprochen haben, diesen Begriff ausschließlich auf die Personen; denn es wäre widersinnig, grob und gottlos, das Wesen selbst zum Gegenstand einer Unterscheidung zu machen. Wer also meint, es wirkten die drei zusammen: das (göttliche) Wesen, der Sohn und der Geist, der macht offenkundig das göttliche Wesen des Sohnes und des Geistes selber zunichte! Andernfalls müßten die „Teile“ miteinander vermischt werden und zusammenfallen (also sozusagen alle im „Wesen“ aufgehen!) - aber damit wäre alle Unterscheidung zunichte! Wenn schließlich „Vater“ und „Gott“ gleichbedeutende Begriffe wären, der Vater also der Gottschöpfer (deificator) wäre, dann bliebe im Sohne nichts übrig als ein Schatten, und die ganze Dreieinigkeit wäre nichts anderes als die Vereinigung Gottes mit — zwei geschaffenen Dingen!</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Der Name &#8220;Gott&#8221; bezieht sich in der Schrift nicht allein auf den Vater (Institutio 1-13-24)</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 00:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 13]]></category>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung sie wenden ein, dass unbestimmte Erwähnungen von &#8220;Gott&#8221; in der Heiligen Schrift nur den Vater betreffe, weil &#8220;wenn Gott Vater nicht der wahrhaftige Gott wäre, dann würde er sein eigener Vater sein.&#8221; im Gegenteil, ab der Menschwerdung Christi, wurde Christus als Sohn Gottes bezeichnet als ewiges Wort, gezeugt in aller Ewigkeit durch den Vater [...]]]></description>
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<ol>
<li>sie wenden ein, dass unbestimmte Erwähnungen von &#8220;Gott&#8221; in der Heiligen Schrift nur den Vater betreffe, weil &#8220;wenn Gott Vater nicht der wahrhaftige Gott wäre, dann würde er sein eigener Vater sein.&#8221;</li>
<li>im Gegenteil, ab der Menschwerdung Christi, wurde Christus als Sohn Gottes bezeichnet
<ol>
<li>als ewiges Wort, gezeugt in aller Ewigkeit durch den Vater</li>
<li>als Mittler, gekommen um uns mit den Vater zu vereinen</li>
</ol>
</li>
<li>andere Einwände im gleichen Stil werden von der Bibel widerlegt</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Die Behauptung der Gegner, sooft die Schrift „Gott“ schlechtweg nenne, sei ausschließlich der Vater gemeint, kann leicht aus vielen Stellen widerlegt werden; sie zeigen freilich auch bei den Stellen, die sie für sich anführen, ihre Gedankenlosig­keit. Denn dort wird der Name des Sohnes ausdrücklich hinzugesetzt, und eben das zeigt ja, daß der Name „Gott“ in diesem Falle (nicht schlechthin, sondern) in einer Beziehung auftritt und sich daher auf die Person des Vaters beschränkt (vgl. auch Abschnitt 20 dieses Kapitels). Aber ihr Widerspruch ist mit einem ein­zigen Wort zum Schweigen zu bringen. „Wäre nicht allein der Vater wahrer Gott, so wäre er ja sein eigener Vater“, sagen sie. Nun ist aber nichts Widersinniges dar­in zu finden, daß gemäß der Reihenfolge und Ordnung der Vater in besonderer Weise „Gott“ genannt wird, da er nicht nur seine Weisheit aus sich heraus gezeugt hat, sondern auch der Gott des Mittlers ist, wie noch näher gezeigt werden soll. Denn seitdem Christus im Fleische geoffenbart wurde, heißt er nicht nur deshalb „Sohn Gottes“, weil er als das ewige Wort von Ewigkeit her vom Vater gezeugt war, sondern weil er eben Person und Amt des Mittlers angenommen hatte, um uns mit Gott zu vereinigen. Und wenn diese Leute in ihrer Vermessenheit Christus von Gottes Herrlichkeit ausschließen, so möchte ich wissen, ob sich Christus dann nicht auch die Eigenschaft abspricht, gut zu sein, wenn er doch sagt, niemand sei gut denn nur der einige Gott (Matth. 19,17). Ich rede hier nicht von seiner menschlichen Natur — sie könnten sonst sagen, es sei ihm als freies Geschenk Gottes zugeflossen, was in dieser gut war. Nein, ich frage, ob das ewige Wort Gottes gut sei oder nicht. Leugnen sie das, so steht ihre Gottlosigkeit unabstreitbar fest; geben sie es zu, so machen sie sich selbst zunichte. Daß aber Christus auf den ersten Blick die Bezeichnung „gut“ von sich abzuwehren scheint, bestätigt unsere Überzeugung. Denn wenn er auf gewöhnliche Weise als „gut“ gegrüßt wurde, was doch ein einzig und allein Gott zukommender Lobpreis ist, und wenn er dann solche falsche Ehre ablehnt — so weist er selbst darauf hin, daß die Güte, die er besitzt, göttlich sei! Ich frage weiter, ob denn damit, daß Paulus Gott für den allein Unsterblichen, Weisen und Wahrhaftigen erklärt (1. Tim. 1,17), Christus in die Reihe der Sterb­lichen, Unweisen und Unwahrhaftigen eingefügt wird? Der sollte nicht unsterblich sein, der von Anbeginn her das Leben war und den Engeln die Unsterblichkeit gab? Der sollte nicht weise sein, der Gottes ewige Weisheit ist? Der sollte nicht wahr­haftig sein, der doch die Wahrheit selber ist? Ich stelle weiter die Frage, ob jene Leute denn der Meinung sind, Christus sei anzubeten. Denn wenn er ja selber dieses Recht in Anspruch nimmt, daß „vor ihm aller Knie sich beugen sollen“ (Phil. 2,10), so folgt, daß er der Gott ist, der im Gesetz verboten hat, irgendwen anders anzu­beten als ihn allein. Wollen sie nur auf den Vater anwenden, was bei Jesaja steht: „Ich bin es, und ist keiner außer mir“ (Jes. 44,6), so wende ich dieses Zeugnis gegen sie selber an, da wir doch sehen, wie der Apostel Christus beilegt, was Gott zu­kommt! Sinnlos ist auch ihr Einwurf, Christus sei im Fleische erhöht worden, in welchem er sich entäußert hatte, und nach dem Fleische sei ihm alle Gewalt ge­geben worden im Himmel und auf Erden. Denn es ergreift zwar die Majestät des Königs und des Richters die ganze Person des Mittlers; aber wenn sich in ihm nicht Gott geoffenbart hätte im Fleisch, so könnte er eben nicht in solche Höhe er­hoben werden, ohne daß Gott mit sich selber in Widerspruch träte! Diesem Streit macht Paulus aufs beste ein Ende, wenn er lehrt, er sei Gott gleich gewesen, bevor er sich in Knechtsgestalt erniedrigte (Phil. 2,6f.). Wie sollte aber diese Gleichheit bestehen, wenn er nicht der Gott gewesen wäre, der da heißt „Jah“ und „Jehovah“, der da fährt über den Cherubim, der der König ist über die ganze Erde und König in Ewigkeit? Wie sehr sie sich auch sträuben: man kann Christus nicht absprechen, was Jesaja an anderer Stelle sagt: „Siehe, das ist unser Gott, auf den wir harren“ (Jes. 25,9); denn in diesen Worten beschreibt der Prophet die Ankunft des Erlösers, der nicht nur das Volk aus der babylonischen Gefangenschaft erretten, sondern seine Kirche in jeder Hinsicht wiederherstellen sollte.</p>
<p lang="de-CH">Auch mit der anderen Ausflucht erreichen die Gegner nichts: Christus sei bloß in seinem Vater Gott. Wir geben zwar zu, daß nach Ordnung und Reihenfolge der An­fang der Gottheit im Vater liegt. Aber wir erklären es für eine abscheuliche Er­dichtung, wenn man sagt, einzig dem Vater sei das göttliche Wesen eigen, als ob er also den Sohn zum Gott gemacht hätte. (filii deificator esset). Denn auf diese Weise wäre das göttliche Wesen vielfältig, oder aber Christus wäre nur dem Namen und der Einbildung nach Gott! Wenn sie zugeben, daß Christus Gott sei, aber nur als Zweiter neben dem Vater und durch ihn, dann würde in ihm das Wesen, das im Va­ter ungezeugt und ungestaltet ist, gezeugt und gestaltet vorhanden sein. Ich weiß, daß viele darüber ihren Spott haben, daß wir aus Moses Worten eine Unter­scheidung der Personen entnehmen, wenn da Gott so redet: „Lasset uns Men­schen machen, ein Bild, das uns gleich sei &#8230;“ (Gen. 1,26). Aber jeder fromme Leser wird doch einsehen, wie abgeschmackt und unangemessen dieses (gött­liche) Selbstgespräch bei Mose wäre, wenn nicht in Gott mehrere Personen ihr Da­sein hätten. Denn die, welche der Vater anredet, müssen unbedingt ungeschaffen gewesen sein; außer Gott aber, und zwar dem einen, gibt es nichts Ungeschaffenes. Wenn sie nun aber nicht zugeben würden, daß die Schöpfungsgewalt und Befehls­vollmacht dem Vater, dem Sohne und dem Geiste gemeinsam zukomme, dann würde sich ergeben, daß Gott eben nicht in sich selber so geredet, sondern an andere, außer ihm bestehende Werkmeister das Wort gerichtet hätte. Endlich wird eine Stelle zwei ihrer Einwürfe zugleich mit Leichtigkeit unwirksam machen. Denn das Wort Christi selber: „Gott ist Geist“ (Joh. 4,24) ist ja unmöglich auf den Vater allein ein­zuschränken, als ob das Wort etwa nicht geistlichen Wesens sei! Wenn also dem Sohne gleichwie dem Vater der Name „Geist“ zukommt, so ist folglich in dem nicht näher bestimmten Begriff „Gott“ auch der Sohn mit gemeint. Gleich anschließend sagt anderseits Christus, als echte Anbeter Gottes würden nur die anerkannt, die ihn „im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Joh. 4,24). Daraus ergibt sich als Wei­teres: übt der Sohn unter dem Haupte (dem Vater!) das Amt des Lehrers aus, so schreibt er dem Vater den Namen „Gott“ zu, nicht um seine eigene Gottheit abzutun, sondern um uns stufenweise zu ihr zu erheben.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  sie wenden ein, dass unbestimmte Erwähnungen von &quot;Gott&quot; in der Heiligen Schrift nur den Vater betreffe, weil &quot;wenn Gott Vater nicht der wahrhaftige Gott wäre, dann würde er sein eigener Vater sein.&quot;   im Gegenteil,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	sie wenden ein, dass unbestimmte Erwähnungen von &quot;Gott&quot; in der Heiligen Schrift nur den Vater betreffe, weil &quot;wenn Gott Vater nicht der wahrhaftige Gott wäre, dann würde er sein eigener Vater sein.&quot;
	im Gegenteil, ab der Menschwerd...</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Der Sohn ist Gott wie der Vater (Institutio 1-13-23)</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 00:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 13]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung Gentile, Fazy und andere mieden Servetus Gottlosigkeit durch ein oberflächliches Bekennen der drei Personen, doch sie schränken später ihre Aussage ein Zusammenfassung ihrer Lehre Gott Vater ist wahrhaftig und wirklich der alleinige Gott und essentiator seine eigene Gottheit strömte in den Sohn und den Geist als er sie formte daher gibt es einen Unterschied [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>Gentile, Fazy und andere mieden <a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Servetus' target='_blank'>Servetus</a> Gottlosigkeit durch ein oberflächliches Bekennen der drei Personen, doch sie schränken später ihre Aussage ein</li>
<li>Zusammenfassung ihrer Lehre
<ol>
<li>Gott Vater ist wahrhaftig und wirklich der alleinige Gott und essentiator</li>
<li>seine eigene Gottheit strömte in den Sohn und den Geist als er sie formte</li>
<li>daher gibt es einen Unterschied in der Wesensart zwischen dem Vater, auf der einen Seite, und dem Sohn und dem Geist auf der anderen.</li>
</ol>
</li>
<li>Widerlegung: es muss ein Merkmal geben, dass den Vater vom Sohn unterscheidet. Jene welche dieses Merkmal in seinem Wesen suchen, vermindern eindeutig Christi wahre Gottheit hin zum Nichts.</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Aus diesem Sumpf ist dann ein anderes, ähnliches Ungeheuer heraufgestiegen. Denn einige Bösewichter, die der Verachtung und Schande des Servetschen Wahns entgehen wollten, haben zwar bekannt, es seien drei Personen, aber dann als Begründung hinzugefügt: weil der Vater, der allein wirklich und eigentlich Gott ist, den Sohn und den Geist schuf und dadurch seine Gottheit auf sie überströmen ließ! Sie haben sogar nicht einmal die schauderhafte Redensart vermieden, den Vater dar­in vom Sohn und vom Geist unterschieden zu sehen, daß er eben der Seinsurheber (essentiator) sei. Sie suchen ihrer Sache dadurch ein Ansehen zu verschaffen, daß sie sagen, Christus werde doch durchweg Sohn Gottes genannt, und daraus schließen sie, im eigentlichen Sinne sei nur der Vater Gott! Dabei sehen sie an den Tatsachen gänzlich vorbei. Denn der Name Gott, der dem Vater und dem Sohne gemein­sam zukommt, wird doch nur darum gelegentlich dem Vater in besonderer Weise beigelegt, weil er Quelle und Anfang der Gottheit ist, und zwar, damit die unteilbare Einheit des Wesens hervortrete! Auch sagen sie, wenn Christus wirklich Gottes Sohn sei, so sei es doch widersinnig, ihn für den Sohn einer „Person“ (nämlich: des Vaters!) zu halten! Ich antworte: es ist beides wahr. Denn er ist Gottes Sohn, weil er vom Vater als das Wort von Ewigkeit her gezeugt ist — ich rede nämlich hier noch nicht von ihm als dem Mittler. Es muß aber um des Verständnisses willen auch auf die Person geachtet werden: der Name „Gott“ (in der Aussage „Gottes Sohn“) wird also hier nicht allgemein gebraucht, sondern statt „Vater“. Denn wenn wir keinen anderen als Gott anerkennen wollten als den Vater, so würde der Sohn dieser Würde offenkundig beraubt! Wo deshalb die Gottheit erwähnt wird, da ist eine Gegenüberstellung zwischen Sohn und Vater nicht im mindesten angebracht, etwa in dem Sinne, als ob dem Vater allein der Name „wahrer Gott“ zukäme. Denn gewiß war der Gott, der dem Jesaja erschien, der wahre und einige Gott, (Jes. 6,1), und doch behauptet Johannes, das sei Christus gewesen (Joh. 12,41). Und der durch den Mund des Jesaja verhieß, er werde den Juden ein Stein des Anstoßes sein (Jes. 8,14), der war der einige Gott — und Paulus ver­kündet doch, daß es Christus war! (Röm. 9,33). Wenn er durch Jesaja ausruft: „Ich lebe! Und mir sollen sich alle Knie beugen &#8230;“ (Jesaja 45,23), so ist er der einige Gott, und doch wendet Paulus die Stelle auf Christus (Röm. 14,11). Dazu kommen noch die Zeugnisse, die ein anderer Apostel anführt (Hebr. 1,10): „Du, Gott, hast Himmel und Erde gegründet“ (Ps. 102,26) und „Es sollen ihn anbeten alle Engel Gottes“ (Ps. 97,7). Die beziehen sich beide auf den einigen Gott allein, und doch behauptet der Apostel, daß es eigentliche Lobpreisungen Christi sind. Die Aus­flucht, es werde das, was Gott eigen ist, auf Christus übertragen, weil er ja der Widerschein seiner Herrlichkeit sei, kann dagegen nichts machen. Denn da überall der Name „der Herr“ steht, so folgt, daß er hinsichtlich seiner Gottheit aus sich selber ist. Wenn er „der Herr“ ist, so kann eben nicht geleugnet werden, daß er der­selbe Gott ist, der durch Jesaja an anderer Stelle ausruft: „Ich bin es, ich, und ist kein Gott außer mir!“ (Jes. 44,6). Zu beachten ist auch der Ausspruch des Jeremia: „Die Götter, die nicht Himmel und Erde gemacht haben, die sollen von der Erde verschwinden, die unter dem Himmel ist“ (Jer. 10,11). Andererseits wird man doch zugeben müssen, daß der, dessen Gottheit bei Jesaja mehrmals aus der Welt­schöpfung bewiesen wird, Gottes Sohn sei. Wie sollte auch der Schöpfer, der allem das Sein gibt, nicht selbst aus sich selber sein, sondern sein Wesen von anderswo­her leihen müssen? Denn wer behauptet, der Sohn habe vom Vater das Wesen emp­fangen, der leugnet, daß er aus sich selbst sei. Eben dies aber beansprucht der Heilige Geist für ihn, indem er ihn „den Herrn“ nennt. Denn wenn wir annähmen, alles göttliche Wesen sei im Vater allein, so müßten wir dies entweder für teilbar halten oder aber dem Sohn absprechen, der dann, seines Wesens beraubt, nur noch dem Namen nach Gott wäre. Das Wesen Gottes kommt nach der Meinung jener Schwätzer nur dem Vater zu, sofern er allein Wesen hat und dem Sohn das Wesen gibt. So wäre die Gottheit des Sohnes also etwas von Gott Abgeleitetes oder die Abtrennung eines Teils vom Ganzen. Nun müssen sie aber aus ihrem Grundsatz zu­geben, daß der Geist einzig des Vaters Geist ist; denn wenn er eine Ableitung aus dem eigentlichen Wesen ist, das ja nur dem Vater eigen ist, so kann er nicht mit Recht für den Geist des Sohnes gehalten werden. Dies aber weist Paulus an je­ner Stelle zurück, wo er ihn als des Vaters Geist und zugleich als Christi Geist bezeich­net (Röm. 8,9). Nimmt man nun die Person des Vaters solchermaßen aus der Drei­einigkeit heraus, so muß er sich doch wohl vom Sohne und vom Geiste scharf un­terscheiden; und worin sollte der Unterschied dann schließlich anders geschehen als darin, daß er allein wahrer Gott wäre? Man gibt zu, Christus sei Gott, und be­hauptet doch, er unterschiede sich (hinsichtlich seiner Gottheit) vom Vater. Auf der anderen Seite muß es aber auch ein Merkmal zur Unterscheidung geben, so daß der Vater nicht der Sohn ist. Wer diese im Wesen selbst sucht, der macht offen­kundig Christi wahre Gottheit zunichte. Denn ohne das Wesen, und zwar das ganze Wesen, kann sie ja nicht bestehen. Der Vater würde sich doch gar nicht vom Sohne unterscheiden, wenn er nicht etwas Eigenes hätte, an dem der Sohn keinen Anteil hat. Wie soll man nun unterscheiden? Liegt die Unterscheidung im Wesen, so soll man antworten, ob er das Wesen denn nicht dem Sohne mitgeteilt habe. Dies aber konnte nicht teilweise geschehen, weil es Frevel wäre, sich einen halbier­ten Gott vorzustellen. Auf solche Weise hätte man Gottes Wesen gemein zerrissen. Es bleibt daher nur, daß das Wesen ganz und unzerstörbar dem Vater und dem Sohne gemeinsam war. Dann aber gibt es, was das Wesen betrifft, zwischen Va­ter und Sohn keinen Unterschied. Wendet man dagegen ein, der Vater bliebe, in­dem er dem Sohn das Wesen gebe, doch der einige Gott, der das Wesen hat, so macht man Christus zu einem bloß scheinbaren Gott, der es dem Namen nach ist, aber nicht in Wirklichkeit: denn nichts ist Gott so eigen wie das Sein, wie geschrie­ben steht: „Der Seiende sandte mich zu euch“ (Ex. 3,14).</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  Gentile, Fazy und andere mieden {de:Servetus} Gottlosigkeit durch ein oberflächliches Bekennen der drei Personen, doch sie schränken später ihre Aussage ein   Zusammenfassung ihrer Lehre - </itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	Gentile, Fazy und andere mieden {de:Servetus} Gottlosigkeit durch ein oberflächliches Bekennen der drei Personen, doch sie schränken später ihre Aussage ein
	Zusammenfassung ihrer Lehre

