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Die Kunde von Gott, die wir aus der Schöpfung gewinnen, erreicht bei uns nicht das Ziel
- unsere Antwort auf diese klaren Zeugnisse der Schöpfung ist Verstocktheit
- sehr wenige denken an den Schöpfer, wenn sie über das Universum und die Erde nachdenken
- die meisten interessiert es kaum oder gar nicht
- bezüglich Ereignisse, die sich ausserhalb der normalen Naturprozesse ereignen, neigen wir eher zu blindem Schicksalsglauben, als dass wir Gottes Fürsorge dahinter sehen
- wenn es Ereignisse gibt, die uns an etwas übernatürliches denken lässt, so lassen wir unsere Fantasie spielen
- jeder von uns erfindet seine eigene Form von Irrtümern
- doch jeder von uns verlässt den wahren Gott zugunsten kunstvoller Hirngespinste (das trifft selbst auf solche grossen Geister wie Platon zu)
- dort, wo das Eingreifen Gottes in menschliche Geschicke deutlich wird, versuchen wir es vergeblich dem blinden Willen des Schicksals zuzuschreiben.
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Der Zweck dieses Wissens um Gott
- Der Zweck ist zweifältig:
- um uns zu ermuntern, Gott zu loben
- um uns Mut zu geben, an die Hoffnung auf ewiges Leben zu hoffen
- wir stellen fest, dass in diesem Leben Gott seine Güte und Härte nur teilweise offenbart, daher können wir gewiss sein, dass Ungerechtigkeit seine rechte Strafe und Gerechtigkeit seinen rechtmässigen Lohn im anderen Leben haben wird
- Gottes Werke gibt uns ein Abbild seiner Vollkommenheit
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Wir sollen Gott nicht übergrübeln, sondern ihn in seinen Werken betrachten
- das Wissen über Gott, zu der wir berufen sind, ist keine leere Spekulation, sondern gründliches und fruchtbares Wissen, das sich in unseren Herzen vertieft
- der vollkommene Weg, um Gott zu suchen ist:
- es zu unterlassen, durch gewagte Neugierigkeit in Gottes Wesen eindringen zu versuchen (in der Absicht, es zu untersuchen und nicht anzubeten)
- in seinen gewöhnlichen Werken in zu betrachen, mit welchen er sich uns tagtäglich zu erkenne gibt
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Gottes freies, überlegenes Walten im Leben der Menschen
- die anscheinend zufällige Errettung der Menschen vor Gefahr und Trübsal, wie man sie in den Psalmen nachlesen kann, ist ein Beweis Gottes Fürsorge und väterliche Güte, jedoch sind die meisten blind, dies zu erkennen
- Gottes Allmacht und Weisheit erkennt man in seiner Zerstörung der Bösen und ihrer Werke, seine Errettung und Stärkung der Demütigen und Unterdrückten – dies alles geschieht zu seiner Zeit und passend zur Situation jedes einzelnen
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Gottes Regierung und Richterschaft
- in jenen Werken Gottes, die ausserhalb des natürlichen Naturablaufes geschehen, sehen wir weitere klare Beweise der Herrlichkeit Gottes
- Gott zeigt seine Barmherzigkeit gegenüber der Gesellschaft, jedoch beweist er auch seine Güte den Gottesfürchtigen und seine Strenge den Gottlosen
- während die Gottlosen eine Zeit lang Erfolg zu haben scheinen, und die Gottesfürchtigen leiden müssen, so müssen wir doch merken:
- dass wenn immer er eine Sünde in diesem Leben bestraft, er damit zeigt, dass er alle Sünde hasst und dass er sie alle im Gericht bestrafen wird
- dass er seine unermessliche Güte den Gottlosen zeigt, um sie weg zu führen von ihrem Weg der Verderbnis