Posts Tagged ‘Katholizismus’

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Zusammenfassung

  1. Die Bibel lässt uns die falsche Unterscheidung der röm. katholischen Kirchen zwischen dulia und latria erkennen. Sie verweigert den Menschen und den Engeln das Recht, die höchste Verehrung zu empfangen
  2. die Entstehung der Heiligen Verehrung
    1. Übertragung der Verehrung Gottes
    2. göttliche Verehrung für Sonne, Sterne und Götzen
    3. die Menschen stahlen Gott, was nur Ihm zusteht – sie brachten Opfergaben den Schutzgöttern, kleineren Gottheiten und verstorbenen Helden dar.

Text

Aber wir wollen diese Spitzfindigkeiten jetzt verlassen und uns der Sache selbst zuwenden. Wenn Paulus die Galater daran erinnert, was sie eigentlich für Leute gewesen wären, bevor sie zur Erkenntnis Gottes erleuchtet wurden, so sagt er, sie hätten denen die douleia (den Dienst) erwiesen, die doch von Natur nicht Götter sind (Gal. 4,8). Da verwendet er also nicht das Wort „latreia“ — aber sollte ihr Aberglaube etwa damit entschuldigt sein? Er verdammt jedenfalls seinerseits diesen Aberglauben, den er als „Dienst“ bezeichnet, genau so, als hätte er den Ausdruck „latreia“ (Verehrung) gebraucht! Und wenn Christus dem Satan als Schild das Wort entgegenhält: „Du sollst Gott, deinen Herrn, anbeten …“ (Matth. 4,10), so war doch dem Namen nach von der latreia gar keine Rede gewesen. Denn der Satan hatte „bloß“ die Proskynesis, die Anbetung verlangt. Wenn Johannes von dem Engel einen Vorwurf empfängt, weil er vor ihm auf die Knie gefallen sei (Apok. 19,10), so dürfen wir nicht annehmen, Johannes sei so töricht gewesen, daß er auf den Engel die Gott allein gebührende Ehre hätte übertragen wollen. Aber jede religiöse Ehrenerweisung hat notwendig etwas an sich, das Gott allein zu kommt, und deshalb konnte Johannes gar nicht vor dem Engel niederfallen, ohne Gottes Ehre etwas zu nehmen. Wir lesen freilich öfters, daß Menschen angebetet worden sind. Aber das war sozusagen eine bürgerliche Ehrung. Mit der Religion ist es etwas anderes: sobald sie mit Verehrung (einer Kreatur) verbunden ist, trägt sie unweigerlich die Entweihung der Ehre Gottes in sich. Das kann man auch an Cornelius sehen (Apg. 10,25). Der war gewiß nicht so wenig in der Frömmig­keit fortgeschritten, daß er Gott nicht die höchste Verehrung zuerkannt hätte. Und wenn er sich vor Petrus niederwarf, so tat er das gewiß nicht in der Meinung, ihn an Stelle Gottes anzubeten. Aber Petrus verbietet es ihm doch scharf! Doch sicherlich deshalb, weil der Mensch niemals so genau zwischen Verehrung Gottes und Verehrung der Kreatur unterscheiden kann, als daß er nicht auf die Kreatur übertrüge, was doch Gott allein gehört! Wollen wir wirklich nur den einen Gott haben, so müssen wir darauf achten, ihm auch nicht das geringste von seiner Ehre zu rauben. Denn er muß behalten, was sein ist. So spricht Sacharja, wo er von der Erneuerung der Kirche redet, deutlich aus, es werde dann nicht nur ein Gott sein, sondern er werde auch nur einen Namen haben (Sach. 14,9). Denn Gott will nichts mit den Götzen gemein haben. Was für eine Verehrung nun Gott verlangt, das wollen wir an anderer Stelle sehen, wenn diese Frage an der Reihe ist. Denn in seinem Gesetz hat er den Menschen gebieten wollen, was vor ihm recht und richtig ist, und sie an eine feste Regel gewiesen, damit sich keiner eine Verehrung nach seinem Gutdünken auszudenken erlaubte! Aber ich will die Leser nicht damit belasten, daß ich allerlei miteinander behandle, und deshalb will ich auf diesen Gegenstand noch nicht kommen. Nur wollen wir das festhalten: Jede religiöse Ver­ehrung, die einem anderen Wesen zuteil wird als dem einigen Gott, ist für Frevel zu achten. So hat der Aberglaube zuerst der Sonne und den anderen Gestirnen und dann den Götzen göttliche Ehren beigelegt. Alsdann folgte der Stolz, der die sterb­lichen Menschen mit dem zierte, das er Gott raubte, und auf diese Weise alles Heilige entweihte. Und obwohl auch der Grundsatz bestand, man müsse ein höchstes Wesen verehren, kam doch die Gewohnheit auf, den Genien oder den Halbgöttern oder auch den abgeschiedenen Helden Opfer darzubringen. So ist der Verfall zu diesem Frevel derart, daß eine ganze Schar von „Göttern“ das bekommt, was sich doch Gott so streng für sich allein vorbehalten hat!