	Gott Vater ist wahrhaftig und wirklich der alleinige Gott und essentiator
	seine eigene Gottheit strömte in den Sohn und den Geist als er sie formte
	daher gibt es einen Unterschied in der Wesensart zwischen dem Vater, auf der einen Seite, und dem Sohn und dem Geist auf der anderen.


	Widerlegung: es muss ein Merkmal geben, dass den Vater vom Sohn unterscheidet. Jene welche dieses Merkmal in seinem Wesen suchen, vermindern eindeutig Christi wahre Gottheit hin zum Nichts.

Text
Aus diesem Sumpf ist dann ein anderes, ähnliches Ungeheuer heraufgestiegen. Denn einige Bösewichter, die der Verachtung und Schande des Servetschen Wahns entgehen wollten, haben zwar bekannt, es seien drei Personen, aber dann als Begründung hinzugefügt: weil der Vater, der allein wirklich und eigentlich Gott ist, den Sohn und den Geist schuf und dadurch seine Gottheit auf sie überströmen ließ! Sie haben sogar nicht einmal die schauderhafte Redensart vermieden, den Vater dar­in vom Sohn und vom Geist unterschieden zu sehen, daß er eben der Seinsurheber (essentiator) sei. Sie suchen ihrer Sache dadurch ein Ansehen zu verschaffen, daß sie sagen, Christus werde doch durchweg Sohn Gottes genannt, und daraus schließen sie, im eigentlichen Sinne sei nur der Vater Gott! Dabei sehen sie an den Tatsachen gänzlich vorbei. Denn der Name Gott, der dem Vater und dem Sohne gemein­sam zukommt, wird doch nur darum gelegentlich dem Vater in besonderer Weise beigelegt, weil er Quelle und Anfang der Gottheit ist, und zwar, damit die unteilbare Einheit des Wesens hervortrete! Auch sagen sie, wenn Christus wirklich Gottes Sohn sei, so sei es doch widersinnig, ihn für den Sohn einer „Person“ (nämlich: des Vaters!) zu halten! Ich antworte: es ist beides wahr. Denn er ist Gottes Sohn, weil er vom Vater als das Wort von Ewigkeit her gezeugt ist — ich rede nämlich hier noch nicht von ihm als dem Mittler. Es muß aber um des Verständnisses willen auch auf die Person geachtet werden: der Name „Gott“ (in der Aussage „Gottes Sohn“) wird also hier nicht allgemein gebraucht, sondern statt „Vater“. Denn wenn wir keinen anderen als Gott anerkennen wollten als den Vater, so würde der Sohn dieser Würde offenkundig beraubt! Wo deshalb die Gottheit erwähnt wird, da ist eine Gegenüberstellung zwischen Sohn und Vater nicht im mindesten angebracht, etwa in dem Sinne, als ob dem Vater allein der Name „wahrer Gott“ zukäme. Denn gewiß war der Gott, der dem Jesaja erschien, der wahre und einige Gott, (Jes. 6,1), und doch behauptet Johannes, das sei Christus gewesen (Joh. 12,41). Und der durch den Mund des Jesaja verhieß, er werde den Juden ein Stein des Anstoßes sein (Jes. 8,14), der war der einige Gott — und Paulus ver­kündet doch, daß es Christus war! (Röm. 9,33). Wenn er durch Jesaja ausruft: „Ich lebe! Und mir sollen sich alle Knie beugen ...“ (Jesaja 45,23), so ist er der einige Gott, und doch wendet Paulus die Stelle auf Christus (Röm. 14,11). Dazu kommen noch die Zeugnisse, die ein anderer Apostel anführt (Hebr. 1,10): „Du, Gott, hast Himmel und Erde gegründet“ (Ps. 102,26) und „Es sollen ihn anbeten alle Engel Gottes“ (Ps. 97,7). Die beziehen sich beide auf den einigen Gott allein, und doch behauptet der Apostel, daß es eigentliche Lobpreisungen Christi sind. Die Aus­flucht, es werde das, was Gott eigen ist, auf Christus übertragen, weil er ja der Widerschein seiner Herrlichkeit sei, kann dagegen nichts machen. Denn da überall der Name „der Herr“ steht, so folgt, daß er hinsichtlich seiner Gottheit aus sich selber ist. Wenn er „der Herr“ ist, so kann eben nicht geleugnet werden, daß er der­selbe Gott ist, der durch Jesaja an anderer Stelle ausruft: „Ich bin es, ich, und ist kein Gott außer mir!“ (Jes. 44,6). Zu beachten ist auch der Ausspruch des Jeremia: „Die Götter,</itunes:summary>
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		<title>Servets Bestreitung der Dreieinigkeit (Institutio 1-13-22)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/servets-kritik-gegen-die-dreieinigkeitslehre-institutio-1-13-22/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 00:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung es ist ohne Zweck, alle vergangenen Irrlehren und Missverständnisse aufzuzählen: unsere Aufgabe ist es, die Einheit des Wesens und die Verschiedenheit der Personen gegen jene zu behaupten, die dies verdrehen Zusammenfassung von Servets Lehre: Definition Dreieinigkeit: unvorstellbar und widersprüchlich in Bezug zur Einheit Gottes: die Gottheit ist dreiteilig wenn drei Personen in Gottes Wesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>es ist ohne Zweck, alle vergangenen Irrlehren und Missverständnisse aufzuzählen: unsere Aufgabe ist es, die Einheit des Wesens und die Verschiedenheit der Personen gegen jene zu behaupten, die dies verdrehen</li>
<li>Zusammenfassung von Servets Lehre:
<ol>
<li>Definition
<ol>
<li>Dreieinigkeit: unvorstellbar und widersprüchlich in Bezug zur Einheit Gottes: die Gottheit ist dreiteilig wenn drei Personen in Gottes Wesen sind</li>
<li>Personen: fremdartige Idee, die nicht wirklich Gottes Essenz beschreibt, sondern Gott uns schildert, wie er sich uns zu erkennen gibt; oder &#8211; sichtbare Erscheinung der Herrlichkeit Gottes</li>
</ol>
</li>
<li>die &#8220;Theogonie oder Entstehungsgeschichte Gottes&#8221; von Servet (Servetus)
<ol>
<li>am Anfang: keine Unterscheidung in Gott</li>
<li>Christus entsteht aus Gott und ist Gott: der Geist entsteht aus Gott als anderer Gott</li>
<li>ein Teil Gottes ist im Sohn und im Geist; der Geist ist hauptsächlich in uns und in der ganzen Schöpfung</li>
<li>daher sind der Sohn und der Geist unterschiedslos mit dem Erschaffenen vermischt, und daher wohnt etwas Göttliches nicht nur in der Seele des Menschen, sondern in der gesamten Schöpfung</li>
</ol>
</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Es würde zu weit führen und nur unnützen Überdruß erregen, wollte man all die Irrtümer aufzählen, mit denen die Lauterkeit des Glaubens in diesem Hauptstück der Lehre je angefochten worden ist. ist. Viele von den Urhebern der Ketzerei haben mit ihrem groben Wahn den Versuch, Gottes Herrlichkeit gar zunichte zu machen, so un­ternommen, daß sie sich damit begnügten, Unerfahrene zu erschüttern oder in Ver­wirrung zu bringen. Alsbald aber entsprangen aus einzelnen Menschen ganze Sekten, die zum Teil Gottes Wesen zerreißen, zum Teil die Unterschiedenheit der Personen verwischen wollten. Wenn wir aber nun festhalten, was oben aus der Schrift hin­länglich bewiesen wurde, nämlich daß das Wesen des einen Gottes einfach und un­teilbar ist, und daß es dem Vater, dem Sohne und dem Geiste (gleichermaßen) zu­kommt, daß sich wiederum der Vater durch eine bestimmte Eigenheit vom Sohne und der Sohn vom Geiste unterscheidet — dann ist dem Arius und dem Sabellius und allen früheren Irrlehrern der Eingang versperrt.</p>
<p lang="de-CH">Aber es sind zu unserer Zeit einige Schwindelköpfe wie Servet und seinesgleichen aufgetreten und haben mit neuem Blendwerk alles zu verwirren gesucht, und des­halb ist es doch der Mühe wert, ihre Trügereien kurz zu prüfen. Dem Servet war der Ausdruck „Trinität“ dermaßen verhaßt, ja abscheulich, daß er uns alle „Trinitarier“ nannte und uns als solche für Atheisten erklärte. Ich will dabei noch die Schmähworte übergehen, die er sich ausgedacht hat. Der Hauptinhalt seiner Spe­kulationen war der: Wo man von dem Dasein dreier Personen in Gottes Wesen spräche, da hätte man einen dreiteiligen Gott aufgebracht, und diese Dreiheit sei reine Einbildung, da sie ja gegen die Einheit Gottes verstoße. Nach seiner Anschau­ung wären nun die Personen gewisse äußere Vorstellungen, die nicht etwa wirklich in Gottes Wesen bestünden, sondern uns Gott nur in dieser oder jener Beziehung dar­stellen sollten. Im Anfang habe es in Gott keinerlei Unterschiedenheit gegeben, weil ehedem Wort und Geist noch dasselbe gewesen seien; seitdem aber Christus als Gott von Gott ausgegangen wäre, sei auch ein anderer Geist, ebenfalls als Gott, aus Gott hervorgegangen. Zuweilen putzt er seine Albernheiten mit Sinnbildern auf. So sagt er, das ewige Wort Gottes sei der ewige Geist Christi bei Gott gewesen und ein Ab­glanz der Idee. Oder auch: der Geist sei der Schatten der Gottheit gewesen. Kurz darauf macht er aber dann doch beider Gottheit zunichte und behauptet, es sei nach dem Maße der (göttlichen) Austeilung im Sohne wie im Geiste ein Teil Gottes ge­wesen, so wie derselbe Geist seinem Grundwesen nach in uns und auch in Holz und Stein als ein Teil Gottes vorhanden sei. Was er über die Person des Mittlers schwatzt, werden wir bei Gelegenheit sehen. Seine tolle Erfindung, Person bedeute nichts anderes als eine sichtbare Gestalt der Herrlichkeit Gottes, bedarf keiner langen Widerlegung. Denn wenn Johannes sagt, daß der Logos (das Wort) bereits vor Erschaffung der Welt Gott gewesen sei, so versteht er darunter etwas ganz anderes als eine Idee oder eine sichtbare Gestalt (Joh. 1,1). Wenn aber der Logos, der doch Gott war, schon dazumal und seit aller Ewigkeit bei dem Vater war und seine eigene Herrlichkeit bei dem Vater hatte (Joh. 17,5), dann konnte er nicht ein äußerer und abbildender Schein sein, sondern mußte doch vielmehr eine Hypostase, eine Seins­weise sein, die in Gott wohnte. Und obwohl der Geist nur bei der Weltschöpfung er­wähnt wird, erscheint er doch dort keineswegs als Schatten, sondern als wesentliche Kraft Gottes, wie denn Mose auch berichtet, er habe diese ungeformte Masse um­schwebt und getragen (Gen. 1,2). Daß also der ewige Geist stets in Gott gewesen ist, das kommt darin zum Vorschein, daß er den verworrenen Stoff Himmels und der Erde pflegte, bis Schönheit und Ordnung hineinkam. Da konnte gewiß noch kein Bild, auch keine Darstellung Gottes da sein, wie Servet träumt. An anderer Stelle kommt seine Gottlosigkeit noch offener zutage, wenn er behauptet, Gott habe sich dadurch sichtbar offenbart, daß er sich nach seinem ewigen Ratschluß einen sichtbaren Sohn erwählte. Denn wäre das wahr, so bestünde Christi Gottheit nur noch darin, daß er aus Gottes ewigem Rat zum Sohn bestimmt worden wäre. Dazu kommt, daß er die Gespenster, welche er an Stelle der Personen unterschiebt, derart umgestaltet, daß er sich nicht scheut, Gott neu hinzukommende Eigenschaften anzudichten. Aber am abscheulichsten von allem ist es doch, daß er den Sohn und den Geist Gottes mit allen Kreaturen durcheinandermengt. Denn er behauptet, diese seien Teile oder Ein­teilungen im Wesen Gottes, von denen jede einzelne ein Teil Gottes sei; vor allem seien die Geister der Gläubigen von gleicher Ewigkeit und gleichem Grundwesen wie Gott, wie er denn auch anderswo der Seele des Menschen und auch anderen ge­schaffenen Dingen wesenhafte Gottheit zuschreibt.</p>
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		<itunes:summary>Zusammenfassung

	es ist ohne Zweck, alle vergangenen Irrlehren und Missverständnisse aufzuzählen: unsere Aufgabe ist es, die Einheit des Wesens und die Verschiedenheit der Personen gegen jene zu behaupten, die dies verdrehen
	Zusammenfassung von Servets Lehre:

