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Verstand und Wille als eigentliche Grundkräfte
- die Philosophen, unwissend über den Abfall des Menschen, verwechseln zwei sehr verschiedene Zustände des Menschen
- die menschliche Seele besteht aus zwei Vermögen
- Verstand: unterscheidet zwischen Gegenstände, um sie anzunehmen oder abzulehnen – handelt also wie ein Führer oder ein Herrscher der Seele
- Wille: wählt und folgt, was der Verstand als gut anerkennt und meidet, was er ablehnt – beachtet die Entscheidung des Verstandes und wartet auf eine Urteil des Verstandes nach seinen Begehren
- gleichwertige Ausdrücke: Philosophen unterscheiden zwischen Verstand und Sinnesneigungen, wir schliessen die Sinnesneigungen im Verstand ein. We ersetzen auch das Wort “Wille ” für den philosophischen Gebrauch des Wortes “Begehren”.
Tags: Philosophie, Schöpfung
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Die Seele und ihre Fähigkeiten
- von allen Philosophen kam nur Plato nahe an ein Verständnis des körperlosen Wesens der Seele
- Das Wesen der Seele in der Bibel
- körperloses Wesen
- wohnt im Körper als das belebende Prinzip wie in einem Haus
- die Suche des Menschen nach Gott ist der Beweis, dass er ein von Gott vernunftbegabtes Wesen ist
- Widersprüche in der Seele entstehen nicht, weil der Mensch von zwei Seelen bewohnt ist (wie manche Philosophen behaupten), sondern von der verderbten Natur des Menschen
- die Fähigkeiten der Seelen nach den Philosophen
- Themistius von Platon
- Aristoteles (Ethik): Aufteilung der Seele in begehrende (ohne Vernunft, aber ihr folgende) und verstehende Seele (durch sie beteiligt sich an der Vernunft)
-
- Sinnen
- Vernunft
- Begehren
- Drei Prinzipien der Handlung
- diese Ansichten, obwohl wahrscheinlich, sind zu verworren für unseren Zweck
Tags: Schöpfung
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Die Menschenseele ist von Gott geschaffen, aber nicht etwa Ausfluss seines Wesens
- Servet belebte die abwegige manichäische Vorstellung wieder, dass die Seele des Menschen ein Teil der Gottheit sei; dies ist abzulehnen durch die Tatsache der sündhaften menschlichen Natur und durch die Einheit des Wesens Gottes
- Osiander glaubte, dass das Ebenbild Gottes im Menschen in der Gegenwart Gottes wesentlicher Gerechtigkeit bestand, dies ist auch blosser Manichäismus
- Paulus lehrte, dass die Seele des Menschen nicht in seinem Wesen Gott ähnlich sei, sondern durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Tags: Irrlehre, Schöpfung
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Das eigentliche Wesen des Ebenbildes ist was die Schrift von seiner Erneuerung durch Christus sagt
- eine vollständige Definition des “Ebenbildes” sollte in den spezifisch menschlichen Fähigkeiten gesucht werden, und besonders in denen, die durch Christus im Menschen wiederhergestellt worden sind.
- Durch Adams Abfall wurde Gottes Ebenbild nicht völlig zerstört, sondern schrecklich entstellt.
- daher kehren wir zu dem in Christus erneuerten Menschen
- Aspekte dieser Erneuerung nach Paulus
- Erkenntnis
- rechtschaffende Gerechtigkeit und Heiligkeit
- Gottes Ebenbild bestand in der Vollkommenheit der menschlichen Natur, die vor dem Fall in Adam strahlte, wurde jedoch später so verdorben und fast ausgelöscht, dass nichts mehr seit dem Verderben bleibt, ausser dem, was verwirrt, verstümmelt oder krank ist. Daher erscheint es teilweise in den Erwählten, insofern sie im Geist wiedergeboren wurden; die vollkommene Pracht wird aber erst im Himmel wiederhergestellt.
- um Teile dieses Ebenbildes zu erkennen, müssen wir die Fähigkeiten der Seelen besprechen.
Tags: Schöpfung
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Vom Ebenbilde Gottes im Menschen
- abgesehen vom äusserlichen und leiblichen Beweis (aufrechter Gang zum Beispiel) oder die menschliche Andersartigkeit hinsichtlich der Tiere und die Ähnlichkeit mit Gott haben wir einen noch zwingenderen Beweis, dass der Mensch in Gottes Ebenbilde erschaffen wurde, das ist seine geistige Natur
- Andreas Osiander’s Behauptung, dass wir Gott in Seele und Körper ähnlich sind, ist absurd
- der Frage des Ebenbild/Ähnlichkeit
- es gibt keinen Unterschied zwischen diesen beiden Wörter, wie es doch manche Übersetzer behaupten, es gibt eher Parallelen im Hebräischen
- der Mensch wird hinsichtlich seiner Seele Gottes Ebenbild genannt, obwohl diese Ähnlichkeit mit Gott seine ganze Überlegenheit über andere Geschöpfe mit einschliesst.
- Ebenbild/Ähnlichkeit drückt die Reinheit aus, mit der Adam am Anfang erschaffen wurde
- rechte Vernunft
- Neigungen, die der Vernunft entsprechen
- alle Empfindungen waren aufs beste geordnet
- alle Gaben wurde als Gaben Gottes erkannt
- obwohl der Sitz des göttlichen Ebenbildes hauptsächlich im Verstand und im Herzen liegt, oder in der Seele mit seinen Kräften, trotzdem gibt es keinen Teil des Menschen, nicht einmal seinen Körper, in dem nicht ein Funke der Herrlichkeit Gottes scheint
Tags: Schöpfung