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Zusammenfassung

  1. die Unterscheidung zwischen latria und dulia wurde erfunden, um die Übertragung der Verehrung, die nur Gott zusteht, auf Engel und Verstorbene zu rechtfertigen
  2. auf griechisch bedeutet dulia Dienst und latria Verehrung, da aber der Dienst höher ist als die blosse Verehrung, geben die Katholiken den Heiligen mehr Verehrung als Gott

Text

Zu dem Zweck hat man nun auch die Unterscheidung zwischen „Verehrung“ und (bloßem) „Dienst“ aufgebracht: man wollte ungestraft den Engeln und den Toten göttliche Ehren beilegen können. Denn die Verehrung, die die Papisten den Heiligen angedeihen lassen, unterscheidet sich ja tatsächlich offenbar nicht von der Verehrung Gottes; denn man betet ja Gott und die Heiligen durcheinander an — nur, daß sie allen Angriffen mit der Behauptung begegnen, sie gäben doch Gott das Seine, weil sie ihm die „Verehrung“ vorbehielten! Aber es ist hier von der Sache und nicht von der Vokabel die Rede: und wer erlaubt ihnen da, mit solcher Selbstsicherheit in so wichtiger Sache Spielerei zu treiben? Aber — um auch dies zu übergehen — was kommt denn für sie eigentlich bei ihrer Unterscheidung anders heraus, als daß sie einzig und allein Gott „Verehrung“, den anderen aber „Dienst“ erweisen? Denn „latreia“ (Verehrung) bedeutet bei den Griechen genau dasselbe wie cultus (Verehrung) bei den Lateinern, douleia aber bedeutet Dienst, Knechtschaft; trotzdem wird in der Schrift dieser Unterschied oft verwischt. Aber wenn wir selbst zugeben wollten, der Unterschied bliebe gewahrt, so müßte gefragt werden, was die beiden Ausdrücke denn besagen. douleia ist also Dienst, latreia bedeutet Verehrung. Nun wird aber doch kein Mensch bezweifeln, daß Dienst etwas Größeres ist als Ver­ehrung! Denn es wäre oft sehr hart, einem zu dienen, dem man die Verehrung nicht verweigern würde. Eben deshalb ist es eine völlig unangebrachte Verteilung, den Heiligen das Größere zuteil werden zu lassen, Gott aber das Kleinere, Geringere vorzubehalten. Trotzdem bedienen sich viele von den Alten dieser Unterscheidung. Was soll aber werden, wenn alle erkennen, daß sie unangebracht und frivol ist?