	Definition

	Dreieinigkeit: unvorstellbar und widersprüchlich in Bezug zur Einheit Gottes: die Gottheit ist dreiteilig wenn drei Personen in Gottes Wesen sind
	Personen: fremdartige Idee, die nicht wirklich Gottes Essenz beschreibt, sondern Gott uns schildert, wie er sich uns zu erkennen gibt; oder - sichtbare Erscheinung der Herrlichkeit Gottes


	die &quot;Theogonie oder Entstehungsgeschichte Gottes&quot; von Servet (Servetus)

	am Anfang: keine Unterscheidung in Gott
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	ein Teil Gottes ist im Sohn und im Geist; der Geist ist hauptsächlich in uns und in der ganzen Schöpfung
	daher sind der Sohn und der Geist unterschiedslos mit dem Erschaffenen vermischt, und daher wohnt etwas Göttliches nicht nur in der Seele des Menschen, sondern in der gesamten Schöpfung





Text
Es würde zu weit führen und nur unnützen Überdruß erregen, wollte man all die Irrtümer aufzählen, mit denen die Lauterkeit des Glaubens in diesem Hauptstück der Lehre je angefochten worden ist. ist. Viele von den Urhebern der Ketzerei haben mit ihrem groben Wahn den Versuch, Gottes Herrlichkeit gar zunichte zu machen, so un­ternommen, daß sie sich damit begnügten, Unerfahrene zu erschüttern oder in Ver­wirrung zu bringen. Alsbald aber entsprangen aus einzelnen Menschen ganze Sekten, die zum Teil Gottes Wesen zerreißen, zum Teil die Unterschiedenheit der Personen verwischen wollten. Wenn wir aber nun festhalten, was oben aus der Schrift hin­länglich bewiesen wurde, nämlich daß das Wesen des einen Gottes einfach und un­teilbar ist, und daß es dem Vater, dem Sohne und dem Geiste (gleichermaßen) zu­kommt, daß sich wiederum der Vater durch eine bestimmte Eigenheit vom Sohne und der Sohn vom Geiste unterscheidet — dann ist dem Arius und dem Sabellius und allen früheren Irrlehrern der Eingang versperrt.
Aber es sind zu unserer Zeit einige Schwindelköpfe wie Servet und seinesgleichen aufgetreten und haben mit neuem Blendwerk alles zu verwirren gesucht, und des­halb ist es doch der Mühe wert, ihre Trügereien kurz zu prüfen. Dem Servet war der Ausdruck „Trinität“ dermaßen verhaßt, ja abscheulich, daß er uns alle „Trinitarier“ nannte und uns als solche für Atheisten erklärte. Ich will dabei noch die Schmähworte übergehen, die er sich ausgedacht hat. Der Hauptinhalt seiner Spe­kulationen war der: Wo man von dem Dasein dreier Personen in Gottes Wesen spräche, da hätte man einen dreiteiligen Gott aufgebracht, und diese Dreiheit sei reine Einbildung, da sie ja gegen die Einheit Gottes verstoße. Nach seiner Anschau­ung wären nun die Personen gewisse äußere Vorstellungen, die nicht etwa wirklich in Gottes Wesen bestünden, sondern uns Gott nur in dieser oder jener Beziehung dar­stellen sollten. Im Anfang habe es in Gott keinerlei Unterschiedenheit gegeben, weil ehedem Wort und Geist noch dasselbe gewesen seien; seitdem aber Christus als Gott von Gott ausgegangen wäre, sei auch ein anderer Geist, ebenfalls als Gott, aus Gott hervorgegangen. Zuweilen putzt er seine Albernheiten mit Sinnbildern auf. So sagt er, das ewige Wort Gottes sei der ewige Geist Christi bei Gott gewesen und ein Ab­glanz der Idee. Oder auch: der Geist sei der Schatten der Gottheit gewesen. Kurz darauf macht er aber dann doch beider Gottheit zunichte und behauptet, es sei nach dem Maße der (göttlichen) Austeilung im Sohne wie im Geiste ein Teil Gottes ge­wesen, so wie derselbe Geist seinem Grundwesen nach in uns und auch in Holz und Stein als ein Teil Gottes vorhanden sei. Was er über die Person des Mittlers schwatzt, werden wir bei Gelegenheit sehen. Seine tolle Erfindung, Person bedeute nichts anderes als eine sichtbare Gestalt der Herrlichkeit Gottes,</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Der Grund aller Irrlehre &#8211; ein Warnung an alle (Institutio 1-13-21)</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 00:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung heutzutage, wie in der Vergangenheit schürt Satan Auseinandersetzungen über das Wesen des Sohnes und des Heiligen Geistes und über die Unterscheidung der drei Personen: unsere ursprüngliche Absicht war, die zu denen zu sprechen, die mehr über Gott wissen wollen. Jetzt müssen aber die Verdreher der rechten Lehre behandelt werden eine solche Diskussion erfordert Besonnenheit, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>heutzutage, wie in der Vergangenheit schürt Satan Auseinandersetzungen über das Wesen des Sohnes und des Heiligen Geistes und über die Unterscheidung der drei Personen: unsere ursprüngliche Absicht war, die zu denen zu sprechen, die mehr über Gott wissen wollen. Jetzt müssen aber die Verdreher der rechten Lehre behandelt werden</li>
<li>eine solche Diskussion erfordert Besonnenheit, da wir an die Grenzen des menschlich Begreifbaren stossen, wenn wir die Lehre über Gott behandeln</li>
<li>diese Aufgabe erfordert jedoch nicht ungeziemte Neugier, sondern das Festhalten an dem, was die Bibel uns lehrt</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Nun hat der Teufel, um unseren Glauben mit der Wurzel auszurotten, zu allen Zeiten einerseits über das göttliche Wesen des Sohnes und des Geistes, anderseits über die Unterscheidung der Personen gewaltige Streitigkeiten erregt. Und wie er fast in allen Jahrhunderten gottlose Menschen aufgebracht hat, um durch sie die rechtgläubigen Lehrer an diesem Punkte zu plagen, so versucht er auch heute aus al­ten Funken ein neues Feuer anzuzünden. Deshalb aber ist es hier der Mühe wert, dem verdrehten Wahn von einigen dieser Leute entgegenzutreten. In der bisherigen Darstellung war hauptsächlich die Absicht, gelehrige Menschen mit der Hand zu lei­ten, aber nicht, mit halsstarrigen und zanksüchtigen zu streiten. Jetzt aber muß die Wahrheit, die in Ruhe dargestellt wurde, gegen alles Schmähen der Gottlosen verteidigt werden. Freilich ist es mir doch am wichtigsten, daß die, welche dem Worte Gottes gern ihr Ohr öffnen, einen Grund haben, auf dem sie stehen können. Wenn es irgendwo angesichts der verborgenen Geheimnisse der Schrift der Besonnenheit und Mäßigung beim Nachsinnen bedarf, so gilt das hier in ganz besonderem Maße. Es gehört auch viel Vorsicht dazu, daß nicht der Gedanke oder die Sprache weiter geht, als Gottes Wort uns verstattet. Wie sollte auch der Menschengeist Gottes un­ermeßliches Wesen nach seinem Maße messen wollen, wo er noch nicht einmal sicher feststellen kann, was denn die Sonne für ein Körper sei — die er doch alle Tage mit Augen sieht! Oder wie soll er selbständig dazu kommen, Gottes Grundwesen zu er­forschen, wo er doch sein eigenes nicht im mindesten kennt? Deshalb wollen wir die Erkenntnis Gottes ihm selber überlassen. Denn er ist doch nach dem Worte des Hilarius allein ein vollgültiger Zeuge für sich selbst, und man kann ihn nur durch ihn selbst erkennen. Wir verfahren aber dann nach dieser Einsicht, wenn wir ihn so be­trachten, wie er sich uns geoffenbart hat, und über ihn an keiner anderen Stelle eine Kunde suchen als in seinem Wort. So bestehen über diesen Gegenstand fünf Predig­ten des Chrysostomus gegen die Anhomöer; aber auch diese vermochten die Vermessenheit der Klüglinge (Sophisten) nicht zu bändigen und ihrer Schwatzhaftigkeit keinen Zaum anzulegen. Denn sie haben sich hier nicht bescheidener betragen, als sie sonst zu tun pflegen. Wir aber sollen aus den heillosen Folgen solcher Vermessenheit lernen, in dieser Sache mehr Lernbegier als Scharfsinn zu entwickeln und uns vor allem nicht in den Sinn kommen zu lassen, Gott irgendwo anders zu suchen als nur in seinem heiligen Wort, oder über ihn etwas zu denken als allein unter Leitung seines Wortes, oder etwas zu reden als allein das, was aus seinem Worte kommt. Die Unterscheidung zwischen Vater, Sohn und Geist innerhalb der einen Gottheit, die ja sehr schwer zu erkennen ist, hat einigen Geistern mehr Mühe und Beschwerde ge­macht, als nützlich war; deshalb wollen wir uns daran erinnern, daß der Menschen­geist in einen Irrgarten hineinrennt, wenn er sich seiner eigenen Neugier überläßt, und uns von den himmlischen Offenbarungsworten leiten lassen, da wir die Tiefe des Geheimnisses nicht begreifen können.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  heutzutage, wie in der Vergangenheit schürt Satan Auseinandersetzungen über das Wesen des Sohnes und des Heiligen Geistes und über die Unterscheidung der drei Personen: unsere ursprüngliche Absicht war, die zu denen zu sprechen,</itunes:subtitle>
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	heutzutage, wie in der Vergangenheit schürt Satan Auseinandersetzungen über das Wesen des Sohnes und des Heiligen Geistes und über die Unterscheidung der drei Personen: unsere ursprüngliche Absicht war, die zu denen zu sprechen, die mehr über Gott wissen wollen. Jetzt müssen aber die Verdreher der rechten Lehre behandelt werden
	eine solche Diskussion erfordert Besonnenheit, da wir an die Grenzen des menschlich Begreifbaren stossen, wenn wir die Lehre über Gott behandeln
	diese Aufgabe erfordert jedoch nicht ungeziemte Neugier, sondern das Festhalten an dem, was die Bibel uns lehrt

Text
Nun hat der Teufel, um unseren Glauben mit der Wurzel auszurotten, zu allen Zeiten einerseits über das göttliche Wesen des Sohnes und des Geistes, anderseits über die Unterscheidung der Personen gewaltige Streitigkeiten erregt. Und wie er fast in allen Jahrhunderten gottlose Menschen aufgebracht hat, um durch sie die rechtgläubigen Lehrer an diesem Punkte zu plagen, so versucht er auch heute aus al­ten Funken ein neues Feuer anzuzünden. Deshalb aber ist es hier der Mühe wert, dem verdrehten Wahn von einigen dieser Leute entgegenzutreten. In der bisherigen Darstellung war hauptsächlich die Absicht, gelehrige Menschen mit der Hand zu lei­ten, aber nicht, mit halsstarrigen und zanksüchtigen zu streiten. Jetzt aber muß die Wahrheit, die in Ruhe dargestellt wurde, gegen alles Schmähen der Gottlosen verteidigt werden. Freilich ist es mir doch am wichtigsten, daß die, welche dem Worte Gottes gern ihr Ohr öffnen, einen Grund haben, auf dem sie stehen können. Wenn es irgendwo angesichts der verborgenen Geheimnisse der Schrift der Besonnenheit und Mäßigung beim Nachsinnen bedarf, so gilt das hier in ganz besonderem Maße. Es gehört auch viel Vorsicht dazu, daß nicht der Gedanke oder die Sprache weiter geht, als Gottes Wort uns verstattet. Wie sollte auch der Menschengeist Gottes un­ermeßliches Wesen nach seinem Maße messen wollen, wo er noch nicht einmal sicher feststellen kann, was denn die Sonne für ein Körper sei — die er doch alle Tage mit Augen sieht! Oder wie soll er selbständig dazu kommen, Gottes Grundwesen zu er­forschen, wo er doch sein eigenes nicht im mindesten kennt? Deshalb wollen wir die Erkenntnis Gottes ihm selber überlassen. Denn er ist doch nach dem Worte des Hilarius allein ein vollgültiger Zeuge für sich selbst, und man kann ihn nur durch ihn selbst erkennen. Wir verfahren aber dann nach dieser Einsicht, wenn wir ihn so be­trachten, wie er sich uns geoffenbart hat, und über ihn an keiner anderen Stelle eine Kunde suchen als in seinem Wort. So bestehen über diesen Gegenstand fünf Predig­ten des Chrysostomus gegen die Anhomöer; aber auch diese vermochten die Vermessenheit der Klüglinge (Sophisten) nicht zu bändigen und ihrer Schwatzhaftigkeit keinen Zaum anzulegen. Denn sie haben sich hier nicht bescheidener betragen, als sie sonst zu tun pflegen. Wir aber sollen aus den heillosen Folgen solcher Vermessenheit lernen, in dieser Sache mehr Lernbegier als Scharfsinn zu entwickeln und uns vor allem nicht in den Sinn kommen zu lassen, Gott irgendwo anders zu suchen als nur in seinem heiligen Wort, oder über ihn etwas zu denken als allein unter Leitung seines Wortes, oder etwas zu reden als allein das, was aus seinem Worte kommt. Die Unterscheidung zwischen Vater, Sohn und Geist innerhalb der einen Gottheit, die ja sehr schwer zu erkennen ist, hat einigen Geistern mehr Mühe und Beschwerde ge­macht, als nützlich war; deshalb wollen wir uns daran erinnern, daß der Menschen­geist in einen Irrgarten hineinrennt, wenn er sich seiner eigenen Neugier überläßt, und uns von den himmlischen Offenbarungsworten leiten lassen, da wir die Tiefe des Geheimnisses nicht begreifen können.</itunes:summary>
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		<title>Der dreieinige Gott (Institutio 1-13-20)</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 00:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung Glaube an Gott heisst, dass er EIN Wesen hat, welche drei Personen oder Hypostasen hat Gebrauch des Begriffes &#8220;Gott&#8221; wenn ohne Präzisierung gebraucht, bezeichnet es alle drei Personen jedoch vorzüglich den Vater, als Anfang und Quelle, dabei verringert man nicht die Gottheit des Sohnes und des Heiligen Geistes die Bezeichnungen &#8220;Vater, &#8220;Sohn&#8221; und &#8220;Heiliger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>Glaube an Gott heisst, dass er EIN Wesen hat, welche drei Personen oder Hypostasen hat</li>
<li>Gebrauch des Begriffes &#8220;Gott&#8221;
<ol>
<li>wenn ohne Präzisierung gebraucht, bezeichnet es alle drei Personen</li>
<li>jedoch vorzüglich den Vater, als Anfang und Quelle, dabei verringert man nicht die Gottheit des Sohnes und des Heiligen Geistes</li>
<li>die Bezeichnungen &#8220;Vater, &#8220;Sohn&#8221; und &#8220;Heiliger Geist&#8221; weisen auf die gegenseitige Beziehung der Personen hin</li>
<li>daher ist die ganze Wesensart Gottes geistlich und umfasst Vater, Sohn und Heiliger Geist</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Also mögen nun diejenigen, die nüchternen Herzens und mit dem Maß des Glau­bens zufrieden sein möchten, kurz merken, was nützlich ist zu wissen. Nämlich, wenn wir bekennen, an den einen Gott zu glauben, so versteht man unter „Gott“ das eine und einfache Wesen, in dem wir drei Personen oder Hypostasen begreifen. Wird Gottes Name ohne nähere Bestimmung gebraucht, so ist nicht weniger der Sohn und der Geist als der Vater gemeint. Tritt neben den Vater der Sohn, so ist das Ver­hältnis (relatio) zu beachten, und so unterscheiden wir zwischen den Personen. Nun aber stehen die Eigenheiten (proprietates) der Personen untereinander in einer ge­wissen Ordnung, so daß der Vater Anfang und Ursprung ist. Wo also der Vater und der Sohn oder auch der Geist zusammen genannt werden, da wird der Name „Gott“ in besonderer Weise dem Vater beigelegt. Dadurch wird die Einheit des Wesens beibehalten und die Ordnung bewahrt; aber dies nimmt doch der Gottheit des Sohnes und des Geistes nichts. Und da, wie wir oben gesehen haben, die Apostel behaupten, daß der Sohn Gottes der gewesen sei, den die Propheten als „den Herrn“ bezeugt haben, so muß man gewiß notwendig immer wieder zur Einheit des Wesens zurückkommen. Deshalb ist es für uns ein verabscheuungswürdiger Frevel, wenn man sagt, der Sohn sei ein vom Vater verschiedener Gott. Denn der einfache Name „Gott“ läßt keinerlei Verhältnisbestimmung zu, man kann auch nicht sagen, daß Gott im Verhältnis zu sich selber das oder das sei. Daß der Name „der Herr“ (Jehovah), wenn er nicht näher bezeichnet ist, auch Christus zukommt, leuchtet auch aus dem Pauluswort ein: ,,Deshalb habe ich den Herrn dreimal gebeten“ — denn nachdem er Christi Antwort berichtet hat: „Laß dir an meiner Gnade genügen“, setzt er gleich hinzu: „&#8230; daß die Kraft Christi bei mir wohne &#8230;“ (2. Kor. 12,9). Da ist ja ganz klar der Name „Herr“ für „Jehovah“ gesetzt, und so wäre es leichtsinnig und kindisch, ihn auf die Person des Mittlers zu beschränken; denn es handelt sich um eine Rede ohne jeden Gedanken an ein (innergöttliches) Verhältnis (absolute); ein Vergleich zwischen dem Vater und dem Sohne findet also nicht statt. Und aus der Gewohnheit der Griechen wissen wir auch, daß die Apostel zuweilen den Namen „Kyrios“ (Herr) für „Jehovah“ setzten. Um nicht von weither ein Beispiel zu holen: Wenn Paulus zum „Herrn“ betete, so geschah das in demselben Sinne, wie Petrus die Joelstelle anführt: „Wer den Namen des Herrn anruft, der wird ge­rettet werden“ (Apg. 2,16; Joel 3,5). Wo dieser Name („Herr“) in besonderer Weise dem Sohne allein beigelegt wird, da hat es damit eine andere Bewandtnis, wie an anderer Stelle gezeigt werden soll. Jetzt wollen wir nur festhalten: Paulus fügt, nachdem er zu Gott ohne nähere Bestimmung gebetet hat, sogleich Christi Na­men an.</p>
<p lang="de-CH">So nennt Christus Gott auch ganz „Geist“ (Joh. 4,24). Denn es steht nichts da­gegen, daß das ganze Wesen Gottes geistlich sei — da doch in ihm Vater, Sohn und Geist begriffen werden. Dies wird auch durch die Schrift bestätigt; denn wie wir Gott hier „Geist“ nennen hören, so hören wir auch, wie vom Geiste, da und sofern er ja eine „Person“ (Hypostase) des ganzen Wesens ist, gesagt wird, er sei Gottes Geist und komme von Gott.</p>
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	die Bezeichnungen &quot;Vater, &quot;Sohn&quot; und &quot;Heiliger Geist&quot; weisen auf die gegenseitige Beziehung der Personen hin
	daher ist die ganze Wesensart Gottes geistlich und umfasst Vater, Sohn und Heiliger Geist



