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Zusammenfassung

  1. biblische Hinweise auf Dämonen (oder Teufel in Mehrzahl) erinnert uns daran, dass wir von einem Heerschar von Feinden umgeben sind und dass sie nicht nachlassen werden.
  2. biblische Hinweise auf Satan (eine einzelner) zeigt uns den Gegensatz zwischen dem Reich des Bösen gegen dem Reich der Gerechtigkeit, der Kirche der Heiligen gegen das Lager der Gottlosen

Text

Um uns aber zu solchem Streit um so kräftiger zu ermuntern und anzuspornen, zeigt uns die Schrift, daß wir es nicht mit einem oder zwei Feinden oder wenigstens bloß mit einer geringen Zahl zu tun haben, sondern daß uns ein großes Heer in die­sem Krieg gegenübersteht! Denn es heißt, daß Maria Magdalena von sieben Dämo­nen befreit worden sei, die sie besessen hatten (Mark. 16,9), und Jesus erklärt es für das Regelmäßige, daß der böse Geist, falls man ihm nach seiner Austreibung noch einmal Einlaß gewährt, sieben noch bösere Geister mit sich nimmt und in den leeren Besitz zurückkehrt (Matth. 12,43). Ja, wir hören, daß eine ganze Legion einen ein­zigen Menschen besessen hat! (Luk. 8,30). Daraus erfahren wir also, daß wir mit ei­ner unendlichen Menge von Feinden zu kämpfen haben — damit wir nicht verächt­lich meinen, es wären bloß wenige, und dann im Kampf nachlässig werden oder uns gar in der Meinung, es werde uns eine Kampfpause gewährt, der Trägheit hingeben.

Daß dagegen der Satan oder Teufel uns oft als einzelner gegenübertritt, das soll uns zeigen: es gibt eine Herrschaft der Bosheit, die sich dem Reich der Gerech­tigkeit entgegensetzt. Denn wie die Kirche und die Schar (societas) der Heiligen Christus zum Haupte hat, so wird uns auch die Rotte der Gottlosen und die Gott­losigkeit selbst mit ihrem Fürsten vor Augen gestellt, der dort die oberste Herrschaft führt. Daher auch der Spruch: „Geht hin, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das da bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln“ (Matth. 25,41).

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This entry was posted on Mittwoch, Januar 6th, 2010 at 01:00 and is filed under Buch 1, Buch 1 Kapitel 14, Institutio. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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