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Zusammenfassung

  1. Die Bibel ist nicht nur falsch ausgelegt, sondern auch falsch wiedergegeben
  2. der Begründung der katholische Kirche aufgrund des Altertums die Bilderverehrung zu rechtfertigen, wird durch die fehlerhafte Beweisführung jenes Konzils zunichte gemacht

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Bei der Frage wegen der Anbetung brachte man als Beispiel die (angebliche) Anbetung vor dem Pharao (Gen. 47,10), die Anbetung des Stabes Josephs (Gen. 47,31 nach dem griechischen Text) und des von Jakob errichteten Denksteins (Gen. 28,18) vor. Und dabei verdrehte man in dem letzten Punkt nicht nur den Sinn der Schrift, sondern raffte noch auf, was nirgendwo zu lesen steht. Weiter führte man an: „Betet an den Schemel seiner Füße“ (Ps. 99,5) oder „Betet an zu seinem heiligen Berge“ (Ps. 99,9) oder „Dein Antlitz werden anflehen alle Reichen im Volke“ (Ps. 45,13). Das schienen diesen Männern lauter zuverlässige und passende Beweise zu sein! Wollte jemand zum Spott die Bilderverteidiger in einer lächer­lichen Rolle darstellen — könnte er dann größere und tollere Dummheiten erdenken?! Und damit gar kein Zweifel übrigbleibe, verteidigt der Bischof Theodosius von Mira die Anbetung der Bilder so ernstlich durch Träume seines Archidiakons, als ob er ein himmlisches Orakel vorbrächte! Nun mögen die Beschützer der Bilder ruhig kommen und uns mit dem Beschluß der Synode bekämpfen! Als ob nicht jene verehrungswürdigen Väter allen Anspruch auf Glaubwürdigkeit durch ihre kindische Behandlung und gottlose, niederträchtige Zerreißung der Schrift verloren hätten!

Jetzt komme ich auf derartig ungeheuerliche Äußerungen der Gottlosigkeit, daß man sich doch über die Kühnheit wundern muß, mit der sie dergleichen aussprachen — wobei allerdings doppelt verwunderlich ist, daß man ihnen nicht mit allgemeinem und schärfstem Abscheu widersprochen hat. Aber es ist doch nützlich, diese frev­lerischen Torheiten wiederzugeben, damit dem Bilderdienst wenigstens der Schein des hohen Alters, den ihm die Papisten beilegen möchten, genommen werde. Da schleudert der Bischof Theodosius von Amorium sein Anathema gegen alle, die die Bilder nicht anbeten wollen. Ein anderer führt alle damaligen Nöte Griechenlands und des Orients auf das Verbrechen zurück, daß man die Bilder nicht angebetet habe! Was müssen dann erst die Propheten, Apostel und Märtyrer für Strafe verdienen, zu deren Zeiten es überhaupt nicht einmal Bilder gab? Dann fügt man hinzu: nahe man sich schon dem Bilde des Kaisers mit Räucherwerk und Duft­opfern — wieviel mehr gebühre diese Ehre den Standbildern der Heiligen! Der Bischof Constantius von Constantia auf Cypern verspricht, die Bilder mit höchster Ehrerbietung zu behandeln, und versichert, ihnen die nämliche Verehrung geben zu wollen, die der lebendigmachenden Dreieinigkeit zukomme! Sollte sich einer weigern, das gleiche zu tun, den verflucht er und verwirft ihn gleich Manichäern und Marcioniten! Damit man nicht meine, das sei die bloß private Ansicht eines einzigen Mannes, stimmten die übrigen dieser Rede zu. Ja, Johannes, der Abgesandte der Ostkirche, den die Hitze der Begeisterung über alle Grenzen trieb, behauptet, es sei besser, alle Hurenhäuser in die Stadt aufzunehmen, als den Bilderdienst abzu­lehnen! Schließlich kam man allgemein zu dem Beschluß: unter den Ketzern seien die Samaritaner die schlimmsten — schlimmer aber als die Samaritaner seien die Bestreiter der Bilderverehrung! Damit nun der Posse ihr feierlicher Schluß („Klatschet“) nicht abgehe, fügte man die Formel hinzu: „Es mögen sich freuen und frohlocken, welche Christi Bild besitzen und ihm Opfer darbringen!“ Wo war da noch die Unterscheidung zwischen „Dienst“ und „Verehrung“, mit der man Gott und Menschen immer so gern täuschen möchte? Das Konzil gibt den Bildern ohne Ausnahme dasselbe wie dem lebendigen Gott.