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Also mögen nun diejenigen, die nüchternen Herzens und mit dem Maß des Glau­bens zufrieden sein möchten, kurz merken, was nützlich ist zu wissen. Nämlich, wenn wir bekennen, an den einen Gott zu glauben, so versteht man unter „Gott“ das eine und einfache Wesen, in dem wir drei Personen oder Hypostasen begreifen. Wird Gottes Name ohne nähere Bestimmung gebraucht, so ist nicht weniger der Sohn und der Geist als der Vater gemeint. Tritt neben den Vater der Sohn, so ist das Ver­hältnis (relatio) zu beachten, und so unterscheiden wir zwischen den Personen. Nun aber stehen die Eigenheiten (proprietates) der Personen untereinander in einer ge­wissen Ordnung, so daß der Vater Anfang und Ursprung ist. Wo also der Vater und der Sohn oder auch der Geist zusammen genannt werden, da wird der Name „Gott“ in besonderer Weise dem Vater beigelegt. Dadurch wird die Einheit des Wesens beibehalten und die Ordnung bewahrt; aber dies nimmt doch der Gottheit des Sohnes und des Geistes nichts. Und da, wie wir oben gesehen haben, die Apostel behaupten, daß der Sohn Gottes der gewesen sei, den die Propheten als „den Herrn“ bezeugt haben, so muß man gewiß notwendig immer wieder zur Einheit des Wesens zurückkommen. Deshalb ist es für uns ein verabscheuungswürdiger Frevel, wenn man sagt, der Sohn sei ein vom Vater verschiedener Gott. Denn der einfache Name „Gott“ läßt keinerlei Verhältnisbestimmung zu, man kann auch nicht sagen, daß Gott im Verhältnis zu sich selber das oder das sei. Daß der Name „der Herr“ (Jehovah), wenn er nicht näher bezeichnet ist, auch Christus zukommt, leuchtet auch aus dem Pauluswort ein: ,,Deshalb habe ich den Herrn dreimal gebeten“ — denn nachdem er Christi Antwort berichtet hat: „Laß dir an meiner Gnade genügen“, setzt er gleich hinzu: „... daß die Kraft Christi bei mir wohne ...“ (2. Kor. 12,9). Da ist ja ganz klar der Name „Herr“ für „Jehovah“ gesetzt, und so wäre es leichtsinnig und kindisch, ihn auf die Person des Mittlers zu beschränken; denn es handelt sich um eine Rede ohne jeden Gedanken an ein (innergöttliches) Verhältnis (absolute); ein Vergleich zwischen dem Vater und dem Sohne findet also nicht statt. Und aus der Gewohnheit der Griechen wissen wir auch, daß die Apostel zuweilen den Namen „Kyrios“ (Herr) für „Jehovah“ setzten. Um nicht von weither ein Beispiel zu holen: Wenn Paulus zum „Herrn“ betete, so geschah das in demselben Sinne, wie Petrus die Joelstelle anführt: „Wer den Namen des Herrn anruft, der wird ge­rettet werden“ (Apg. 2,16; Joel 3,5). Wo dieser Name („Herr“) in besonderer Weise dem Sohne allein beigelegt wird, da hat es damit eine andere Bewandtnis, wie an anderer Stelle gezeigt werden soll. Jetzt wollen wir nur festhalten: Paulus fügt, nachdem er zu Gott ohne nähere Bestimmung gebetet hat, sogleich Christi Na­men an.
So nennt Christus Gott auch ganz „Geist“ (Joh. 4,24). Denn es steht nichts da­gegen, daß das ganze Wesen Gottes geistlich sei — da doch in ihm Vater, Sohn und Geist begriffen werden. Dies wird auch durch die Schrift bestätigt; denn wie wir Gott hier „Geist“ nennen hören, so hören wir auch, wie vom Geiste, da und sofern er ja eine „Person“ (Hypostase) des ganzen Wesens ist, gesagt wird, er sei Gottes Geist und komme von Gott.</itunes:summary>
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		<title>Das Verhältnis zwischen Vater, Sohn und Heiliger Geist (Institutio 1-13-19)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/das-verhaltnis-zwischen-vater-sohn-und-heiliger-geist-institutio-1-13-19/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 00:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung Jede Person besitzt die vollständige Gottheit, jedoch hat jeder seine Merkmale wie Augustinus zeigt rührt die Vielheit der Ausdrücke für die Personen der Dreieinigkeit von ihrer gegenseitigen Beziehung Text Aber diese Unterscheidung tut der vollen Einheit Gottes durchaus keinen Abbruch. Ja, es kann vielmehr gerade aus ihr erwiesen werden, daß der Sohn ein Gott [...]]]></description>
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<li>Jede Person besitzt die vollständige Gottheit, jedoch hat jeder seine Merkmale</li>
<li>wie Augustinus zeigt rührt die Vielheit der Ausdrücke für die Personen der Dreieinigkeit von ihrer gegenseitigen Beziehung</li>
</ol>
<p><img class="aligncenter  wp-image-921" title="VaterSohnGeist" src="http://www.calvinismus.ch/wp-content/uploads/VaterSohnGeist.jpg" alt="VaterSohnGeist" width="658" height="233" /></p>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Aber diese Unterscheidung tut der vollen Einheit Gottes durchaus keinen Abbruch. Ja, es kann vielmehr gerade aus ihr erwiesen werden, daß der Sohn ein Gott ist mit dem Vater, weil er auch zugleich mit ihm den einen Geist hat, daß aber auch der Geist nicht etwas anderes, vom Vater und vom Sohne Getrenntes ist, weil er ja der Geist des Vaters und des Sohnes ist! Denn unter jeder einzelnen Person (Hypo­stase) wird die ganze (göttliche) Natur verstanden, mit dem zusammen, was jeder als Eigenheit zukommt. Der Vater ist ganz in dem Sohne, der Sohn ganz im Vater, wie er ja auch selbst sagt: „Ich bin im Vater und der Vater ist in mir“ (Joh. 14,10), und die kirchlichen Schriftsteller gestehen nicht zu, daß der eine vom andern durch irgendeinen Unterschied im Wesen getrennt wäre. „Mit den Benennungen, die eine Unterscheidung betreffen“, sagt Augustin, „wird ihr gegenseitiges Verhältnis be­zeichnet, nicht aber das Grundwesen (substantia), in welchem sie doch eins sind.“ (Augustin, Brief 238). In diesem Sinne muß man die Aussagen der Alten zusammen­sehen — sonst müßten sie den Eindruck erwecken, nennenswert gegeneinander zu ste­hen. Denn bald sagen sie, der Vater sei der Ursprung des Sohnes, bald bestehen sie darauf, der Sohn habe seine Gottheit und sein Wesen von sich selber, sei also ein Anfang mit dem Vater (Augustin, Brief 238 und zu Ps. 109,13). Den Grund dieser Verschiedenheit erklärt Augustin an anderer Stelle ganz deutlich: „Christus wird an und für sich Gott genannt, in seinem Verhältnis zum Vater aber Sohn. Und an­derseits: der Vater wird an und für sich Gott genannt, in seinem Verhältnis zum Sohn aber Vater. Wenn er also dem Sohn gegenüber Vater ist, so ist er eben nicht der Sohn, und wenn der Sohn gegenüber dem Vater Sohn heißt, so ist er eben nicht der Vater; der aber an und für sich Vater und der an und für sich Sohn ge­nannt wird, der ist derselbe Gott!“ (Augustin zu Psalm 68). Wenn wir also vom Sohne schlechthin, ohne Rücksicht auf den Vater reden, so können wir recht und wirk­lich sagen, er sei aus sich selber, und so können wir ihn den einzigen Ursprung nennen; wenn wir aber sein Verhältnis zum Vater ins Auge fassen, so sagen wir mit Recht, daß der Vater der Ursprung des Sohnes sei. Die Entfaltung dieser Gedanken bildet den Inhalt des fünften Buches in Augustins Werk „Von der Dreieinigkeit“. Jedenfalls ist es viel sicherer, bei der Verhältnisbestimmung, die er gibt, zu bleiben, als tiefer in dieses erhabene Geheimnis einzudringen und sich dann in allerhand leeres Gedankenspiel zu verlieren.</p>
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	Jede Person besitzt die vollständige Gottheit, jedoch hat jeder seine Merkmale
	wie Augustinus zeigt rührt die Vielheit der Ausdrücke für die Personen der Dreieinigkeit von ihrer gegenseitigen Beziehung



Text

Aber diese Unterscheidung tut der vollen Einheit Gottes durchaus keinen Abbruch. Ja, es kann vielmehr gerade aus ihr erwiesen werden, daß der Sohn ein Gott ist mit dem Vater, weil er auch zugleich mit ihm den einen Geist hat, daß aber auch der Geist nicht etwas anderes, vom Vater und vom Sohne Getrenntes ist, weil er ja der Geist des Vaters und des Sohnes ist! Denn unter jeder einzelnen Person (Hypo­stase) wird die ganze (göttliche) Natur verstanden, mit dem zusammen, was jeder als Eigenheit zukommt. Der Vater ist ganz in dem Sohne, der Sohn ganz im Vater, wie er ja auch selbst sagt: „Ich bin im Vater und der Vater ist in mir“ (Joh. 14,10), und die kirchlichen Schriftsteller gestehen nicht zu, daß der eine vom andern durch irgendeinen Unterschied im Wesen getrennt wäre. „Mit den Benennungen, die eine Unterscheidung betreffen“, sagt Augustin, „wird ihr gegenseitiges Verhältnis be­zeichnet, nicht aber das Grundwesen (substantia), in welchem sie doch eins sind.“ (Augustin, Brief 238). In diesem Sinne muß man die Aussagen der Alten zusammen­sehen — sonst müßten sie den Eindruck erwecken, nennenswert gegeneinander zu ste­hen. Denn bald sagen sie, der Vater sei der Ursprung des Sohnes, bald bestehen sie darauf, der Sohn habe seine Gottheit und sein Wesen von sich selber, sei also ein Anfang mit dem Vater (Augustin, Brief 238 und zu Ps. 109,13). Den Grund dieser Verschiedenheit erklärt Augustin an anderer Stelle ganz deutlich: „Christus wird an und für sich Gott genannt, in seinem Verhältnis zum Vater aber Sohn. Und an­derseits: der Vater wird an und für sich Gott genannt, in seinem Verhältnis zum Sohn aber Vater. Wenn er also dem Sohn gegenüber Vater ist, so ist er eben nicht der Sohn, und wenn der Sohn gegenüber dem Vater Sohn heißt, so ist er eben nicht der Vater; der aber an und für sich Vater und der an und für sich Sohn ge­nannt wird, der ist derselbe Gott!“ (Augustin zu Psalm 68). Wenn wir also vom Sohne schlechthin, ohne Rücksicht auf den Vater reden, so können wir recht und wirk­lich sagen, er sei aus sich selber, und so können wir ihn den einzigen Ursprung nennen; wenn wir aber sein Verhältnis zum Vater ins Auge fassen, so sagen wir mit Recht, daß der Vater der Ursprung des Sohnes sei. Die Entfaltung dieser Gedanken bildet den Inhalt des fünften Buches in Augustins Werk „Von der Dreieinigkeit“. Jedenfalls ist es viel sicherer, bei der Verhältnisbestimmung, die er gibt, zu bleiben, als tiefer in dieses erhabene Geheimnis einzudringen und sich dann in allerhand leeres Gedankenspiel zu verlieren.</itunes:summary>
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		<item>
		<title>Die Verschiedenheit von Vater, Sohn und Heiliger Geist (Institutio 1-13-18)</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 00:00:51 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Dreieinigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung die Unzulänglichkeit menschlicher Vergleiche Unterscheidung in der Bibel Vater = Anfang des Wirken; Quelle und Ursprung aller Dinge Sohn = Weisheit, Ratsschluss (Plan) und geordnete Zuteilung aller Dinge Heiliger Geist = Kraft und Wirksamkeit dieser Kraft Unterscheidung in der Reihenfolge, nicht aber zeitliche Reihenfolge kein Vorher oder Nachher in der Ewigkeit aber der menschliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>die Unzulänglichkeit menschlicher Vergleiche</li>
<li>Unterscheidung in der Bibel
<ol>
<li>Vater = Anfang des Wirken; Quelle und Ursprung aller Dinge</li>
<li>Sohn = Weisheit, Ratsschluss (Plan) und geordnete Zuteilung aller Dinge</li>
<li>Heiliger Geist = Kraft und Wirksamkeit dieser Kraft</li>
</ol>
</li>
<li>Unterscheidung in der Reihenfolge, nicht aber zeitliche Reihenfolge
<ol>
<li>kein Vorher oder Nachher in der Ewigkeit</li>
<li>aber der menschliche Verstand denkt von Natur aus wie folgt
<ol>
<li>Gott Vater zuerst</li>
<li>dann kommt die Weisheit von ihm</li>
<li>zum Schluss die Kraft, durch welche die Ratsschlüsse seines Planes in die Tat umgesetzt werden (doppelte Aussendung &#8211; siehe Röm. 8 )</li>
</ol>
</li>
<li>umgekehrte Reihenfolge in der Wahrnehmung des Glaubens</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Um diese Unterscheidung näher zu kennzeichnen, hat man zuweilen Ähnlichkeiten aus menschlichen Verhältnissen entlehnt. Aber ich weiß nicht, ob dabei etwas heraus­kommt. Auch die Alten tun das manchmal; aber sie gestehen doch zugleich, es sei ein großer Unterschied zwischen Sache und Bild. Deshalb scheue ich hier alle Kühnheit; es könnte zu leicht etwas unbedacht Vorgebrachtes den Bösen zu Schmähungen und den Schwachen zum Irrtum Anlaß geben! Jedoch gebührt es uns nicht, die Art der Unterscheidung zu verschweigen, die wir in der Schrift bezeichnet finden. Diese besteht aber in folgendem: dem Vater ist der Anfang des Wirkens zugeschrieben, er ist aller Dinge Quelle und Brunnen, dem Sohne eignet die Weisheit, der Rat und die geordnete Austeilung, dem Geiste die Kraft und Wirksamkeit im Handeln. Ferner ist zwar die Ewigkeit des Vaters auch die des Sohnes und des Geistes — denn Gott konnte ja nie ohne Weisheit und Kraft sein, und in der Ewigkeit kann anderseits kein Vorher und Nachher gefunden werden. Aber trotzdem ist es eine keineswegs leere oder überflüssige Ordnungsfolge, wenn der Vater als der Erste gilt, dann der Sohn aus ihm folgt, und dann aus beiden der Geist. Denn jedes Menschen Herz neigt ganz von selbst dazu, zuerst den Vater zu betrachten, dann die aus ihm hervor­brechende Weisheit und dann zum Schluß die Kraft, durch die er seine Ratschlüsse verwirklicht. Aus diesem Grunde sagt man, der Sohn habe sein Wesen nur durch den Vater, der Geist durch den Vater und den Sohn gemeinsam. So finden wir es denn auch an vielen Schriftstellen; nirgendwo aber klarer als in Römer 8, wo derselbe Geist einmal als der Geist Christi und dann wieder als der Geist dessen bezeichnet wird, „der Christus von den Toten auferweckt hat“ (Röm. 8,9). Und das mit Recht. Bezeugt doch auch Petrus, daß es Christi Geist gewesen sei, in dem die Pro­pheten geweissagt haben (1. Petr. 1,11), wo doch sonst die Schrift so oft lehrt, daß es des Vaters Geist gewesen ist.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  die Unzulänglichkeit menschlicher Vergleiche   Unterscheidung in der Bibel  Vater = Anfang des Wirken; Quelle und Ursprung aller Dinge   Sohn = Weisheit, Ratsschluss (Plan) und geordnete Zuteilung aller Dinge </itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	die Unzulänglichkeit menschlicher Vergleiche
	Unterscheidung in der Bibel

