Archive for the ‘Buch 1’ Category

Wenn Gott auch die Taten der Gottlosen zu seinen Plänen benutzt, so trifft ihn doch kein Vorwurf

  1. der Vorwurf: wenn Gott nicht nur die Werke der Gottlosen gebraucht, sondern auch ihre Absichten regiert:
    1. So ist er der Urheber alles Bösen
    2. die Menschen sind somit zu Unrecht verdammt, wenn sie nur das machen, was Gott bestimmt hat und somit seinem Willen gehorchen
  2. die Verwechslung des Willens und das Erkennen spricht gegen sie: obwohl Gott durch die Gottlosen jenes ausführen lässt, was er durch seinen geheimen Plan beschlossen hat, so widerstreben sie doch aus ihrer Lust das Wohlgefallen Gottes
  3. Beispiele aus der Bibel werden behandelt:
    1. die Teilung von Israel und Juda und ähnliche Begebenheiten des Alten Testaments werden in Hinblick auf Gottes Willen und der Bosheit des Menschen betrachtet
    2. Augustinus über Judas Verrat unseres Herrn
  4. eine Haltung demütigen Lernens und Anerkennung unsere geistigen Beschränkungen sollte uns veranlassen, uns die biblische Antwort genügen zu lassen.
17
Feb

Gottes Wille ist einheitlich (Institutio 1-18-03)

   Posted by: Didier Tags:

Gottes Wille ist einheitlich

  1. die Gotteslästerungen derer, die die offenkundigen und unmissverständlichen Wunder der Bibel ablehnen
  2. Widerlegung ihres ersten Einwandes, dass wenn nichts geschieht, dass nicht von Gott gewollt ist, so gäbe es zwei widersprüchliche Willen: durch sein geheimen Plan verordnet Gott was er offen durch sein Gesetz verbietet.
    1. Zeugnis der Bibel: Augustinus
    2. nur wegen unserer Trägheit und Unvermögen des Begreifens nehmen wir an, dass es irgendeinen Widerspruch im Willen Gottes, Wesensveränderung, Planänderung oder Uneinigkeit in Gott gibt

Wie geschieht Gottes Antrieb im Menschen?

  1. verschiedene biblische Ausdrücke zeigen, dass “was wir uns auch innerlich vornehmen, alles wird durch Gottes geheime Leitung zu dem von ihm gesetzten Ziel geführt”; nicht nur durch göttliche Erlaubnis, jedoch durch die aktive Tätigkeit des Geistes
  2. dies kann ganz besonders an der “Verstockung Pharaos Herzens” gesehen werden
    1. es wäre absurd zu sagen, dass Pharao sich selbst verstockte
    2. eher ist Gottes Wille die Ursache: der Mensch, obwohl er von Gott geleitet wird, handelt doch selbst
  3. oft handelt der HERR bei Gottlosen durch Satans Eingreifen, jedoch immer auf Gelass Gottes, seiner Führung und Einschränkung
  4. diese Thema wird weiter behandelt unter dem “Freien Willen” im Buch II
15
Feb

Keine blosse “Zulassung” (Institutio 1-18-01)

   Posted by: Didier Tags:

Keine blosse “Zulassung”

  1. die falsche Unterscheidung zwischen “Tun” und “Erlauben”
    1. erdacht durch den “fleischlichen” Verstand des Menschen, um Gott vor der Anklage der Übeltat und der scheinbaren Absurdität der Bestrafung von der gottgewollte Blindheit zu “bewahren”
    2. dennoch würde die vorgeschlagene Unterscheidung nahelegen, dass es Bereiche des Existierenden gibt, über die Gott keine Kenntnis oder Kontrolle hat, oder dass er wenigstens in eine von ihm nicht geleitete Richtung einwilligt
    3. im Gegenteil, alle gottlosen Leute sind derartig unter Gottes Herrschaft, dass er ihre bösen Absichten für jeden von ihm gewollte und heiligen Zweck gebraucht und dass ihre bösen Taten seine Urteilsvollstreckung ist – dies ohne irgendwelche Bösartigkeit oder Schuld von ihm
  2. Beispiel aus der Bibel
    1. Hiob erkannte, dass nicht Satan, sondern Gott der Urheber seiner schwere Prüfung war: Menschen oder der Teufel mögen etwas anstiften, aber Gott durch seine Herrschaft kann dies gebrauchen, um sein Urteil zu vollstrecken
    2. die Erblindung und der Verwirrung Ahabs (1. Könige 22:20,22)
    3. die Apostel verstanden, dass Pilatus und die Juden nur das ausführten, was Gott beschlossen hatte (Apg. 4:28, vgl. 2:23 etc.)
    4. Absaloms Blutschande war Gottes eigenes Werk (2. Sam. 16:22; 12:12)
    5. die Brutalität der Chaldäern gegen Juda war Gottes Wille wie Jeremias es bezeugt (Jer. 1:15; 7:14; 50:25, etc)
    6. Gottes “Erzürnen”, die “Rute seines Zorn” und ähnliche Ausdrücke bestätigen alle das gleiche: daher sitzt Gott nicht müssig im Himmel und wartet, dass sich etwas auf der Erde tut, als ob seine Urteile vom menschlichen Willen abhängen würden (Epikureismus)

Gott führt unentwegt seinen Plan aus

  1. die Beispiele von Jona in Ninive und von König Hiskia veranschaulichen nicht Veränderungen in Gottes Plan, sondern Gottes Drohungen, auf dass die Menschen umkehren und somit seinen Willen folgen und seinen Beschlüsse ausführen.
  2. dies kann auch am Beispiel des Abrahams und des Königs Abimelech gesehen werden
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