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  1. das Zweite Konzil von Nicäa, unter der Kaiserin Irene von Athen, entschied, dass Bilder verehrt werden können, dieser Beschluss wird nun als Rechtfertigung gebraucht
  2. die Libri Caroli, ein authentisches Dokument aus der Zeit Karl des Grossen, beschreibt die absurden Argumente der Bischöfe für die Verehrung von Bilder

Text

 Aber wir wollen auch diese Unterscheidung fahren lassen und ein wenig darüber nachdenken, ob es gut ist, in den Kirchen überhaupt irgendwelche Bilder zu haben — gleichviel ob nun geschichtliche Darstellungen oder menschliche Bildnisse. Zuerst wollen wir uns — sofern uns die Autorität der Alten Kirche überhaupt etwas bedeutet! — ins Gedächtnis rufen, daß durch ungefähr fünfhundert Jahre hindurch die christlichen Kirchen allgemein ohne alle Bilder waren. Und das war eine Zeit, in der die Religion vorzüglich blühte und eine reinere Lehre waltete! Die Bilder sind also erst zu einer Zeit zum Schmuck der Kirchen herbeigeholt worden, als die Reinheit des kirchlichen (Lehr-)Amtes bereits erheblich in Verfall geraten war. Ich will nicht darüber streiten, was für Gründe die ersten Urheber dieses Brauchs hatten, vergleicht man aber Zeitalter mit Zeitalter, so wird man sehen, daß sie wesentlich von der (in der Lehre bestehenden) Lauterkeit der älteren Zeit abge­wichen waren, die ohne Bilder ausgekommen war. Sollte man denn auch wirklich glauben können, die heiligen Väter hätten die Kirche so lange eine Sache entbehren lassen, die sie für nützlich und heilsam hielten? Nein, weil sie in ihr nichts oder nur wenig Nützliches, wohl aber sehr viel Gefährliches erblickten, deshalb haben sie sie nicht in Unwissenheit und Nachlässigkeit fahren lassen, sondern mit Absicht und guten Gründen verworfen. Dafür ist Augustinus ein klarer Zeuge. „Wenn die Bilder ihren Platz in ehrenvoller Höhe erhalten, damit sie von den Betenden und Opfernden gesehen werden, so ergreifen sie, obwohl sie selbst ohne Empfinden und ohne Seele sind, doch durch ihre Ähnlichkeit mit belebten Gliedern und Sinnen die einfältigen Seelen derart, daß sie zu leben und zu atmen scheinen … (Brief 102). Und an anderer Stelle schreibt er: „Die äußere Gestalt der Glieder hat zur Folge, ja erzwingt es, daß die Seele, die doch selbst im Leibe lebt, auf den Gedanken kommt, der Leib, den sie vor sich sieht, sei auch beseelt, weil er dem eigenen so ähnlich sieht …“ (Zu Ps. 113). Kurz darauf: „Die Bilder dienen vielmehr dazu, die arme Seele niederzudrücken — da sie einen Mund, Augen, Ohren und Beine haben —, als sie zu bessern — da sie weder sprechen, noch sehen, noch hören, noch gehen“ (Zu Ps. 113). Dies ist dann auch wohl sicher der Grund gewesen, weshalb Johannes uns nicht nur vor der Verehrung der Bilder, sondern auch vor den Bildern selbst warnt (1. Joh. 5,21). Und wir haben inmitten des schrecklichen Irrwahns, der bisher die Welt zum Untergang fast aller wahren Religion be­herrschte, mehr als genug die Erfahrung gemacht, daß, sobald Bilder in den Kir­chen zur Aufstellung kommen, diese zum Zeichen des Götzendienstes werden — denn die Torheit der Menschen kann kein Maß halten und verfällt sofort in rein aber­gläubische Verehrung! Aber wenn auch nicht soviel Gefahr dabei wäre, so weiß ich doch, wenn ich überlege, zu welchem Zweck die Kirchen bestimmt sind, nicht, wie es ihrer Heiligkeit anders als zur Unehre ausschlagen könnte, andere Bilder in sich aufzunehmen als jene lebendigen und klaren, die der Herr in seinem Worte ein­gesetzt hat. Ich meine damit die Taufe und das Mahl des Herrn mit den anderen Zeremonien, von denen unsere Augen stärker angezogen und lebendiger ergriffen werden sollten, als daß sie noch andere nötig hätten, die Menschenkunst geschaffen hat!