	Vater = Anfang des Wirken; Quelle und Ursprung aller Dinge
	Sohn = Weisheit, Ratsschluss (Plan) und geordnete Zuteilung aller Dinge
	Heiliger Geist = Kraft und Wirksamkeit dieser Kraft


	Unterscheidung in der Reihenfolge, nicht aber zeitliche Reihenfolge

	kein Vorher oder Nachher in der Ewigkeit
	aber der menschliche Verstand denkt von Natur aus wie folgt

	Gott Vater zuerst
	dann kommt die Weisheit von ihm
	zum Schluss die Kraft, durch welche die Ratsschlüsse seines Planes in die Tat umgesetzt werden (doppelte Aussendung - siehe Röm. 8 )


	umgekehrte Reihenfolge in der Wahrnehmung des Glaubens



Text
Um diese Unterscheidung näher zu kennzeichnen, hat man zuweilen Ähnlichkeiten aus menschlichen Verhältnissen entlehnt. Aber ich weiß nicht, ob dabei etwas heraus­kommt. Auch die Alten tun das manchmal; aber sie gestehen doch zugleich, es sei ein großer Unterschied zwischen Sache und Bild. Deshalb scheue ich hier alle Kühnheit; es könnte zu leicht etwas unbedacht Vorgebrachtes den Bösen zu Schmähungen und den Schwachen zum Irrtum Anlaß geben! Jedoch gebührt es uns nicht, die Art der Unterscheidung zu verschweigen, die wir in der Schrift bezeichnet finden. Diese besteht aber in folgendem: dem Vater ist der Anfang des Wirkens zugeschrieben, er ist aller Dinge Quelle und Brunnen, dem Sohne eignet die Weisheit, der Rat und die geordnete Austeilung, dem Geiste die Kraft und Wirksamkeit im Handeln. Ferner ist zwar die Ewigkeit des Vaters auch die des Sohnes und des Geistes — denn Gott konnte ja nie ohne Weisheit und Kraft sein, und in der Ewigkeit kann anderseits kein Vorher und Nachher gefunden werden. Aber trotzdem ist es eine keineswegs leere oder überflüssige Ordnungsfolge, wenn der Vater als der Erste gilt, dann der Sohn aus ihm folgt, und dann aus beiden der Geist. Denn jedes Menschen Herz neigt ganz von selbst dazu, zuerst den Vater zu betrachten, dann die aus ihm hervor­brechende Weisheit und dann zum Schluß die Kraft, durch die er seine Ratschlüsse verwirklicht. Aus diesem Grunde sagt man, der Sohn habe sein Wesen nur durch den Vater, der Geist durch den Vater und den Sohn gemeinsam. So finden wir es denn auch an vielen Schriftstellen; nirgendwo aber klarer als in Römer 8, wo derselbe Geist einmal als der Geist Christi und dann wieder als der Geist dessen bezeichnet wird, „der Christus von den Toten auferweckt hat“ (Röm. 8,9). Und das mit Recht. Bezeugt doch auch Petrus, daß es Christi Geist gewesen sei, in dem die Pro­pheten geweissagt haben (1. Petr. 1,11), wo doch sonst die Schrift so oft lehrt, daß es des Vaters Geist gewesen ist.</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Dreieinigkeit als Einheit und Dreiheit – die Dreiheit (Institutio 1-13-17)</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 00:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 13]]></category>
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		<category><![CDATA[Dreieinigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung obwohl die Heilige Schrift die drei Personen voneinander unterscheidet, sollten wir solche Unterschiede mit grosser Ehrfurcht und Besonnenheit behandeln wie schon Gregor von Nazianz sagte: &#8220;Ich vermag nicht, einen zu denken, ohne von den dreien umstrahlt zu werden, und ich kann die drei nicht scheiden, ohne auf den einen zurückzukommen&#8221; Vater, Sohn und Heiliger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>obwohl die Heilige Schrift die drei Personen voneinander unterscheidet, sollten wir solche Unterschiede mit grosser Ehrfurcht und Besonnenheit behandeln wie schon Gregor von Nazianz sagte: &#8220;Ich vermag nicht, einen zu denken, ohne von den dreien umstrahlt zu werden, und ich kann die drei nicht scheiden, ohne auf den einen zurückzukommen&#8221;</li>
<li>Vater, Sohn und Heiliger Geist sind nicht nur blosse Namen für Gott, sondern es gibt wirkliche Unterschiede, ohne dabei Gott aufzuteilen</li>
<li>es gibt Textstellen in der Bibel, die klare Unterscheidungen zwischen Vater, Sohn und Heiligen Geist machen</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Aber auf der anderen Seite wird in der Schrift auch ein gewisser Unterschied des Vaters gegenüber dem Worte und des Wortes gegenüber dem Geiste aufgestellt. Die Tiefe des Geheimnisses mahnt uns indessen selbst, bei der Betrachtung dieses Unter­schieds mit größter Ehrfurcht und Besonnenheit zu Werke zu gehen. Mir gefällt be­sonders das Wort des Gregor von Nazianz: „Ich vermag nicht, einen zu denken, ohne sofort von den dreien umstrahlt zu werden; und ich kann die drei nicht scheiden, ohne auf den einen zurückzukommen.“ (Gregor von Nazianz, Von der Heiligen Taufe). Auch wir dürfen die Dreieinigkeit der Personen nicht so auffassen, daß unsere Gedanken dabei in sich zerteilt und auseinandergebracht und nicht vielmehr alsbald zur Einheit zurückgeführt würden. Gewiß bedeuten schon die Bezeichnungen „Vater“, „Sohn“ und „Geist“ eine wirkliche Unterscheidung, und man soll nicht meinen, es wären darunter bloß Beinamen zu verstehen, die Gott nach seinen verschiedenen Wir­kungen bezeichneten. Aber es handelt sich um Unterscheidung und nicht um Scheidung. Daß er, der Sohn, eine vom Vater unterschiedene Eigenheit (proprietas) besitzt, das zeigten uns die bereits angeführten Stellen. Denn das Wort wäre nicht „bei“ Gott, wenn es sich nicht vom Vater unterschiede, auch hätte es dann nicht seine Herrlichkeit „beim“ Vater. Ebenso macht der Sohn zwischen sich und dem Vater einen Unterschied, wenn er sagt: „Es ist ein anderer, der für mich zeugt“ (Joh. 5,32; 8,16 u.a.). In diese Reihe gehört auch der an anderer Stelle vorkommende Satz: der Vater habe alles durch das Wort geschaffen (Hebr. 11,3); denn auch hier wird eine Unterscheidung vorausgesetzt. Auch kam ja nicht der Vater auf die Erde, sondern der, der vom Vater ausging. Nicht der Vater ist gestorben und auferstanden, sondern der, den er gesandt hat. Aber diese Unterscheidung beginnt nicht erst mit der Fleischwerdung, sondern es wird bezeugt, daß schon zuvor der Einge­borene im Schoß des Vaters war (Joh. 1,18). Denn wer wollte sich unterstehen zu behaupten, der Sohn sei erst da in den Schoß des Vaters eingegangen, als er vom Himmel herabkam und Mensch wurde? Er war also schon zuvor im Schoße des Vaters (Joh. 1,18) und besaß seine Herrlichkeit bei dem Vater (Joh. 17,5). Die Unterscheidung des Heiligen Geistes vom Vater deutet Christus an, wenn er sagt, der Geist gehe vom Vater aus (Joh. 14,26; 15,26); oft unterscheidet er ihn auch von sich selbst, wenn er etwa sagt: „Ich will euch einen anderen Tröster senden“ (Joh. 14,16), aber auch noch an anderen Stellen.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  obwohl die Heilige Schrift die drei Personen voneinander unterscheidet, sollten wir solche Unterschiede mit grosser Ehrfurcht und Besonnenheit behandeln wie schon Gregor von Nazianz sagte: &quot;Ich vermag nicht, einen zu denken,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	obwohl die Heilige Schrift die drei Personen voneinander unterscheidet, sollten wir solche Unterschiede mit grosser Ehrfurcht und Besonnenheit behandeln wie schon Gregor von Nazianz sagte: &quot;Ich vermag nicht, einen zu denken, ohne von den dreien umstrahlt zu werden, und ich kann die drei nicht scheiden, ohne auf den einen zurückzukommen&quot;
	Vater, Sohn und Heiliger Geist sind nicht nur blosse Namen für Gott, sondern es gibt wirkliche Unterschiede, ohne dabei Gott aufzuteilen
	es gibt Textstellen in der Bibel, die klare Unterscheidungen zwischen Vater, Sohn und Heiligen Geist machen

Text

Aber auf der anderen Seite wird in der Schrift auch ein gewisser Unterschied des Vaters gegenüber dem Worte und des Wortes gegenüber dem Geiste aufgestellt. Die Tiefe des Geheimnisses mahnt uns indessen selbst, bei der Betrachtung dieses Unter­schieds mit größter Ehrfurcht und Besonnenheit zu Werke zu gehen. Mir gefällt be­sonders das Wort des Gregor von Nazianz: „Ich vermag nicht, einen zu denken, ohne sofort von den dreien umstrahlt zu werden; und ich kann die drei nicht scheiden, ohne auf den einen zurückzukommen.“ (Gregor von Nazianz, Von der Heiligen Taufe). Auch wir dürfen die Dreieinigkeit der Personen nicht so auffassen, daß unsere Gedanken dabei in sich zerteilt und auseinandergebracht und nicht vielmehr alsbald zur Einheit zurückgeführt würden. Gewiß bedeuten schon die Bezeichnungen „Vater“, „Sohn“ und „Geist“ eine wirkliche Unterscheidung, und man soll nicht meinen, es wären darunter bloß Beinamen zu verstehen, die Gott nach seinen verschiedenen Wir­kungen bezeichneten. Aber es handelt sich um Unterscheidung und nicht um Scheidung. Daß er, der Sohn, eine vom Vater unterschiedene Eigenheit (proprietas) besitzt, das zeigten uns die bereits angeführten Stellen. Denn das Wort wäre nicht „bei“ Gott, wenn es sich nicht vom Vater unterschiede, auch hätte es dann nicht seine Herrlichkeit „beim“ Vater. Ebenso macht der Sohn zwischen sich und dem Vater einen Unterschied, wenn er sagt: „Es ist ein anderer, der für mich zeugt“ (Joh. 5,32; 8,16 u.a.). In diese Reihe gehört auch der an anderer Stelle vorkommende Satz: der Vater habe alles durch das Wort geschaffen (Hebr. 11,3); denn auch hier wird eine Unterscheidung vorausgesetzt. Auch kam ja nicht der Vater auf die Erde, sondern der, der vom Vater ausging. Nicht der Vater ist gestorben und auferstanden, sondern der, den er gesandt hat. Aber diese Unterscheidung beginnt nicht erst mit der Fleischwerdung, sondern es wird bezeugt, daß schon zuvor der Einge­borene im Schoß des Vaters war (Joh. 1,18). Denn wer wollte sich unterstehen zu behaupten, der Sohn sei erst da in den Schoß des Vaters eingegangen, als er vom Himmel herabkam und Mensch wurde? Er war also schon zuvor im Schoße des Vaters (Joh. 1,18) und besaß seine Herrlichkeit bei dem Vater (Joh. 17,5). Die Unterscheidung des Heiligen Geistes vom Vater deutet Christus an, wenn er sagt, der Geist gehe vom Vater aus (Joh. 14,26; 15,26); oft unterscheidet er ihn auch von sich selbst, wenn er etwa sagt: „Ich will euch einen anderen Tröster senden“ (Joh. 14,16), aber auch noch an anderen Stellen.</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Dreieinigkeit als Einheit und Dreiheit &#8211; die Einheit (Institutio 1-13-16)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/dreieinigkeit-als-einheit-und-dreiheit-die-einheit-institutio-1-13-16/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 00:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 13]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung Paulus Betonung auf den einen Gott, einen Glauben, eine Taufe und Christi Auftrag im Name des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes zu taufen spricht für ein Wesen in Gott, worin sich drei Personen befinden die Arianer [heutzutage Zeugen Jehovas, liberale Theologie etc] bestreiten die Einheit im Wesen von Vater und Sohn, andere die Einheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>Paulus Betonung auf den einen Gott, einen Glauben, eine Taufe und Christi Auftrag im Name des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes zu taufen spricht für ein Wesen in Gott, worin sich drei Personen befinden</li>
<li>die Arianer [<em>heutzutage Zeugen Jehovas, liberale Theologie etc</em>] bestreiten die Einheit im Wesen von Vater und Sohn, andere die Einheit von Vater, Sohn und Heiliger Geist</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Wie sich nun Gott in der Ankunft Christi deutlicher offenbart hat, so hat er sich dort auch in den drei Personen vertrauter kundgemacht. Aus den vielen Zeugnissen davon mag uns eines genügen: Es verbindet nämlich Paulus diese drei: Gott, Glaube und Taufe (Eph. 4,5) derart, daß er vom einen zum anderen folgert: weil ein Glaube ist, so erweist sich daraus, daß ein Gott ist, und weil eine Taufe ist, so zeigt er daraus, daß auch ein Glaube sei. Wenn wir also durch die Taufe in den Glauben an den einen Gott und seine Verehrung eingeführt werden, so müssen wir als den wahren Gott notwendig den erkennen, in dessen Namen wir getauft werden. Und wenn Christus sagte: „Taufet sie in den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, so wollte er mit so feierlicher Formel ohne Zweifel be­zeugen, daß das Licht des Glaubens bereits vollständig offenbart sei. Denn diese For­mel bedeutet soviel wie die Forderung der Taufe auf den Namen des einen Gottes, der in voller Klarheit im Vater, im Sohne und im Geiste erschienen ist; und daraus ergibt sich deutlich, daß in Gottes Wesen drei Personen sind, in welchen der eine Gott erkannt wird! Und da nun der Glaube nicht nach allen Seiten umherschauen und auch nicht in allen Richtungen sich herumtreiben soll, sondern auf den einen Gott blicken, an ihm hängen und an ihm bleiben soll, so müßte es ja, wenn es mehrerlei Glauben gäbe, auch mehrere Götter geben. Weil aber das Sakrament des Glaubens die Taufe ist, so versichert sie uns dadurch der Einheit Gottes, daß sie eben eine Taufe ist! Daraus folgt auch, daß man nur auf den einen Gott getauft werden darf; denn wir sollen ja an den glauben, in dessen Namen wir getauft werden. Wenn also Christus anordnete, die Taufe solle in den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes geschehen, was konnte er dabei anders im Sinne haben, als daß wir eben mit einem Glauben an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist glauben sollten! War das aber so, was wollte er dann anders, als deutlich be­zeugen, daß der Vater, der Sohn und der Geist der eine Gott ist? Bleibt es also bestehen, daß Gott einer ist und eben nicht viele, so können Wort und Geist nichts anderes sein als Gottes Wesen selbst! Und deshalb war es ganz besonders töricht und ungeziemend, wenn die Arianer zwar die Gottheit Christi bekennen, ihm aber Gottes Wesen (Grundwesen) absprechen wollten! Ein ganz ähnlicher Wahn trieb die Macedonianer, wenn sie meinten, unter dem Geist seien nur die den Menschen zugeflos­senen Gnadengaben zu verstehen. Denn wie Weisheit, Einsicht, Verstand, Kraft und Furcht des Herrn von ihm kommen, so ist er eben selbst der eine Geist der Weis­heit, der Klugheit, der Kraft und der Frömmigkeit. Er wird auch nicht gemäß der Austeilung seiner Gaben selbst zerteilt; sondern so verschieden die Gaben geteilt wer­den, so bleibt er doch immer einer und derselbe, wie der Apostel sagt (1. Kor. 12,11).</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  Paulus Betonung auf den einen Gott, einen Glauben, eine Taufe und Christi Auftrag im Name des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes zu taufen spricht für ein Wesen in Gott, worin sich drei Personen befinden </itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	Paulus Betonung auf den einen Gott, einen Glauben, eine Taufe und Christi Auftrag im Name des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes zu taufen spricht für ein Wesen in Gott, worin sich drei Personen befinden
	die Arianer [heutzutage Zeugen Jehovas, liberale Theologie etc] bestreiten die Einheit im Wesen von Vater und Sohn, andere die Einheit von Vater, Sohn und Heiliger Geist

