Archive for the ‘Buch 1 Kapitel 17’ Category

Keine Geringschätzung der “Mittelursachen”

  1. in Bezug auf vergangene Ereignisse
    1. für Freundlichkeiten sollten wir uns diesen Menschen dankbar zeigen, aber in erster Linie gegenüber Gott, der Quell aller Güte
    2. für erlittenen Verlust sollten wir es annehmen, da es Gott so gewollt hat, aber wir müssen es auch uns zuschreiben
    3. bei allen Verbrechen sollten wir immer jene beiden Wahrheiten bedenken: Gottes Gerechtigkeit und die Sündhaftigkeit des Menschen
  2. in Bezug auf künftige Ereignisse
    1. wir sollten uns die menschlichen Hilfsmittel zunutze machen, aber uns der rechtmässigen Mittel der göttlichen Vorsehung bedienen, die er uns anbietet
    2. wir sollten nach dem eifern, was uns als nützlich erscheint, aber uns letztendlich auf Gottes Weisheit als Führer und nicht auf andere Hilfen verlassen
  3. wir sind daher fähig, alle Hast und Vermessenheit abzulegen und fortwährend zu Gott zurufen

Die Gewissheit um Gottes Vorsehung hilft uns in allen Widerwärtigkeiten

  1. in Anfechtung, lasst uns Gott in unseren Herzen loben und wir erhalten Geduld und Frieden im Herzen
  2. wie zahllose Bespiele in der Heiligen Schrift lehren, sollen wir uns daran erinnern: “Der Herr hat es gewollt, deshalb muss ich es tragen, nicht nur, weil ich nicht widerstreben soll, sondern auch weil er ja nichts will, als was recht und heilsam ist!”
    1. dies gilt auch für Ungerechtigkeiten von Mitmenschen
    2. und für Missgeschicke, die ohne menschliches Tun geschehen

Gottes Vorsehung im Wohlstand

  1. das Zeugnis der Bibel zeigt, dass alle Menschen, gut oder böse, unter Gottes Herrschaft sind; seine Fürsorge besteht darin, für das Wohl und Sicherheit aller Geschöpfe zu sorgen.
  2. der Nutzen, welche wir von dieser Kenntnis ziehen:
    1. Dankbarkeit im Wohlstand (Sekt. 7)
    2. Geduld in Anfechtung (Sekt. 8)
    3. Freiheit von Sorge über die Zukunft (Sekt. 10 bis 11)

Gottes Vorsehung als Trost der Gläubigen

  1. das Nachdenken über Gottes Vorsehung ist ein rechtes und trostreiches Gegenmittel gegen die oben-erwähnten Vorwürfe
  2. das Zeugnis der Bibel von Gottes besonderer (nicht verallgemeinert) Fürsorge für alle seine Geschöpfe, besonders für den Menschen und in einer einzigartigen Weise, für seine Kirche

Gottes Vorsehung entschuldigt unsere Bosheit nicht

  1. der Vorwurf: dass alle begangenen Taten, selbst jene, die böse waren, nur geschahen, weil es Gottes Wille war und daher sollten sie nicht bestraft werden
  2. die Antwort:
    1. in seinem Wort fordert Gott von uns nur, was er befiehlt, wenn wir gegen seinen Willen handeln, so sind wir widerspenstig und ungehorsam; trotzdem gebraucht Gott selbst unsere böse Taten für seinen guten Zweck
    2. die Schuld, jedoch, liegt auf uns: da wenn wir das böse tun, so verurteilt uns das Gewissen, doch in Gott gibt es nur den rechtmässigen Gebrauch unserer bösen Absichten: die Analogie des stinkenden Kadavers in der Sonne; der Kadavers stinkt nicht wegen der Sonnnenstrahlen.
Page 2 of 3123