Archive for the ‘Buch 1 Kapitel 16’ Category

Uns sind die wahren Ursachen des Geschehens verborgen

  1. die Trägheit und Begrenztheit des menschlichen Verstandes erkennt nur zufällige Ereignisse, was eigentlich durch Gottes Plan erfolt
  2. in diesem Sinne werden die Begriffe “Schicksal” und “Zufall” in der Heiligen Schrift gebraucht, um damit alle Ereignisse zu beschreiben, die zufällig scheinen, die wir aber durch den Glauben als gottgewollt erkennen. (Gottes Freiheit über Dinge zu entscheiden kann man z.B. sehen, als er Christi schwache Knochen nicht brechen liess)

Die Lehre von der Vorsehung ist keine stoischer Schicksalsglaube

  1. falsche Anklage gegen die christliche Vorsehung, dass sie eine stoische Schicksalslehre sei (vgl. Augustinus)
    1. Stoa: Notwendigkeit liegt in der Abfolge von Ursache-Wirkung
    2. Christentum: ewige Beschlüsse Gottes werden durch seine Kontrolle ausgeführt
  2. der Zufall ist eine heidnische Vorstellung, das dem Christentum widerspricht, wie es Basilius der Grosse und Augustinus sagen

Gottes Vorsehung regiert auch die “natürliche” Geschehnisse

  1. Beispiele aus der Bibel
    1. Wind: keine Wind kann entstehen oder zunehmen, ausser aus Gottes ausdrücklichem Befehl
    2. Fähigkeit der Fortpflanzung
    3. Ernährung
  2. Gottes allgemeine Vorsehung
    1. die Ordnung der Natur besteht weiter
    2. ist für einen bestimmten und passenden Zweck angepasst

Gottes Vorsehung gilt besonders dem Menschen

  1. geradeso wie das Universum vornehmlich für die Menschheit erschaffen wurde, so ist auch die Absicht von Gottes Vorsehung in erster Linie für den Menschen
  2. kein Mensch kann handeln, oder selbst sprechen, ohne dass es Gott will
  3. selbst Begebenheiten, dies uns zufällig erscheinen, sind doch Gottes Willen unterworfen, wie die Bibel es uns beweist: alles lebt nach Gottes geheimen Plan

Gottes Vorsehung lenkt auch das einzelne

  1. einige glauben, dass Gott den Naturkräften allgemeine Anordnungen gibt, aber dass dann die einzelnen Dinge, durch sich oder durch Zufall, nur durch ihre Natur beeinflusst werden
  2. obwohl man damit den Verlauf der Jahreszeiten erklären kann, so kann man doch nicht die Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit der Ernte, Wohlstand oder Hungersnot erklären: diese sind Gottes Segen oder sein Fluch: biblische Beispiele
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