Text

Wie sich nun Gott in der Ankunft Christi deutlicher offenbart hat, so hat er sich dort auch in den drei Personen vertrauter kundgemacht. Aus den vielen Zeugnissen davon mag uns eines genügen: Es verbindet nämlich Paulus diese drei: Gott, Glaube und Taufe (Eph. 4,5) derart, daß er vom einen zum anderen folgert: weil ein Glaube ist, so erweist sich daraus, daß ein Gott ist, und weil eine Taufe ist, so zeigt er daraus, daß auch ein Glaube sei. Wenn wir also durch die Taufe in den Glauben an den einen Gott und seine Verehrung eingeführt werden, so müssen wir als den wahren Gott notwendig den erkennen, in dessen Namen wir getauft werden. Und wenn Christus sagte: „Taufet sie in den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“, so wollte er mit so feierlicher Formel ohne Zweifel be­zeugen, daß das Licht des Glaubens bereits vollständig offenbart sei. Denn diese For­mel bedeutet soviel wie die Forderung der Taufe auf den Namen des einen Gottes, der in voller Klarheit im Vater, im Sohne und im Geiste erschienen ist; und daraus ergibt sich deutlich, daß in Gottes Wesen drei Personen sind, in welchen der eine Gott erkannt wird! Und da nun der Glaube nicht nach allen Seiten umherschauen und auch nicht in allen Richtungen sich herumtreiben soll, sondern auf den einen Gott blicken, an ihm hängen und an ihm bleiben soll, so müßte es ja, wenn es mehrerlei Glauben gäbe, auch mehrere Götter geben. Weil aber das Sakrament des Glaubens die Taufe ist, so versichert sie uns dadurch der Einheit Gottes, daß sie eben eine Taufe ist! Daraus folgt auch, daß man nur auf den einen Gott getauft werden darf; denn wir sollen ja an den glauben, in dessen Namen wir getauft werden. Wenn also Christus anordnete, die Taufe solle in den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes geschehen, was konnte er dabei anders im Sinne haben, als daß wir eben mit einem Glauben an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist glauben sollten! War das aber so, was wollte er dann anders, als deutlich be­zeugen, daß der Vater, der Sohn und der Geist der eine Gott ist? Bleibt es also bestehen, daß Gott einer ist und eben nicht viele, so können Wort und Geist nichts anderes sein als Gottes Wesen selbst! Und deshalb war es ganz besonders töricht und ungeziemend, wenn die Arianer zwar die Gottheit Christi bekennen, ihm aber Gottes Wesen (Grundwesen) absprechen wollten! Ein ganz ähnlicher Wahn trieb die Macedonianer, wenn sie meinten, unter dem Geist seien nur die den Menschen zugeflos­senen Gnadengaben zu verstehen. Denn wie Weisheit, Einsicht, Verstand, Kraft und Furcht des Herrn von ihm kommen, so ist er eben selbst der eine Geist der Weis­heit, der Klugheit, der Kraft und der Frömmigkeit. Er wird auch nicht gemäß der Austeilung seiner Gaben selbst zerteilt; sondern so verschieden die Gaben geteilt wer­den, so bleibt er doch immer einer und derselbe, wie der Apostel sagt (1. Kor. 12,11).</itunes:summary>
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		<item>
		<title>Ausdrückliche Zeugnisse für die Gottheit des Heiligen Geistes (Institutio 1-13-15)</title>
		<link>http://www.calvinismus.ch/institutio/ausdruckliche-zeugnisse-fur-die-gottheit-des-heiligen-geistes-institutio-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 00:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 13]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Dreieinigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung da der Heilige Geist in uns wohnt, sind wir Tempel Gottes, daher ist der Heilige Geist = Gott die Eigenschaften, mit denen die Propheten des Alten Testaments &#8220;Jehova der Heerscharen&#8221; beschrieben, werden im Neuen Testament auf den Heiligen Geist bezogen: daher ist der Heilige Geist = Gott die Abscheulichkeit der &#8220;Sünde gegen den Heiligen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>da der Heilige Geist in uns wohnt, sind wir Tempel Gottes, daher ist der Heilige Geist = Gott</li>
<li>die Eigenschaften, mit denen die Propheten des Alten Testaments &#8220;Jehova der Heerscharen&#8221; beschrieben, werden im Neuen Testament auf den Heiligen Geist bezogen: daher ist der Heilige Geist = Gott</li>
<li>die Abscheulichkeit der &#8220;Sünde gegen den Heiligen Geist&#8221; beweist auch seine Gottheit</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Auch bedient sich die Schrift, wenn sie vom Geiste redet, des Namens „Gott“. Denn Paulus folgert daraus, daß der Geist in uns wohnt, daß wir ein Tempel Gottes sind (1. Kor. 3,17; 6,19; 2. Kor. 6,16). Darüber darf man nicht schnell hinweggehen. Denn Gott verheißt so oft, er werde sich uns als seinen Tempel er­wählen — und erfüllt diese Verheißung dadurch, daß der Geist in uns wohnt! Augustin hat sicher mit seiner ausgezeichneten Bemerkung recht: Wenn wir den Befehl erhielten, dem Geist aus Holz und Stein einen Tempel zu bauen, wo doch solche Verehrung einzig Gott gebührt, so wäre das ja schon ein klarer Beweis für seine Gottheit; wieviel klarer ist er aber nun, da wir ihm nicht einen Tempel bauen, sondern selbst ein Tempel sein sollen! (Brief 170). Der Apostel schreibt einmal, wir seien Gottes Tempel, das andere Mal in völlig gleichem Sinne, wir seien Tempel des Heiligen Geistes! Und als Petrus den Ananias tadelte, daß er „dem Heiligen Geiste gelogen“ habe, da sagte er, Ananias habe „nicht Menschen, sondern Gott gelogen“ (Apg. 5,3f.). Und wo Jesaja den Herrn der Heerscharen redend einführt (Jes. 6,9), da lehrt Paulus, es sei der Heilige Geist, der da rede. (Apg. 28,25f.). Überhaupt: wo die Propheten immer wieder sagen, die Worte, die sie redeten, seien solche des Herrn der Heerscharen, da nennen Jesus und die Apostel den Heiligen Geist. Auch daraus geht hervor, daß er wahrhaftig „der Herr“ (Jehovah) ist, der der höchste Urheber aller Prophetie ist. Wo andererseits Gott sich darüber beschwert, daß er durch des Volkes Halsstarrigkeit herausgefordert werde, da sagt Jesaja, es sei sein Heiliger Geist betrübt worden (Jes. 63,10). Und wenn endlich die Lästerung des Geistes weder in dieser Welt noch in der zukünftigen vergeben werden soll, während doch der, der den Sohn lästert, Vergebung empfangen kann (Matth. 12,31; Mark. 3,29; Luk. 12,10), so ist auch das ein klarer Ausdruck der göttlichen Majestät des Geistes, die zu verletzen oder anzutasten ein unvergebbarer Frevel ist. Mit voller Absicht übergehe ich viele Zeugnisse, die die Alten hier genannt haben. Ihnen schien es angebracht, hier z.B. die Psalmstelle anzuführen: „die Himmel sind durch des Herrn Wort gemacht und all ihr Heer durch den Geist seines Mundes“ (Ps. 33,6), um zu beweisen, die Welt sei ebensosehr des Heiligen Geistes Werk wie das des Sohnes. Aber da es in den Psalmen üblich ist, dasselbe zweimal zu sagen, und da ferner bei Jesaja „Geist seines Mundes“ soviel bedeutet wie „Wort“ (Jes. 11,4), so scheint mir dies eine schwache Beweisstelle zu sein. Ich wollte deshalb nur kurz das berühren, auf das sich der fromme Sinn mit Sicherheit stützen kann.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  da der Heilige Geist in uns wohnt, sind wir Tempel Gottes, daher ist der Heilige Geist = Gott   die Eigenschaften, mit denen die Propheten des Alten Testaments &quot;Jehova der Heerscharen&quot; beschrieben,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	da der Heilige Geist in uns wohnt, sind wir Tempel Gottes, daher ist der Heilige Geist = Gott
	die Eigenschaften, mit denen die Propheten des Alten Testaments &quot;Jehova der Heerscharen&quot; beschrieben, werden im Neuen Testament auf den Heiligen Geist bezogen: daher ist der Heilige Geist = Gott
	die Abscheulichkeit der &quot;Sünde gegen den Heiligen Geist&quot; beweist auch seine Gottheit