Das also ist das unvergleichliche Gut der Bilder, das angeblich durch nichts ersetzt werden kann — wenn man den Papisten glauben wollte!

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Zusammenfassung

  1. die törichte Unterscheidung der katholischen Kirche zwischen dulia (Bilderdienst) und latria (Bilderverehrung)
  2. sie behaupten doch leichtsinnig, dass sie „die Bilder dienen ohne sie zu verehren“, wie die Bedeutung dieser zwei griechischen Wörter zeigt
  3. daher ist die katholische Kirche nicht besser als alle anderen Götzendiener

Text

Indessen weiß ich sehr wohl, und es soll auch nicht verschwiegen werden, daß sie sich mit einer sehr spitzfindigen Unterscheidung zu helfen suchen, auf die ich später noch näher eingehen will (vgl. Kap. 12,2). Sie behaupten nämlich, die Ver­ehrung, die sie ihren Bildern erweisen, sei Bilderdienst (Idodulie), leugnen aber, es sei Bilderverehrung (Idolatrie). Dieser „Dienst“, sagen sie, könne ohne Beleidigung Gottes Standbildern und Gemälden zuteil werden. So meinen sie unschuldig zu sein, da sie ja nur Diener, nicht aber Verehrer der Bilder seien! Als ob verehren nicht im Grunde gar etwas weniger wäre als Dienen! Und während sie hinter dem griechischen Wort einen Schlupfwinkel suchen, widersprechen sie sich doch selbst auf ganz kindische Weise. Denn da das griechische „latreuein“ (von dem „Idolatrie“ herkommt) nichts anderes bedeutet als „Verehrung erweisen“, so bedeutet das, was sie sagen, soviel, als wenn sie behaupten wollten, sie verehrten ihre Bilder, aber ohne Verehrung! Sie dürfen aber auch nicht sagen, ich versuchte sie in Worten zu fangen; sie bringen ja selbst, während sie einfachen Leuten Sand in die Augen zu streuen versuchen, ihre Unwissenheit ans Licht. So beredt sie auch sein mögen, sie werden uns doch mit aller Beredsamkeit nie zu beweisen vermögen, daß ein und dieselbe Sache zweierlei Sache sei! Sie sollen den Unterschied in der Sache nachweisen, damit man sie von den alten Götzendienern unterscheiden kann! Denn wie ein Ehebrecher oder Mörder der Anklage nicht dadurch entgeht, daß er seinem Verbrechen einen anderen Namen gibt, so wäre es auch widersinnig, wenn sie durch Unterstellung eines spitzfindig erdachten Namens von dem Vorwurf des Götzendienstes freikämen, wo sie sich doch in der Tat von den Götzendienern nicht unterscheiden, die sie notgedrungen selbst verdammen müssen! Aber sie können sich von der Sache der Götzendiener gar nicht trennen, ja, der verkehrte Wetteifer mit ihnen ist gerade der Ursprung des ganzen Übels; denn sie erfinden aus eigenem Geiste die Merkzeichen (symbola), unter denen sie sich Gott vorstellen wollen, und fertigen sie mit eigener Hand an.

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