Text

Auch bedient sich die Schrift, wenn sie vom Geiste redet, des Namens „Gott“. Denn Paulus folgert daraus, daß der Geist in uns wohnt, daß wir ein Tempel Gottes sind (1. Kor. 3,17; 6,19; 2. Kor. 6,16). Darüber darf man nicht schnell hinweggehen. Denn Gott verheißt so oft, er werde sich uns als seinen Tempel er­wählen — und erfüllt diese Verheißung dadurch, daß der Geist in uns wohnt! Augustin hat sicher mit seiner ausgezeichneten Bemerkung recht: Wenn wir den Befehl erhielten, dem Geist aus Holz und Stein einen Tempel zu bauen, wo doch solche Verehrung einzig Gott gebührt, so wäre das ja schon ein klarer Beweis für seine Gottheit; wieviel klarer ist er aber nun, da wir ihm nicht einen Tempel bauen, sondern selbst ein Tempel sein sollen! (Brief 170). Der Apostel schreibt einmal, wir seien Gottes Tempel, das andere Mal in völlig gleichem Sinne, wir seien Tempel des Heiligen Geistes! Und als Petrus den Ananias tadelte, daß er „dem Heiligen Geiste gelogen“ habe, da sagte er, Ananias habe „nicht Menschen, sondern Gott gelogen“ (Apg. 5,3f.). Und wo Jesaja den Herrn der Heerscharen redend einführt (Jes. 6,9), da lehrt Paulus, es sei der Heilige Geist, der da rede. (Apg. 28,25f.). Überhaupt: wo die Propheten immer wieder sagen, die Worte, die sie redeten, seien solche des Herrn der Heerscharen, da nennen Jesus und die Apostel den Heiligen Geist. Auch daraus geht hervor, daß er wahrhaftig „der Herr“ (Jehovah) ist, der der höchste Urheber aller Prophetie ist. Wo andererseits Gott sich darüber beschwert, daß er durch des Volkes Halsstarrigkeit herausgefordert werde, da sagt Jesaja, es sei sein Heiliger Geist betrübt worden (Jes. 63,10). Und wenn endlich die Lästerung des Geistes weder in dieser Welt noch in der zukünftigen vergeben werden soll, während doch der, der den Sohn lästert, Vergebung empfangen kann (Matth. 12,31; Mark. 3,29; Luk. 12,10), so ist auch das ein klarer Ausdruck der göttlichen Majestät des Geistes, die zu verletzen oder anzutasten ein unvergebbarer Frevel ist. Mit voller Absicht übergehe ich viele Zeugnisse, die die Alten hier genannt haben. Ihnen schien es angebracht, hier z.B. die Psalmstelle anzuführen: „die Himmel sind durch des Herrn Wort gemacht und all ihr Heer durch den Geist seines Mundes“ (Ps. 33,6), um zu beweisen, die Welt sei ebensosehr des Heiligen Geistes Werk wie das des Sohnes. Aber da es in den Psalmen üblich ist, dasselbe zweimal zu sagen, und da ferner bei Jesaja „Geist seines Mundes“ soviel bedeutet wie „Wort“ (Jes. 11,4), so scheint mir dies eine schwache Beweisstelle zu sein. Ich wollte deshalb nur kurz das berühren, auf das sich der fromme Sinn mit Sicherheit stützen kann.</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Die Gottheit des Geistes erweist sich in seinen Werken (Institutio 1-13-14)</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 00:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 13]]></category>
		<category><![CDATA[Institutio]]></category>
		<category><![CDATA[Dreieinigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung Das Wirken des Geistes erwies sich schon durch das Schweben über dem Chaos (1. Mos 1:2) und durch das Schmücken des Universums mit Ordnung und Schönheit Der Geist wirkt mit Gott Vater in der Aussendung der Propheten nicht nur von der Bibel, sondern von unserer persönlichen Erfahrung der Gottesfurcht lernen wir von dem mannigfaltigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>Das Wirken des Geistes erwies sich schon durch das Schweben über dem Chaos (1. Mos 1:2) und durch das Schmücken des Universums mit Ordnung und Schönheit</li>
<li>Der Geist wirkt mit Gott Vater in der Aussendung der Propheten</li>
<li>nicht nur von der Bibel, sondern von unserer persönlichen Erfahrung der Gottesfurcht lernen wir von dem mannigfaltigen Wirken des Heiligen Geistes
<ol>
<li>die Ursache des Wesen, des Lebens und des Wachstums alles Erschaffenen</li>
<li>der Urheber der Wiedergeburt zu einem Leben ohne Schuld, durch die Kraft des Heiligen Geistes</li>
<li>der Spender der Weisheit und der Sprache</li>
<li>der Ursprung der Rechtfertigung, Kraft, Heiligung, Wahrheit , Gnade und allem Guten &#8211; durch ihn können wir in Gottes Gemeinschaft gelangen und es geniessen</li>
</ol>
</li>
<li>daher teilt der Heilige Geist die Macht Gottes und wohnt in Gott</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Der Erweis der Gottheit des Geistes muß nun aus den gleichen Quellen geführt werden.</p>
<p lang="de-CH">Ohne alle Dunkelheit ist das Zeugnis des Mose in der Schöpfungsgeschichte: der Geist habe über dem Abgrund oder dem ungestalteten Stoff geschwebt (Gen. 1,2). Dadurch zeigt er, daß nicht nur die Schönheit der Welt, wie man sie jetzt erblickt, durch die Kraft des Geistes ihren Bestand hat, sondern daß der Geist bereits, ehe all diese Zier aufkam, die ungeordnete Masse erhalten hat. Keinerlei Ausflüchte gestattet auch der Ausspruch bei Jesaja: „Und nun sendet mich der Herr, Herr und sein Geist“ (Jes. 48,16); denn er teilt damit die höchste Befehlsgewalt bei der Sen­dung der Propheten auch dem Geiste zu, woraus seine göttliche Majestät hervor­leuchtet. Aber der beste Beweis kommt doch, wie ich bereits sagte, aus vertrauter Erfahrung. Denn hoch über alle Kreatur ist erhaben, was ihm die Schrift beilegt und was wir selbst in sicherer Erfahrung der Frömmigkeit lernen. Denn er ist über­all gegenwärtig und erhält, nährt und belebt alle Dinge im Himmel und auf Erden. Schon dadurch wird er der Zahl der Geschöpfe entnommen, daß ihn keinerlei Gren­zen umschließen. Aber daß er seine Kraft in alles ergießt und dadurch allen Dingen Wesen, Leben und Bewegung verleiht, das ist offenkundig göttlich. Und wenn weiterhin die Wiedergeburt zu unvergänglichem Leben höher und viel erhabener ist als alles gegenwärtige Wachsen und Werden, wie muß man dann über den Geist ur­teilen, aus dessen Kraft solches Leben hervorgeht? Denn daß er selbst nicht durch Übertragung, sondern durch seine eigene Kraft der Urheber der Wiedergeburt ist, das lehrt die Schrift an vielen Stellen. Er ist aber nicht allein der Urheber der Wiedergeburt, sondern auch der Begründer künftiger Unsterblichkeit. Es werden also dem Geist genau wie dem Sohn alle Wirksamkeiten der Gottheit, und zwar beson­ders die ganz eigentümlichen, zugeschrieben. Wenn doch der Geist die Tiefen des Gottes erforscht, der unter den Geschöpfen keinen Ratgeber hat (1. Kor. 2,10.16), wenn er Weisheit und Redefähigkeit darreicht (1. Kor. 12,10), wo doch der Herr dem Mose sagt, das sei ausschließlich sein Werk (Ex. 4,11), dann gelangen wir durch ihn der­art zur Gemeinschaft mit Gott, daß wir seine Kraft als lebendigmachende an uns erfahren. Unsere Rechtfertigung ist sein Werk, von ihm kommt Kraft, Heiligung, Wahrheit, Gnade und was man nur Gutes erdenken kann. Denn es ist ein Geist, von dem alle Gaben kommen. Besonders ist hier der Satz des Paulus erwähnens­wert: Wie mannigfaltig auch die Gaben sind, wie vielfältig und verschieden sie ver­teilt sind, „es ist ein Geist“ (1. Kor. 12,4). Damit stellt er fest, daß der Geist nicht etwa bloß der Anfang und die Quelle, sondern wirklich der Urheber ist. Das drückt er noch klarer kurz danach so aus: „Dies alles aber wirket derselbe eine Geist und teilt einem jeglichen seines zu, nach dem er will.“ (1. Kor. 12,11). Wäre der Geist nicht eine Seinsweise in Gott, so würde ihm sicherlich in keiner Weise Wahl und Wille zugeschrieben. Deshalb mißt also Paulus dem Geist mit voller Klarheit gött­liche Macht bei und zeigt, daß er als eigene Wesenheit (hvpostatice) in Gott wohne.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  Das Wirken des Geistes erwies sich schon durch das Schweben über dem Chaos (1. Mos 1:2) und durch das Schmücken des Universums mit Ordnung und Schönheit   Der Geist wirkt mit Gott Vater in der Aussendung der Propheten </itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	Das Wirken des Geistes erwies sich schon durch das Schweben über dem Chaos (1. Mos 1:2) und durch das Schmücken des Universums mit Ordnung und Schönheit
	Der Geist wirkt mit Gott Vater in der Aussendung der Propheten
	nicht nur vo...</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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		<title>Die Gottheit Christi bezeugen seine Wunder (Institutio 1-13-13)</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 00:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch 1]]></category>
		<category><![CDATA[Buch 1 Kapitel 13]]></category>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung es gibt einen Unterschied zwischen den Wundern der Propheten, der Apostel und jenen Christi sie sind nur Gaben Gottes, die sie im Zusammenhang ihrer Mission taten Christus zeigt sich in seiner Macht wahres Heiles, Güte, Gerechtigkeit kommen nur von Gott; Christus besitzt in sich selbst diese Eigenschaft in Vollkommenheit, daher ist Christus Gott diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>es gibt einen Unterschied zwischen den Wundern der Propheten, der Apostel und jenen Christi
<ol>
<li>sie sind nur Gaben Gottes, die sie im Zusammenhang ihrer Mission taten</li>
<li>Christus zeigt sich in seiner Macht</li>
</ol>
</li>
<li>wahres Heiles, Güte, Gerechtigkeit kommen nur von Gott; Christus besitzt in sich selbst diese Eigenschaft in Vollkommenheit, daher ist Christus Gott</li>
<li>diese Beweise zeigen, dass
<ol>
<li>durch die Fürsprache Christi bekommen wir jene Gaben, die uns Gott schenkt</li>
<li>durch gemeinsame Teilnahme mit dem Vater ist Christus selbst der Quell dieser Gaben</li>
</ol>
</li>
<li>besser als alle rationalen Beweise ist die Erkenntnis der wahren Natur Gottes durch den Gläubigen: es ist als ob man ihn berühre, wenn man sich gestärkt, bewahrt, gerechtfertigt und geheiligt fühlt.</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Wie hell leuchtet sie aber auch aus seinen Wundern hervor! Nun haben, wie ich gern zugebe, auch die Propheten und die Apostel ähnliche oder gar gleiche Wun­der getan. Aber der unüberbrückbare Gegensatz besteht darin, daß diese in ihrem Amt und Dienst Gottes Gaben austeilten, während er seine eigene Kraft wirken ließ! Er hat sich freilich zuweilen auch des Gebets bedient, um dem Vater die Ehre zu ge­ben, aber in den meisten Fällen sehen wir ihn seine eigene Kraft äußern. Wie sollte er nicht der wahre Urheber der Wunder sein, da er doch mit seiner Autorität anderen die Vollmacht dazu erteilt? Denn der Evangelist berichtet, daß er den Jüngern Macht gegeben hat, Tote zu erwecken, Aussätzige rein zu machen, Teufel auszu­treiben usw. (Matth. 10,8; Mark. 3,15; 6,7). Diese aber haben ihr Amt so erfüllt, daß dabei ganz klar wurde: die Kraft kam von niemandem anders als von Christus. „Im Namen Jesu Christi stehe auf und wandle“, sagt Petrus (Apg. 3,6). Es ist deshalb auch nicht zu verwundern, daß Christus auf seine Wunder verwies, um den Unglauben der Juden zu besiegen; denn was aus seiner Kraft heraus ge­schehen war, mußte ja zugleich ein voller Beweis für seine Gottheit sein (Joh. 5,36; 10,37; 14,11). Wenn ferner außer Gott kein Heil, keine Gerechtigkeit, kein Leben ist und anderseits Christus alles das in sich hat, dann ist er gewiß als Gott ausgewiesen. Es soll mir nun aber keiner einwerfen, es sei von Gott her Leben und Heil in ihn übergegangen. Denn es heißt nicht, daß er Heil empfangen habe, sondern daß er das Heil sei! Und wenn keiner gut ist als Gott allein (Matth. 19,17), wie sollte dann ein bloßer Mensch — nicht gut und gerecht, sondern — die Güte und Gerechtigkeit selber sein? War nicht nach dem Zeugnis des Evan­gelisten seit Anbeginn der Welt in ihm das Leben, und war er nicht selbst, der er schon damals das Leben war, das Licht der Menschen? (Joh. 1,4). Deshalb wagen wir, auf solche Zeugnisse gestützt, auf ihn unseren Glauben und unsere Hoffnung zu setzen, obwohl wir doch genau wissen, daß es Frevel und Gottlosigkeit ist, wenn einer sein Vertrauen auf die Kreatur setzt! „Glaubet ihr an Gott, so glaubet auch an mich“ spricht er (Joh. 14,1; nicht Luthertext). So legt auch Paulus zwei Jesajastellen aus: „Wer auf ihn hoffet, wird nicht zu Schanden werden“ und „Aus der Wurzel Isai wird einer erstehen, um die Völker zu regieren; auf ihn werden die Völker hoffen“ (Jes. 28,16; 11,10; Röm. 10,11; 15,12). Aber wozu sollen wir hierzu weiter Schriftzeugnisse aufführen, da es doch immer wieder heißt: „Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben“? So gebührt ihm auch die gläubige Anrufung, die doch der göttlichen Majestät eigen ist, wenn überhaupt etwas. Denn es sagt der Pro­phet: „Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der wird gerettet werden“ (Joel 3,6). Und wieder ein anderer ruft aus: „Der Name des Herrn ist ein festes Schloß; der Gerechte läuft dahin und wird beschirmt“ (Spr. 18,10). Nun wird aber der Name Christi zum Heil angerufen; und daraus wird klar, daß er „der Herr“ ist. Wir haben ein Beispiel solcher Anrufung, nämlich das des Stephanus: “Herr Jesu, nimm meinen Geist auf!“ (Apg. 7,58). Auch weitere Beispiele besitzen wir in der ganzen Kirche, wie es zum Beispiel Ananias im gleichen Buche darstellt, wenn er sagt: „Herr, du weißt, wieviel Übels dieser Mensch allen Heiligen getan hat, allen, die deinen Namen anrufen (Apg. 9,13.14). Und damit recht deutlich er­kannt werde, daß in ihm alle Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt, bekennt der Apostel, er habe unter den Korinthern keinerlei Lehre vertreten als allein die Er­kenntnis Christi, er habe nichts anderes gepredigt als diese! (1. Kor. 2,2). Ist es denn nicht eigenartig und sonderbar, daß Gott uns, denen er doch gebietet, sich allein seiner Erkenntnis zu rühmen (Jer. 9,23), allein den Namen des Sohnes verkün­digen läßt? Wer wollte sich erkühnen, den für ein bloßes Geschöpf zu erklären, dessen Erkenntnis allein unser Ruhm ist? Dazu kommt noch, daß Paulus in den Grußworten, die am Anfang seiner Briefe stehen, vom Sohne die nämlichen Segnungen erbittet wie vom Vater. Daraus folgt für uns die Lehre, daß wir nicht bloß durch sein Eintreten für uns empfangen, was uns der himmlische Vater zuteil werden läßt, sondern daß der Sohn vermöge seiner Teilhabe an der Macht selbst der Urheber ist. Diese praktische Erkenntnis ist ohne Zweifel gewisser und zuverlässiger als alles müßige Gedankenspiel. Denn da sieht die gläubige Seele Gott in völliger Nähe, ergreift ihn schier mit den Händen und erfährt, daß sie von ihm lebendig gemacht, erleuchtet, gerettet, gerechtfertigt und geheiligt wird!</p>
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		<itunes:summary>Zusammenfassung

	es gibt einen Unterschied zwischen den Wundern der Propheten, der Apostel und jenen Christi

	sie sind nur Gaben Gottes, die sie im Zusammenhang ihrer Mission taten
	Christus zeigt sich in seiner Macht


	wahres Heiles, Güte, Gerechtigkeit kommen nur von Gott; Christus besitzt in sich selbst diese Eigenschaft in Vollkommenheit, daher ist Christus Gott
	diese Beweise zeigen, dass

	durch die Fürsprache Christi bekommen wir jene Gaben, die uns Gott schenkt
	durch gemeinsame Teilnahme mit dem Vater ist Christus selbst der Quell dieser Gaben


	besser als alle rationalen Beweise ist die Erkenntnis der wahren Natur Gottes durch den Gläubigen: es ist als ob man ihn berühre, wenn man sich gestärkt, bewahrt, gerechtfertigt und geheiligt fühlt.

Text
Wie hell leuchtet sie aber auch aus seinen Wundern hervor! Nun haben, wie ich gern zugebe, auch die Propheten und die Apostel ähnliche oder gar gleiche Wun­der getan. Aber der unüberbrückbare Gegensatz besteht darin, daß diese in ihrem Amt und Dienst Gottes Gaben austeilten, während er seine eigene Kraft wirken ließ! Er hat sich freilich zuweilen auch des Gebets bedient, um dem Vater die Ehre zu ge­ben, aber in den meisten Fällen sehen wir ihn seine eigene Kraft äußern. Wie sollte er nicht der wahre Urheber der Wunder sein, da er doch mit seiner Autorität anderen die Vollmacht dazu erteilt? Denn der Evangelist berichtet, daß er den Jüngern Macht gegeben hat, Tote zu erwecken, Aussätzige rein zu machen, Teufel auszu­treiben usw. (Matth. 10,8; Mark. 3,15; 6,7). Diese aber haben ihr Amt so erfüllt, daß dabei ganz klar wurde: die Kraft kam von niemandem anders als von Christus. „Im Namen Jesu Christi stehe auf und wandle“, sagt Petrus (Apg. 3,6). Es ist deshalb auch nicht zu verwundern, daß Christus auf seine Wunder verwies, um den Unglauben der Juden zu besiegen; denn was aus seiner Kraft heraus ge­schehen war, mußte ja zugleich ein voller Beweis für seine Gottheit sein (Joh. 5,36; 10,37; 14,11). Wenn ferner außer Gott kein Heil, keine Gerechtigkeit, kein Leben ist und anderseits Christus alles das in sich hat, dann ist er gewiß als Gott ausgewiesen. Es soll mir nun aber keiner einwerfen, es sei von Gott her Leben und Heil in ihn übergegangen. Denn es heißt nicht, daß er Heil empfangen habe, sondern daß er das Heil sei! Und wenn keiner gut ist als Gott allein (Matth. 19,17), wie sollte dann ein bloßer Mensch — nicht gut und gerecht, sondern — die Güte und Gerechtigkeit selber sein? War nicht nach dem Zeugnis des Evan­gelisten seit Anbeginn der Welt in ihm das Leben, und war er nicht selbst, der er schon damals das Leben war, das Licht der Menschen? (Joh. 1,4). Deshalb wagen wir, auf solche Zeugnisse gestützt, auf ihn unseren Glauben und unsere Hoffnung zu setzen, obwohl wir doch genau wissen, daß es Frevel und Gottlosigkeit ist, wenn einer sein Vertrauen auf die Kreatur setzt! „Glaubet ihr an Gott, so glaubet auch an mich“ spricht er (Joh. 14,1; nicht Luthertext). So legt auch Paulus zwei Jesajastellen aus: „Wer auf ihn hoffet, wird nicht zu Schanden werden“ und „Aus der Wurzel Isai wird einer erstehen, um die Völker zu regieren; auf ihn werden die Völker hoffen“ (Jes. 28,16; 11,10; Röm. 10,11; 15,12). Aber wozu sollen wir hierzu weiter Schriftzeugnisse aufführen, da es doch immer wieder heißt: „Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben“? So gebührt ihm auch die gläubige Anrufung, die doch der göttlichen Majestät eigen ist, wenn überhaupt etwas. Denn es sagt der Pro­phet: „Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der wird gerettet werden“ (Joel 3,6). Und wieder ein anderer ruft aus: „Der Name des Herrn ist ein festes Schloß; der Gerechte läuft dahin und wird beschirmt“ (Spr. 18,10). Nun wird aber der Name Christi zum Heil angerufen; und daraus wird klar, daß er „der Herr“ ist. Wir haben ein Beispiel solcher Anrufung, nämlich das des Stephanus: “Herr Jesu, nimm meinen Geist auf!“ (Apg. 7,58). Auch weitere Beispiele besitzen wir in der ganzen Kirche,</itunes:summary>
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		<title>Die Gottheit Christi erweist sich in seinen Werken (Institutio 1-13-12)</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 00:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung in seiner Herrschaft über die Welt in seiner Ergründung des menschlichen Herzens und seiner Vergebung der Sünden Text Wenn wir nun auch aus Christi Werken, wie sie ihm in der Schrift zuge­schrieben werden, seine Gottheit kennenlernen, dann wird sie uns noch deutlicher ent­gegenleuchten. Als er sagte, er wirke seit Anbeginn und bis hierher mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>in seiner Herrschaft über die Welt</li>
<li>in seiner Ergründung des menschlichen Herzens und seiner Vergebung der Sünden</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p>Wenn wir nun auch aus Christi Werken, wie sie ihm in der Schrift zuge­schrieben werden, seine Gottheit kennenlernen, dann wird sie uns noch deutlicher ent­gegenleuchten. Als er sagte, er wirke seit Anbeginn und bis hierher mit dem Vater (Joh. 5,17), da begriffen die Juden, die gegen alle seine anderen Worte völlig stumpf waren, doch, daß er sich hier göttliche Kraft zuschrieb. Und deshalb suchten sie ihn, wie Johannes berichtet, nur desto mehr zu töten, weil er nicht nur den Sabbat gebrochen hatte, sondern Gott für seinen Vater erklärte und sich so Gott gleichmachte (Joh. 5,18). Wie groß müßte doch unsere Verblendung sein, wenn wir hier nicht die Behauptung seiner Gottheit herausmerken wollten! Es ist doch wahrhaftig allein das Werk des Schöpfers, mit Vorsehung und Kraft die Welt zu regieren und mit seinem Willen alles zu leiten — und das schreibt der Apostel ihm zu! (Hebr. 1,3). Aber er teilt nicht bloß das Werk der Weltregierung mit dem Vater, sondern auch andere einzelne Wirksamkeiten, an denen kein Geschöpf Anteil haben kann. Der Herr ruft durch den Propheten aus: „Ich, ich tilge deine Missetaten um meinetwillen (Jes. 43,25). Als die Juden diesem Spruch gemäß meinten, es geschähe Gottesläste­rung dadurch, daß Jesus Sünden vergab — da nahm er diese Vollmacht nicht nur ausdrücklich für sich in Anspruch, sondern bekräftigte sie auch mit einem Wunder (Matth. 9,6). So sehen wir, daß nicht nur das Amt, sondern die (freie) Voll­macht der Sündenvergebung bei ihm lag — während sich doch der Herr weigert, sie an jemand anders zu übertragen! Ist es nicht einzig und allein Gottes Macht, die verschwiegenen Gedanken des Herzens zu erkunden und zu durchschauen? Aber auch diese Macht besaß Christus (Matth. 9,4), woraus wiederum seine Gottheit her­vorgeht.</p>
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		<itunes:summary>Zusammenfassung

	in seiner Herrschaft über die Welt
	in seiner Ergründung des menschlichen Herzens und seiner Vergebung der Sünden

Text

Wenn wir nun auch aus Christi Werken, wie sie ihm in der Schrift zuge­schrieben werden, seine Gottheit kennenlernen, dann wird sie uns noch deutlicher ent­gegenleuchten. Als er sagte, er wirke seit Anbeginn und bis hierher mit dem Vater (Joh. 5,17), da begriffen die Juden, die gegen alle seine anderen Worte völlig stumpf waren, doch, daß er sich hier göttliche Kraft zuschrieb. Und deshalb suchten sie ihn, wie Johannes berichtet, nur desto mehr zu töten, weil er nicht nur den Sabbat gebrochen hatte, sondern Gott für seinen Vater erklärte und sich so Gott gleichmachte (Joh. 5,18). Wie groß müßte doch unsere Verblendung sein, wenn wir hier nicht die Behauptung seiner Gottheit herausmerken wollten! Es ist doch wahrhaftig allein das Werk des Schöpfers, mit Vorsehung und Kraft die Welt zu regieren und mit seinem Willen alles zu leiten — und das schreibt der Apostel ihm zu! (Hebr. 1,3). Aber er teilt nicht bloß das Werk der Weltregierung mit dem Vater, sondern auch andere einzelne Wirksamkeiten, an denen kein Geschöpf Anteil haben kann. Der Herr ruft durch den Propheten aus: „Ich, ich tilge deine Missetaten um meinetwillen (Jes. 43,25). Als die Juden diesem Spruch gemäß meinten, es geschähe Gottesläste­rung dadurch, daß Jesus Sünden vergab — da nahm er diese Vollmacht nicht nur ausdrücklich für sich in Anspruch, sondern bekräftigte sie auch mit einem Wunder (Matth. 9,6). So sehen wir, daß nicht nur das Amt, sondern die (freie) Voll­macht der Sündenvergebung bei ihm lag — während sich doch der Herr weigert, sie an jemand anders zu übertragen! Ist es nicht einzig und allein Gottes Macht, die verschwiegenen Gedanken des Herzens zu erkunden und zu durchschauen? Aber auch diese Macht besaß Christus (Matth. 9,4), woraus wiederum seine Gottheit her­vorgeht.</itunes:summary>
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		<title>Die Gottheit Christi im Zeugnis der Apostel (Institutio 1-13-11)</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 00:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammenfassung Textstellen von den Psalmen oder vom Buche Jesaja wurde von Paulus auf Christus angewendet, um zu zeigen, dass er der wahrhaftige Gott ist, dessen Herrlichkeit man auf kein Geschöpf übertragen darf Johannes behauptet, dass die Majestät, die Jesaja in seiner Vision im Tempel hatte, in Wahrheit Christus war andere Abschnitte in der Bibel machen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Zusammenfassung</strong></em></p>
<ol>
<li>Textstellen von den Psalmen oder vom Buche Jesaja wurde von Paulus auf Christus angewendet, um zu zeigen, dass er der wahrhaftige Gott ist, dessen Herrlichkeit man auf kein Geschöpf übertragen darf</li>
<li>Johannes behauptet, dass die Majestät, die Jesaja in seiner Vision im Tempel hatte, in Wahrheit Christus war</li>
<li>andere Abschnitte in der Bibel machen auch diese Gleichsetzung, indem sie nicht einen zweiten Gott beschreiben, sondern Christus als den einzig wahren Gott verkünden, der schon immer verehrt wurde</li>
</ol>
<p><em><strong>Text</strong></em></p>
<p lang="de-CH">Das Neue Testament sprudelt unzählige Zeugnisse hervor. Wir müssen uns daher bemühen, lieber in Kürze einiges Ausgewählte zu bringen, als alles aufzuhäufen.</p>
<p lang="de-CH">Die Apostel haben ja zwar erst von ihm geredet, nachdem er bereits als Mittler im Fleische erschienen war. Aber doch wird das, was ich anführen werde, seine ewige Gottheit sehr wohl zu beweisen vermögen. Besonders ist die Lehre der Apostel der Aufmerksamkeit wert, daß in Christus das, was zuvor von ihm als ewi­gem Gott ausgesagt war, bereits offenbar geworden sei oder sich einst offenbaren werde. Da weissagt Jesaja, der Herr der Heerscharen werde für Juden und Israe­liten ein Fels des Ärgernisses und ein Stein des Anstoßes sein (Jes. 8,14) — und Paulus sagt, das sei in Christus erfüllt (Röm. 9,32f.). Er erklärt damit, dieser Herr der Heerscharen sei Christus. In ähnlicher Weise sagt er an anderer Stelle: „Wir werden alle dargestellt werden vor dem Richtstuhl Christi; denn es steht geschrieben: &#8230; mir sollen alle Knie sich beugen und alle Zungen sollen Gott bekennen“ (Röm. 14,10f.). Da dies nun bei Jesaja Gott von sich aussagt (Jes. 45,23) und da Christus es andererseits an sich selber erweist, so folgt, daß er selber Gott ist, dessen Ehre doch keinem anderen gegeben werden soll. Auch was Paulus im Epheserbrief aus Psalm 68 (V. 19) anführt, paßt allein auf Gott: „Er ist aufgefahren in die Höhe und hat das Gefängnis gefangen geführt“ (Eph. 4,8). Da erkennt Paulus, daß solche Auffahrt schon vorgebildet war dadurch, daß Gott seine Macht im Siege über fremde Völker erwies, und zeigt dann, daß sie in Christus erst voll offenbart worden sei. So bezeugt Johannes, daß es die Herrlichkeit des Sohnes gewesen sei, die einst dem Jesaja enthüllt wurde (Joh. 12,41; Jes. 6,1), wo doch der Prophet selber schreibt, er habe Gottes Majestät erschaut. Was der Schreiber des Hebräerbriefs dem Sohne beilegt, das sind unzweifelhaft die herrlichsten Lobpreisungen Gottes: „Du, Herr, hast von Anfang die Erde gegründet &#8230;“ (Hebr. 1,10) und „Es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten“ (Hebr. 1,6). Aber wenn er diese Lobpreisungen auf Christus bezieht, so bedeutet das keinen Mißbrauch; denn was in jenen Psalmworten besungen wird, das hat Er allein erfüllt. Er war es, der sich aufmachte, sich Zions zu erbarmen (Ps. 102,14). Er hat die Herrschaft über alle Völker und Inseln ange­nommen (Ps. 97,1). Und weshalb hätte Johannes zögern sollen, Gottes Majestät Christus beizulegen, da er doch vorher gesagt hatte, das Wort sei von Ewigkeit her Gott gewesen? (Joh. 1,1.14). Weshalb sollte sich Paulus scheuen, Christus auf Gottes Richtstuhl zu setzen (2. Kor. 5,10), nachdem er doch zuvor mit so klarer He­roldsbotschaft seine Gottheit kundgemacht hatte, wenn er sagte, er sei „Gott, hochgelobt in Ewigkeit“ (Röm. 9,5)? Und damit klar sei, wie gut er hier mit sich selbst übereinstimmt, schreibt er an anderer Stelle: „Gott ist geoffenbart im Fleisch &#8230;“ (1. Tim. 3,16). Wenn er aber Gott ist, hochgelobt in Ewigkeit, dann ist er es auch, dem allein aller Ruhm und alle Ehre gebührt, wie er an anderer Stelle sagt (1. Tim. 1,17). Er scheut sich auch nicht, vor aller Welt zu bekennen: „Da er in göttlicher Gestalt war, hielt er\&#8217;s nicht für einen Raub, Gott gleich sein, entäußerte sich selbst &#8230;“ (Phil. 2,6ff.). Damit nun aber nicht die Gottlosen lästerten, er sei ein will­kürlich erdachter Gott, geht Johannes so weit, zu sagen: „Er ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben“ (1. Joh. 5,20). Jedoch es muß uns völlig genug sein, daß er Gott genannt wird, besonders gerade von dem Zeugen, der mit besonderer Schärfe betont, daß nicht viele Götter sind, sondern nur einer. Das ist Paulus, der da spricht: „Mögen auch im Himmel und auf Erden viele Götter genannt werden, so haben wir doch nur einen Gott, von welchem sind alle Dinge &#8230;“ (1. Kor. 8,5). Wenn wir nun aus demselben Munde hören, Gott sei geoffenbart im Fleisch (1. Tim. 3,16), Gott habe mit seinem eigenen Blute die Kirche erworben &#8230; (Apg. 20,28) — wie sollten wir dann auf den Gedanken kommen, damit sei ein zweiter Gott gemeint, den Paulus doch nie und nimmer anerkannt hätte? Und ohne allen Zweifel dachten alle Gläubigen ebenso wie er. Wenn Thomas auf gleiche Weise Christus so offen seinen „Herrn und Gott“ nennt (Joh. 20,28), so bekennt er ihn als den einigen Gott, den er stets an­gebetet hatte.</p>
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		<itunes:subtitle>Zusammenfassung  Textstellen von den Psalmen oder vom Buche Jesaja wurde von Paulus auf Christus angewendet, um zu zeigen, dass er der wahrhaftige Gott ist, dessen Herrlichkeit man auf kein Geschöpf übertragen darf   Johannes behauptet,</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zusammenfassung

	Textstellen von den Psalmen oder vom Buche Jesaja wurde von Paulus auf Christus angewendet, um zu zeigen, dass er der wahrhaftige Gott ist, dessen Herrlichkeit man auf kein Geschöpf übertragen darf
	Johannes behauptet, dass die Majestät, die Jesaja in seiner Vision im Tempel hatte, in Wahrheit Christus war
	andere Abschnitte in der Bibel machen auch diese Gleichsetzung, indem sie nicht einen zweiten Gott beschreiben, sondern Christus als den einzig wahren Gott verkünden, der schon immer verehrt wurde

Text
Das Neue Testament sprudelt unzählige Zeugnisse hervor. Wir müssen uns daher bemühen, lieber in Kürze einiges Ausgewählte zu bringen, als alles aufzuhäufen.
Die Apostel haben ja zwar erst von ihm geredet, nachdem er bereits als Mittler im Fleische erschienen war. Aber doch wird das, was ich anführen werde, seine ewige Gottheit sehr wohl zu beweisen vermögen. Besonders ist die Lehre der Apostel der Aufmerksamkeit wert, daß in Christus das, was zuvor von ihm als ewi­gem Gott ausgesagt war, bereits offenbar geworden sei oder sich einst offenbaren werde. Da weissagt Jesaja, der Herr der Heerscharen werde für Juden und Israe­liten ein Fels des Ärgernisses und ein Stein des Anstoßes sein (Jes. 8,14) — und Paulus sagt, das sei in Christus erfüllt (Röm. 9,32f.). Er erklärt damit, dieser Herr der Heerscharen sei Christus. In ähnlicher Weise sagt er an anderer Stelle: „Wir werden alle dargestellt werden vor dem Richtstuhl Christi; denn es steht geschrieben: ... mir sollen alle Knie sich beugen und alle Zungen sollen Gott bekennen“ (Röm. 14,10f.). Da dies nun bei Jesaja Gott von sich aussagt (Jes. 45,23) und da Christus es andererseits an sich selber erweist, so folgt, daß er selber Gott ist, dessen Ehre doch keinem anderen gegeben werden soll. Auch was Paulus im Epheserbrief aus Psalm 68 (V. 19) anführt, paßt allein auf Gott: „Er ist aufgefahren in die Höhe und hat das Gefängnis gefangen geführt“ (Eph. 4,8). Da erkennt Paulus, daß solche Auffahrt schon vorgebildet war dadurch, daß Gott seine Macht im Siege über fremde Völker erwies, und zeigt dann, daß sie in Christus erst voll offenbart worden sei. So bezeugt Johannes, daß es die Herrlichkeit des Sohnes gewesen sei, die einst dem Jesaja enthüllt wurde (Joh. 12,41; Jes. 6,1), wo doch der Prophet selber schreibt, er habe Gottes Majestät erschaut. Was der Schreiber des Hebräerbriefs dem Sohne beilegt, das sind unzweifelhaft die herrlichsten Lobpreisungen Gottes: „Du, Herr, hast von Anfang die Erde gegründet ...“ (Hebr. 1,10) und „Es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten“ (Hebr. 1,6). Aber wenn er diese Lobpreisungen auf Christus bezieht, so bedeutet das keinen Mißbrauch; denn was in jenen Psalmworten besungen wird, das hat Er allein erfüllt. Er war es, der sich aufmachte, sich Zions zu erbarmen (Ps. 102,14). Er hat die Herrschaft über alle Völker und Inseln ange­nommen (Ps. 97,1). Und weshalb hätte Johannes zögern sollen, Gottes Majestät Christus beizulegen, da er doch vorher gesagt hatte, das Wort sei von Ewigkeit her Gott gewesen? (Joh. 1,1.14). Weshalb sollte sich Paulus scheuen, Christus auf Gottes Richtstuhl zu setzen (2. Kor. 5,10), nachdem er doch zuvor mit so klarer He­roldsbotschaft seine Gottheit kundgemacht hatte, wenn er sagte, er sei „Gott, hochgelobt in Ewigkeit“ (Röm. 9,5)? Und damit klar sei, wie gut er hier mit sich selbst übereinstimmt, schreibt er an anderer Stelle: „Gott ist geoffenbart im Fleisch ...“ (1. Tim. 3,16). Wenn er aber Gott ist, hochgelobt in Ewigkeit, dann ist er es auch, dem allein aller Ruhm und alle Ehre gebührt, wie er an anderer Stelle sagt (1. Tim. 1,17). Er scheut sich auch nicht, vor aller Welt zu bekennen: „Da er in göttlicher Gestalt war, hielt er\&#039;s nicht für einen Raub, Gott gleich sein, entäußerte sich selbst ...“ (Phil. 2,6ff.). Damit nun aber nicht die Gottlosen lästerten, er sei ein will­kürlich erdachter Gott, geht Johannes so weit, zu sagen: „Er ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben“ (1. Joh. 5,20).</itunes:summary>
		<itunes:author>Johannes Calvin</itunes:author>
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